Augenblicklich ist das Wetter doch sehr einladend. Die ersten Sonnenstrahlen kommen hervor und wärmen die schöne Erde. Der Frühling steht in den Startlöchern und der Sommer wird ihm folgen. Nach dem langen und tristen Winter sind die meisten Leute ziemlich ausgehungert nach Sonne und nach Aktivitäten draußen und im Hinblick auf die kommende Sommerzeit, beginnt nun der Countdown zum fit werden und um an der Bikini- und Badehosenfigur zu arbeiten. Auch ich kann diesem Drang nicht wirklich widerstehen. Es zieht mich bei den ersten Frühlingssonnenstrahlen nach draußen und mein Bewegungsdrang erwacht. So habe ich es endlich mal wieder geschafft joggen zu gehen und habe wieder mal festgestellt, wie gut mir das gefällt. So werde ich es in der nächsten Zeit wohl wieder öfters tun.
Das Laufen hat für mich etwas sehr Befreiendes. Wenn ich jogge, habe ich manchmal das Gefühl, dass ich vor meinen Problemen davon rennen kann. Nicht, dass ich so viele davon hätte, aber es motiviert mich und animiert mich noch ein paar Meter weiter zu laufen. Es erscheint mir dann so, als könnte ich kurzzeitig alles, was mich belastet und beschäftigt und betrübt, einfach mal kurz abschütteln. Nur ich und die Straße oder der Waldweg. In diesem Augenblick gibt es nichts anderes. Ich bin ganz einfach nur da und der Rest kann mir für eine Weile einfach mal gestohlen bleiben. Im Augenblick des Laufens kann ich sowieso nichts anderes machen, als einfach nur laufen. Manchmal ist es nicht nur das Gefühl des Davonrennens, sondern auch das Gefühl von etwas entgegenrennen. Als wäre da und irgendwo etwas, was auf mich wartet. Ich muss nur dort ankommen. Da ist mein Ziel, mein Preis, meine Belohnung. Da muss ich hin. Dies ist ebenso motivierend noch ein paar Meter weiter zu laufen.
Die meiste Zeit denke ich beim Joggen nicht nach. Das ist selten bei mir, da ich doch ein ziemlicher Kopfmensch bin und das Abschalten fällt mir recht schwer. Beim Laufen gelingt es mir aber ganz gut. Vielleicht ist das auch noch so ein zusätzlicher Reiz. Ich fühle mich beim Laufen einfach frei und unbeschwert. Je weiter ich laufe, umso leichter werde ich. Alle Wut und jeglicher Zorn bröckeln während des Laufens Schritt für Schritt einfach von mir ab.
Der Anreiz ist gar nicht die Aktivität draußen und auch nicht das fit werden und auch die Bikinifigur drängt mich nicht in die Sportschuhe und auf die Laufwege. Es ist dieses Gefühl der Zufriedenheit, welche ich beim Laufen so sehr spüre. Und ja, wenn ich meinem Körper und nicht nur meiner Seele damit etwas Gutes tun kann, dann lohnt es sich allemal die Laufschuhe anzuziehen und einfach nur drauflos zu laufen.

11 Gedanken zu “Körper&Seele

  1. Hallo Mia,

    auch uns zieht es bei dem schönen Wetter nach draußen. Dennoch bevorzugen wir zum Rennen das Laufband im Fitnessstudio. Auch da können wir komplett abschalten.

    Liebe Grüße,

    Flora und Noemi

    thebabblecorner

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