Die Chris Carter-Reihe

**Achtung – Dieser Beitrag kann Spuren von Werbung enthalten – Rezension**


Heute kündige ich mal eine kleine Rezensionsreihe an:-)

Begonnen hatte alles mit meinem Studium, für welches ich Recherche betreiben musste und nach wie vor muss. Es handelte/handelt sich um das Thema Thriller. Nun habe ich mich daraufhin mit vielen Autoren und verschiedenen Werken auseinandergesetzt und gelesen, was das Zeug hält. Dann wurde mir von einem lieben Menschen, der in diesem Genre bewandert ist, Chris Carter und sein Werk empfohlen. Da die Person die Werke sogar gleich parat im Bücherregal hatte, konnte der Spaß gleich losgehen und ich wurde schon nach der ersten Seite eingesaugt in die makabere und finstere Welt der Serienkiller. Nachdem ich die Reihe nun auch durch habe, dachte ich mir, dass ich daraus  eine Rezensionsreihe mache und euch die Bücher mal etwas näher bringe:-)
Zum Autor:

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1965 in Brasilien geboren als Sohn italienischer Einwanderer. Er studierte forensische Psychologie in Amerika und arbeitet dann in einem Psychologenteam der Staatsanwaltschaft. Später entschied er sich um und zog nach Los Angeles um Musiker zu werden. Gegenwärtig lebt er in London und ist Autor.
Der erste Band der Reihe ist DER KRUZIFIX-KILLER:
Eine bestialisch entstellte Frauenleiche wird gefunden. Detective Robert Hunter übernimmt als Ermittler den Fall. Der bestialische Killer hinterlässt an seinen Opfern ein Kreuz mit zwei Querbalken, dass er ihnen in den Nacken ritzt. Angeblich wurde dieser Killer schon vor Jahren festgenommen und zum Tode verurteilt, aber wie es scheint, musste der Falsche für die begangenen Morde büßen. Die Mordreihe beginnt von neuem und Detective Hunter und sein Partner Carlos Garcia widmen sich der Auflösung des Falls.
Ich gestehe, dass ich beim Lesen nicht mit diesem Teil begonnen habe, aber um die Chronologie einzuhalten, werde ich hiermit anfangen.
Bestialisch und makaber! So kann man die Ideen, die Chris Carter seinem Killer einflößt am besten beschreiben. Chris Carter beweist, dass es nicht immer blutrünstig sein muss, sondern, dass es schockierend und kreativ sein kann. Der Killer tötet seine Opfer stets auf grausame, aber auch auf durchdachte und ideenreiche Art. Als ehemaliger forensischer Psychologe war Chris Carter dadurch gut informiert und hat dieses Wissen sehr geschickt genutzt.
Seine Hauptfigur Robert Hunter ist wirklich eine Glanzleistung auf dem Gebiet der Erschaffung von Charakteren. Er ist ein ziemlicher Überflieger, der zu den Hochbegabten zählt und schon mit 23 Jahren einen Doktor vorzuweisen hatte. Arroganz oder Überheblichkeit liegen ihm jedoch gar nicht und so fährt er mit seinem rostigen Buick Lesabre durch die Straßen von Los Angeles. Auch die Biografie von Robert Hunter ist alles andere als schön, sodass diese Figur, trotz seiner herausragenden Intelligenz, immer auch ein wenig bemitleidet werden kann und man ihm auch seinen Arbeitserfolg gönnt. Robert Hunter überzeugt als Protagonist auf ganzer Linie. Chris Carter hat einen Charakter erschaffen, der wirklich dem wahren Leben entsprungen zu sein scheint, da er sowohl menschliche Stärken, wie auch menschliche Schwäche vorweist und trotz seiner Hochbegabung wie ein Jedermann daherkommt. So kann sich der Leser durchaus  mit diesem Charakter identifizieren, auch mit einem normalen IQ.
Die Figur des Carlos Garcia ist allerdings etwas schwach geraten. Wirklich überzeugend ist er nicht, auch wenn Carter durchaus versucht hat, ihm eine interessante Biografie anzudichten. Er wirkt stets ein wenig dümmlich und das nicht nur im Vergleich zu seinem Partner. Zudem hatte ich stellenweise oft das Gefühl, dass er als Figur einfach nur da war, weil er da sein musste. Letztendlich hätte er in dem Werk auch nicht sonderlich gefehlt, hätte man diese Figur einfach weggelassen.
Das Buch an sich ist wirklich spannend. Die Ideen, die Carter zu Tage fördert lassen einen doch sehr erschaudern und er hat definitiv ein Talent die Spannungskurve stets oben zu halten. Cliffhanger gibt es am Ende der jeweiligen Kapitel viele, allerdings macht es Carter für den Leser sehr interessant, denn der Cliffhanger wird entweder im nächsten Kapitel sofort aufgelöst oder aber erst viel später. So hat er stets die volle Aufmerksamkeit des Lesers, ohne den Ärger von ständigen Cliffhangern, die endlos nicht aufgelöst werden, wie es viele andere Autoren machen. Das nimmt mir immer sehr den Spaß beim Lesen raus.
Es ist zwar der erste Teil der Reihe, allerdings nicht der erste Teil, den ich gelesen habe, so habe ich doch gemerkt, dass Carters Schreibstil sich etwas verändert hat. Er wird besser! Der erste Teil hat Passagen, die einfach hätten gestrichen werden können, da sie nicht sonderlich zur Weiterführung der Geschichte beitragen. Manches gerät etwas lang und ist dann zum Schluss sogar unnötig. Dies erweckt etwas den Eindruck, als ob hier Seiten gefüllt worden sind, die nicht hätten gefüllt werden müssen. Wenn man darüber hinwegsieht, dann bietet das Buch alles, was ein guter Thriller bieten sollte: Spannung, eine gute Story, fantastische Recherche und überzeugende Figuren.
Wer Thriller mag, wird Chris Carter lieben.

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ISBN: 9783548281094
Seiten: 477

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