Heute muss ich leider etwas niederschreiben, was mich doch etwas betrübt. Neulich habe ich eine Rezension online gestellt. Horst Keller: Verkaufte Engel.
Heute möchte ich zu diesem Werk noch einmal ein paar Zeilen schreiben, da es mir eine Herzensangelegenheit ist.
Das Werk ist mittlerweile nicht mehr im Handel erhältlich. Wie sich herausgestellt hat, ist das Buch eine Art Plagiat. Zwar nicht das ganze Werk, aber doch verschiedene Teile des Werks.
Die Beschreibung des Tatortes in Horst Kellers Buch ist fast identisch mit der Beschreibung des Tatortes in Simon Becketts weltweiten Erfolgsbuch Kalte Asche. Horst Keller hat wortwörtlich Sätze aus dem Werk von Beckett übernommen und sie als seine eigenen verkauft. Das Werk wurde nun also aus dem Verkauf genommen und ist nun nicht mehr zu bekommen.
Wie es für Horst Keller nun weitergeht, bleibt abzuwarten.
Ich bin doch sehr betrübt darüber und auch enttäuscht. Ich mochte das Buch. Sicher ist nicht die ganze Geschichte abgekupfert, aber identische Sätze zu übernehmen ist einfach nicht richtig. Sicher hat jeder Gründe für seine Handlungen, aber der Diebstahl von geistigem Gut ist doch falsch. Es tut mir sehr leid für den Autor, dass er sich selbst in diese Situation gebracht hat und wünsche ihm alles Gute. Egal wie, ich habe nach wie vor Respekt vor seinem Werk, denn egal wie, es war so oder so harte Arbeit, die mit viel Zeit verbunden war. Ich habe mir auch überlegt meine Rezension vollständig von meinem Blog zu nehmen, aber auch ich habe Arbeit und Zeit investiert und diese sollte nicht vergebens sein. So sehe ich das eben auch. Ich habe das Buch gerne gelesen und gerne bearbeitet, aber an dieser Stelle wollte ich eben einfach nur einmal über die momentanen Zustände bezüglich des Buches informieren.
Jeder tut eben, was er kann und möchte und jeder hat dafür auch seine ganz eigenen Gründe.

19 Gedanken zu “Horst Keller: Verkaufte Engel NACHTRAG

  1. Wie ärgerlich. So plump abzukupfern ist aber auch schon dreist. Und naiv… Kalte Asche ist nun wirklich kein unbekanntes Werk. Auf die Idee, dass man mit so einem Plagiat auffällt, kann man kommen. Tja, schade, aber der Moment, als Du es gelesen hast, kann Dir nciht mehr genommen werden 🙂

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  2. …ich kann es gut nachvollziehen – mit ging es ähnlich mit einer Widmung – als Dialog deklariert – ein Zufall brachte mich auf eine polnische INET Seite – wortwörtliche Übersetzung meiner eigenen Gedanken und Worte – Inet-Klau das steht auf der Tagesordnung – und fast Normalität – dagegen sollten Autoren schon disziplinierter – sprich achtsamer mit dem*Abkupfern* umgehen – lieb grüß euch allen – die zuzaly 😉

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  3. Hm… Ich kann durchaus nachvollziehen dass Kuenstler einander inspirieren, aber wortwoertlich „abschreiben“ – das geht ja echt ueberhaupt nicht. Ich kenne uebrigens weder das eine noch das andere Buch, und hab das gerade mal gegoogelt – keine Treffer zum Thema Plagiat. Komisch…

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  4. Das ist gar nicht gut! Als Künstler sollte man schon so viel Anstand und Ehrgefühl haben und auf dreisten geistigen Diebstahl verzichten… Vor etlichen Jahren gab es ja schon mal einen ganz handfesten Plagiats-Skandal: Dan Brown wurde – meiner Meinung nach völlig zu Recht – beschuldigt, etliche Stellen seines Mega-Sellers von dem vor ca. 30 Jahren sehr erfolgreichen und höchst umstrittenen Buches „Der Heilige Gral und seine Erben“ abgekupfert zu haben. Es kam damals sogar zu einem Aufsehen erregenden Prozess, den die Autoren Baigent, Lincoln und Leigh allerdings aus mir völlig unverständlichen Gründen verloren. 😉
    Liebe Grüße!

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