Montagslyriker Runde 5—der bilderreiche Sprachfärber

Einen wunderschönen guten Abend an alle Besucher und Leser:-)


Montag gehört zunächst einmal nicht zu den beliebtesten Tagen der Woche, aber Matthias Breimann von https://breimannswelt.wordpress.com/ und meine Wenigkeit geben uns auch heute wieder alle Mühe, euch die Abendstunden zu versüßen. Auch heute wird es wieder literarisch, denn der zweite, offizielle Montagslyriker der 5. Runde steht bereit für seinen großen Auftritt.
Er ist Performance-Slampoet, Konzeptkünstler und Moderator und nicht nur sein Lächeln ist entwaffnend. Mit seiner Sprachgewalt wird er heute Abend die Bühne rocken und euch mitnehmen auf seine ganz eigene Reise durch die Welt der Worte.
Als zweiter Montagslyriker hat er sich den fünf Fragen des Lebens gestellt und ihr dürft nun gespannt sein auf den heutigen Ehrengast.
Nun erstmal Trommelwirbel und einen lauten Applaus für den Mann des Abends:
Samuel Kramer

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1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?
Wenn mich ein Dämon zum Schreiben verführt haben sollte, dann ein sich meisterhaft tarnender.
Ich habe immer schon geschrieben. Davor hab ich gesprochen um des Sprechens willen.
Vielleicht auf der Suche nach Namen.

2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …
… gern auch mal allein bist.

3. Welche Götter verehrst du?
Ich finde die Formulierung merkwürdig und hatte kurz das Bedürfnis, Nietzsche zu zitieren. Aber: Ich empfand, besonders in meiner Teenager-Zeit, eine besondere Verbindung zu Hesse. Erich Fried. Zu Anfang des Studiums sehr beeindruckt von Jan Wagner. Inspiration durch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen, die auch komplexe Poesie auf die Bühne bringen. Künstler*innen anderer Richtungen wie On Kawara oder Dan Flavin (…).
Vor Kurzem hat mich ein Gedicht der neuseeländischen Autorin Jan Kemp sehr beeindruckt – „Swimming“. Ein neuer Text meinerseits ist davon inspiriert und trägt den gleichen Titel.
Außerdem „Botschaft“ von Hugo von Hoffmansthal. „[Gather your marginals…]“ von Ben Lerner. (…)

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?
Ich trete auf bei Poetry-Slams und ähnlichen Veranstaltungen, veröffentliche, wenn es gerade passt in Print und Internet – unter anderem auf teilversuch.wordpress.com.
Bei Facebook folgen kann man mir unter facebook.com/teilversuch.

5. Und nun, zeige dich!

 

Für R.

Dein Name sei ein Kreis wie das o in

Holz, auf dem ich barfuß laufe
in Wolle (an einem Schaf, wo
sie hingehört auf Wiesen, die in den
Horizont fallen) in Ton, in Vollkornbrot mit Margarine

dein Name sei das o in
morgen und oben schließt sich der  

 

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