Spieglein, Spieglein an der Wand…

Im Zentrum der Nacht, habe ich kurz mal nachgedacht:

Manchmal liegen Phantasie und Wirklichkeit ganz nahe beieinander, schmiegen sich so eng aneinander, dass wir gar nicht mehr unterscheiden können, wo die Grenzen wirklich sind. Manchmal sind sie auch wie Tag und Nacht und alle Grenzen sind klar definiert und klar ersichtlich.
Die Vorstellung nach den Sternen greifen zu können oder einzig durch Liebe Berge zu versetzen, beflügelt uns und gibt uns Kraft. Es gibt Momente, in denen es einfach besser ist eine Lüge zu leben, als sich von der Realität zerreißen zu lassen.
Wir alle brauchen Träume, Unwahrheiten und Phantasien, an denen wir uns entlang hangeln können. Daran ist nichts falsch. Nur so überleben wir letztlich das Kriegsgebiet des Alltages, in dem wir uns hin und wieder befinden.
Im banalen Trott der Wirklichkeit erscheint uns das perfekte Glück oft ungreifbar. In unseren phantastischen Wäldern aus bunten Farben liegt das perfekte Glück stets griffbereit vor uns.
Es ist eine Mammutaufgabe, sich nicht in diesem Dschungel von Regenbögen und Kobolden zu verlieren.
Doch die Realität ist hartnäckig und klopft immer wieder an unsere Tür.
Vielleicht sind wir alle ein bißchen wahnsinnig und zerrissen. Wir leben immer irgendwie dazwischen, zwischen Phantasie und Wirklichkeit, zwischen der Selbstwahrnehmung und der Fremdbeurteilung, zwar im Hier und Jetzt, aber auch im Gestern und im Morgen.
Was ist real und was nicht?
Eigentlich müssten wir durchaus klar definieren können zwischen Wahrheit und Lüge und doch ist es manchmal schwerer, als wir denken.
Ich bin zwar durchaus ein Freund der Wahrheit, aber was ist tatsächlich besser:
Eine Lüge, die uns am Leben hält oder eine Wahrheit, die uns vernichtet?

5 Gedanken zu „Spieglein, Spieglein an der Wand…

    1. Des Pudels Kern 😊Schließen wir doch einfach einen Pakt:😊Wer zuerst die Antwort in Erfahrung bringt, der sagt dem anderen einfach Bescheid 😉
      Hab einen schönen Tag 💚❤️

  1. Der Mensch, das „Durchschnittswesen“ kann nicht anders: zu heiß – zu kalt, zu weit – zu nah, zu hoch – zu tief, zu groß – zu klein, zu fest – zu locker,…. 🔃

    Also ist, gemäß von „die einzige Konstante ist die Veränderung“ der Mittelweg der einzig gangbare. Ein bisschen Wahrheit, aber nicht zu viel, ein bisschen Traum, aber nicht zu viel, ein bisschen Ehrlichkeit, aber nicht zu viel, ein bisschen Lüge, aber nicht zu viel…..
    Wir alle leben vielleicht mehr in einer Scheinwelt, als uns bewusst ist…. oder ist es uns am Ende doch ganz schön bewusst!? 😉

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