für A.P.

 

Schweige, wenn du mich liebst.

Sage kein Wort.

Sei da.

Schau mich an.

Halt mich fest.

Doch:

Schweige, wenn du mich liebst.

Sage kein Wort.

 

Ich bin sie leid,

die Buchstaben,

die Worte ergeben.

Die Worte,

die Sätze erzeugen.

Die Sätze,

die Lug und Trug und leer sind.

So:

Schweige, wenn du mich liebst.

Sage kein Wort.

 

Sei bei mir.

Berühre mich.

Nehme mich wahr

und

nehme mich an.

Und wenn du mich liebst,

so schweige

und

sage kein Wort.

 

Schenk mir dein Herz schweigend, still und leise.

Ich werde es hüten, es hegen, es pflegen wie einen Schatz.

Aber:

Auch ich schweige dabei

und

sage kein Wort.

 

Ich werde es wissen.

Ich werde es fühlen.

Du wirst es wissen

und

fühlen auch.

 

Eine Geste der Liebe zählt mehr als tausende von schönklingenden Worten.

Doch:

Ein Wort kann mehr zerstören, als tausende von schönen Gesten wieder gutmachen könnten.

 

Drum, bitte:

Schweige, wenn du mich liebst.

Sage kein Wort.

 

Halte nur meine Hand

und

halte mein Herz stets warm und sicher.

Ich schenke dir beides.

Nur:

Schweige, wenn du liebst

und

Sage kein Wort.

6 Gedanken zu “Schweige, wenn du mich liebst

      1. Das Schweigen zu loben, kann man gar nicht genug der Worte finden .. 😉

        Willkommen bei den Montagslyrikern!

        PP hatte die wirklich gute Idee, die Montagslyriker ins Leben zu rufen. Ein Projekt, um unsere Blogs bekannter zu machen und um uns untereinander besser zu vernetzen. Wir wollen mehr Leser für unsere Arbeit gewinnen und zeigen, was wir drauf haben.
        Die Idee: Wir bitten jeden Montag einen Lyriker um Beantwortung von fünf Fragen (Ich stelle euch natürlich erst ein wenig vor und bräuchte die Antworten bis spätestens Samstagabend, um alles entsprechend vorzubereiten):

        1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?
        (Der Mensch, die Muse, das Unglück)

        2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …
        (Erzähl uns von deinen Macken, schlechten und guten Eigenschaften, von deinen dunklen Geheimnissen)

        3. Welche Götter verehrst du?
        (Künstler, die dich prägten, die du gerne liest oder empfehlen möchtest.)

        4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?
        (Lesungen, Poetry-Slams, Veröffentlichen in Zeitschriften, Büchern, Internet usw.)

        5. Und nun, zeige dich!
        (Mit bis zu zehn charakteristischen Werken, die du uns vorstellen magst. Mit einem Bild von dir? )

        Natürlich müsst ihr nicht alle Fragen beantworten, wenn ihr nicht wollt oder weicht einfach ein wenig aus. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch Bilder schicken und natürlich einen Link zu eurem Blog. Ich kann zwar nicht garantieren, dass ich alles veröffentliche, aber ich gebe mir Mühe. Bitte setzt auch auf eurem Blog einen Link zu dem Artikel, damit wir alle von der Veröffentlichung profitieren und vielleicht auch auf den ein oder anderen Artikel von einem Kollegen oder einer Kollegin.
        Wir sind gespannt, wie sich die Montagslyriker entwickeln. So oder so ist ein Projekt, mit dem wir Spaß haben werden und neue, interessante Leute kennenlernen.

        Wir freuen uns auf deine Werke!

        Terence Horn
        http://terencehorn.com

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