Wie gewonnen, so zerronnen…

Irgendwie ist das Thema doch interessant und brisant. Geld, das bunt bedruckte Papier, das kommt und geht wie Tag und Nacht.


Nach ein paar beantworteten Kommentaren, muss ich doch gestehen, dass ich mir weiterhin Gedanken darüber gemacht habe.

Die Frage, die ich mir gestellt habe, war: Der Wert des Geldes?

Tatsächlich hat Geld nicht immer den gleichen Wert für uns, selbst wenn die Summe gleich bleibt. Es kommt eben immer darauf an, woher es kommt.

Wenn man im LOTTO gewinnt oder Geld erbt, dann geht man tatsächlich anders damit um, als hätte man es selbst hart erarbeitet. Die Summe bleibt gleich, ob ich nun durch das LOTTO spielen zu Geld komme oder durch den Tod meiner Großmutter oder durch meine Arbeit. 100 000 Euro auf dem Konto sind und bleiben 100 000 Euro auf dem Konto.
Dennoch behandeln wir das Geld unterschiedlich. Geld, welches uns zufliegt, geben wir schneller und unbedachter aus, als Geld, welches wir selbst erarbeitet haben.
Wenn ich heute 500 Euro auf der Straße gefunden hätte, dann hätte ich mir sofort neue Schuhe gekauft und die schwarzen Stiefel, die in der Innenstadt in dem Laden im Schaufenster stehen, wären jetzt meine. Nun ist es nicht so, dass ich mir diese Stiefel nicht auch so leisten könnte, aber ich tue es nicht. Sie sind mir für den Preis etwas zu teuer. Woran liegt das? Wissen wir Geldgeschenke nicht wirklich zu würdigen? Vermutlich ist das ein Gedanke, der zutrifft. Dinge, die wir uns selbst erarbeiten, erachten wir als deutlich wertvoller, als Dinge, die man uns schenkt und das ist eben auch beim Geld so.
Diese Tatsache müsste uns eigentlich ein wenig beschämen, aber es ist so.
Wenn ihr also heute noch 500 Euro auf der Straße findet, dann überlegt ganz kurz, was ihr damit wirklich machen wollt:-)

6 Gedanken zu „Wie gewonnen, so zerronnen…

  1. 500 €, die ich auf der Straße finde, die habe ich zusätzlich im Geldbeutel und daher fällt es leichter, sie auszugeben. Du hättest ja auch direkt die Stiefel finden können – das käme aufs Gleiche raus, oder? Ich würde es auch für einen geheimen Wunsch ausgeben und nicht einfach sparen – vielleicht ist es ja andersrum traurig, dass wir unser hart erarbeitetes Geld nur für Nützliches ausgeben und nicht für die coolen Stiefel?! 😀

    … wobei: konsumieren tun die meisten Menschen ja trotzdem genug. Ob nun mit oder ohne unverhoffte Schatzfünde. Haben die den Wert des Geldes gänzlich verlernt und achten nicht einmal die hart verdienten Kröten?

    1. Das ist es ja😊Gefundenes Geld würden wir sofort für einen Wunsch ausgeben, den wir uns von unserem erarbeiteten Geld nicht sofort erfüllen würden. Wenn du durch nächtliche Überstunden 500 Euro mehr im Monat verdienst, gibst du das Geld dann auch für Wünsche aus?
      Achtsamkeit ist so ein Thema für sich. Ich finde das fehlt an allen Ecken und Enden und zwar in fast allen Bereichen. Ausnahme ist die Forderung der Beachtung eines selbst.
      Ich will ja auch nicht sagen, dass man sich nichts gönnen sollte, es ist nur ein bemerkenswertes Phänomen, dass gefundenes Geld uns leichter aus der Hand gleitet als verdientes und das, obwohl es letztlich aufs gleiche rauskommt und letztlich genauso viel Wert hat-eigentlich ❤️😊

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