Ein Meister der Lyrik

Heute Abend gibt es auch wieder mal eine lyrische Empfehlung:-)

Literatur ist eine ganz wunderbare Sache. Ohne das Wort, wäre mein Leben sinnlos und wohl schon längst vorbei.

Stimmen, Worte, Verse, Zeilen—alles das gibt mir Kraft und Mut und Hoffnung und Zuversicht.

Sie bringen es auf den Punkt–die großen Meister:-) und ich kann nur meinen Hut ziehen:-)

Heute Abend ist es Erich Fried, der mich begeisternd seufzen läßt:-)

Am 6.Mai 1921 geboren worden–Sternzeichen Stier.

Geboren in einer der schönsten Städte der Welt–in Wien! Ich liebe diese Stadt:-)

Gestorben ist er am 22.November 1988–November–dem Totenmonat, in Baden-Baden.

 

Nun heute für euch:

 

ERICH FRIED:

Trennung

Der erste Tag war leicht
der zweite Tag war schwerer 
Der dritte Tag war schwerer als der zweite 

Von Tag zu Tag schwerer: 
Der siebente Tag war so schwer 
daß es schien er sei nicht zu ertragen 

Nach diesem siebenten Tag 
sehne ich mich schon zurück 

 

 

 

9 Gedanken zu „Ein Meister der Lyrik

  1. Also ohne Herrn Fried zu nahe treten zu wollen, ein wirklich tolles Gedicht. Aber ich würde es anders sehen

    Trennung

    Die erste Nacht war eine Höllenfahrt
    mit cardiovaskulären Notfallsituationen

    Der erste Tag
    tat höllisch weh

    Der zweite Tag war schwer

    Der dritte Tag tat auch noch weh

    Von Tag zu Tag war es besser:
    Am siebenten Tag war schon wieder
    der Schimmer der Sonne zu sehen

    Nach diesem siebenten Tag
    sehne ich mich nur noch manchmal zurück

    1. Wow:-) Du hast aus einer negativen Stimmung eine positive gemacht:-) Sehr schön. Gefällt mir sehr gut:-) Beide Gedichte sind sehr stark und sollten stets nebeneinander stehen:-)
      Schön, dass dich Frieds Gedicht so inspiriert hat:-)

  2. ich glaube die Varianten sind sehr verschieden 🙂 Meine Version wäre auch ein bisscehn anders , bin allerdings bei Tag 142 und hab in der Zeit so ziemlich alles durch , nun aber weiterhin positiv 🙂 wünsche ein schönes Wochenende

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