Weil manche Menschen eben doch Prioritäten haben

Mein heutiges Fallbeispiel Nummer 2. Tatsächlich habe ich beim Lesen dieser Biografie erst bewundernd geschaut, dann laut gelacht und letztlich meinen Hut vor lauter Achtung gezogen.

Hättet ihr gerne eine Million und würdet gerne von der Welt bewundert werden?

Naja, vielleicht ein bisschen, wenn man ganz ehrlich zu sich ist. Je nachdem welchen Menschen man diese Frage stellt, fallen auch die Antworten darauf unterschiedlich aus.

Nun präzisiere ich mal meine Frage:

Würdet ihr gerne für eure bemerkenswerte und beeindruckende Arbeit Lob und Achtung bekommen?

Auf diese Frage kann man guten Gewissens schneller mit einem JA antworten.

Im Fall von Grigori Jakowlewitsch Perelman kriegt man in beiden Fällen ein NEIN.

Grigori Jakowlewitsch Perelman ist ein russischer Mathematiker. Ein Experte in seinem Fach. 2002 veröffentlichte er seinen Beweis der Poincaré-Vermutung. Diese besagt, dass solange ein geometrisches Objekt kein Loch hat, kann man es zu einer Kugel schrumpfen, stauchen, aufblasen…..

Diese Vermutung gehörte zu den im Jahr 2000 festgesetzten Millennium-Problemen, den sieben größten ungelösten Problemen der Mathematik, und ist davon das einzige, das bislang gelöst wurde.

Perelman wurde daraufhin mit der Fields-Medaille ausgezeichnet. Ehre, wem Ehre gebührt. Nun ja, eigentlich schlug er dies aus. Die Fields-Medaille ist sowas wie der Nobelpreis der Mathematik. Er schlug aber nicht nur das aus, sondern auch das Preisgeld von 1 Million Dollar.
Es ist nicht so, dass er das Geld nicht hätte gebrauchen können. Der Mathematiker lebt mit seiner Mutter zusammen, in einer Plattenbausiedlung in Sankt Petersburg.

Nun ja, das ist für mich tatsächlich ein klarer Fall von Prioritäten setzen. Anscheinend ist er mit seinem Leben komplett zufrieden, solange er an seinem Schreibtisch sitzen kann und über mathematischen Formeln grübeln kann. Wie viele hätten sich anders entschieden? Ist das jetzt Wahnsinn oder ist es zu bewundern? Ich denke, dass darf jeder für sich entscheiden und selbst wenn die Entscheidung auf Wahnsinn fällt, Perelman wird das auch ziemlich egal sein, selbst wenn die ganze Welt es denkt. Solange etwas nichts mit Mathematik zu tun hat, ist es für ihn schlicht und ergreifend unwichtig. Wahnsinn hin oder her, aber ich finde es zumindest bemerkenswert:-)

4 Gedanken zu „Weil manche Menschen eben doch Prioritäten haben

    1. Ja, die Priorität lag einfach woanders 😊Ich glaube, dass die Mehrheit sich da anders entschieden hätte. Ich auch🙈😊Aber es geht eben auch so und letztlich geht er so doppelt in die Geschichte ein😊😂🙃😉🤗🤓Wünsche dir einen schönen Tag ❤️

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