Der Faust der Gegenwart

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„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust…Die eine will sich von der andern trennen.“


Den meisten von euch wird dieses Zitat bekannt sein, denn es handelt sich um einen Klassiker der Weltliteratur, nämlich um Johan Wolfgang von Goethes FAUST.
FAUST ist wahrscheinlich das bedeutungsvollste literarische Werk, das von Goethe geschaffen wurde, doch war er nicht der erste, der sich mit der historischen Figur Johann Georg Faust auseinandersetzte.
Geschichtlich betrachtet war dieser nämlich ein eigenwilliger Mann, der um 1480 geboren wurde und, so wird angenommen, sein Leben bei einem alchimistischen Experiment um 1540 lassen musste. Er galt als Naturwissenschaftler, Mediziner,Theologe! Böse Zungen nannten ihn auch Gaukler, Wahrsager, Hypnotiseur oder Wandermagier. Fast könnten wir behaupten, dass er eine Art Superman der damaligen Zeit war, der Zeit der Inquisition, der Hexenverfolgung und der Reformation. Nach seinem Tod wurde ihm ein Pakt mit dem Teufel nachgesagt und so entstand die literarische Figur.

Heute möchte ich euch ein Projekt vorstellen, welches von zwei Schreibern ins Leben gerufen wurde und welches sich genau mit diesem Thema, FAUST, beschäftigt.
FAUST in der Neuzeit, in der Gegenwart, ist das möglich?
Davon dürft ihr euch natürlich selbst ein Bild machen, aber ich möchte euch zunächst einmal das Projekt präsentieren und füge mal ein Zitat aus Goethes Faust hinzu:
„Zwar weiß ich viel, doch möcht ich alles wissen.“
So erging es mir, als ich die ersten Bilder, Sätze, Textpassagen und Aphorismen auf der Seite:
@johannfaust.de
gesehen und gelesen habe.

 

Ihr müsst hierzu natürlich wissen, dass ich Goethes FAUST liebe. Es ist mein Lieblingsbuch und wenn ich nur das Wort FAUST höre, dann fange ich an zu schwelgen und zu zitieren.
Diese Seite zog mich magisch an und ich wollte mehr und zudem auch noch mehr darüber erfahren.
Was ist das?
Wer ist das?
Warum habe ich es bisher nicht gefunden?

 

Das Projekt wurde ins Leben gerufen und wird am Leben erhalten von zwei Schreibern, die sich zwar tagsüber pflichtbewusst durch ihren Arbeitstag meistern, aber nach Feierabend ihrer Leidenschaft für das Schreiben und für FAUST nachgehen.
Das Projekt heißt — das ist der offizielle Name — »infaust. Ein Magdeburger Reimfaust.«

 

Jetzt habt ihr schon ein wenig mehr Informationen, denn diese Zwei haben es sich zur Aufgabe gemacht einen eigenen FAUST zu schreiben. Zudem möchten sie so auch noch ihre Heimatstadt Magdeburg bewerben, zur Kulturhauptstadt Europas 2025.
Ein recht schweres Unterfangen möchte mancher vielleicht jetzt meinen, aber schauen wir einmal genauer hin:
Gedichte zu schreiben, begannen beide 1983, im zarten Alter von dreizehn Jahren. Ein paar Jährchen später trafen sie dann aufeinander und sind seitdem ein Dreamteam. Was ist das schönste an einer Freundschaft?
Natürlich wenn sie lange währt und zur Lebensfreundschaft wird, aber eben auch, wenn man gemeinsam einen Traum träumt und sich diesen mit der Hilfe des anderen auch erfüllen kann.

 

Wer sich jetzt fragt, wieso den FAUST, der kriegt die Antwort nun geliefert und zwar von den Herren selbst:

Mit unserem „Faust” verfolgen wir drei Ziele:
Erstens wollen wir – ganz schnöde – unterhalten, nicht weniger als das. Dabei möchten wir jedoch eine intelligente Klientel ansprechen.
Zweitens wollen wir einen (berechtigten oder unberechtigten) Anspruch geltend machen, unserer Fantasie freien Lauf zu lassen. Wir wollen zeigen, dass jeder eine Geschichte zu erzählen, Wünsche zur Erfüllung hat, dass in jedem von uns Faust und/oder der Teufel stecken kann; außerdem, dass dieser Stoff ein ungeahntes Potential an Möglichkeiten für jeden von uns birgt.
Und drittens, und da bin ich wieder bei dem Punkt, wollen wir zeigen, dass unsere Sprache, die Sprache der Dichter, Denker und Philosophen, die Sprache der Weltliteratur, dass unser Deutsch eine lebendige Sprache ist, eine vielfältige, wohlklingende Sprache, eine Sprache mit Niveau und Anspruch, eine gar wundervolle, würdevolle Sprache, die mehr ist als ihr Ruf, die mehr ist als die Sprache der Schulhofgänger, Politiker, Journalisten oder Werbefuzzis und Grafiker.

 

Spätestens jetzt wissen wir, auf welchem Niveau wir uns befinden und das diese Idee von einem neuen, einem anderen FAUST nicht einfach mal so entstanden ist, sondern tatsächlich Hand und Fuß hat und eben auch Niveau, Konzept und Klasse.

 

Bei diesem FAUST handelt es sich um ein historisches Gedicht des 16. Jahrhunderts.Sprachlich ist es angelehnt an die Sprache des 18. und 19. Jahrhunderts und wir haben hier Parallelen zu aktuellen Themen.
Genau dies liefern die Zwei auch ab und ich liebe meine morgendliche Dosis FAUST, denn darauf ist immer Verlass, dass sie jeden Morgen neue Bonmots aus ihrem Repertoire zaubern und dies mit ihrer Gemeinschaft teilen.
Diese Zwei haben ihren eigenen, wundervollen Weg gefunden FAUST, den schweren FAUST, dem Leser von heute näher zu bringen.
Wie Goethes FAUST schon sagte:
„Im Anfang war die Tat!“

 

Ich liebe dieses Projekt wirklich, denn meinen Geschmack trifft es vollkommen und ich darf wieder ein passendes Zitat anführen:
„Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch.“

 

Während ich hier nur Goethes Faust zitiere, erschaffen diese zwei Schreiber gerade ihren neuen, anderen, eigenen FAUST und wurden sogar schon von einem Verlag gefunden. Ganz richtig, sie wurden gefunden, denn das ist immer das Beste.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Schmökern, Lesen und Schauen auf ihrer SEITE

Ich werde weiter über dieses Projekt berichten, denn ich finde diese Idee einer neuen Inszenierung von FAUST einfach magisch und ich schließe mit diesem Zitat:
„Denn eben wo Begriffe fehlen, // Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.“

 

2 Gedanken zu „Der Faust der Gegenwart

  1. Meine liebe Mia,

    hin und weg bin ich, überwältigt; meine Brust ist geschwellt, und ich bin enorm gewachsen! Was für liebe und aufschlussreiche Worte!
    Ein wenig muss ich mich erst mal fassen, denn jeder, dessen Projekt, dessen Leidenschaft bei anderen wohlwollende Beachtung findet, ist verständlicherweise erfreut, ja sogar stolz. Hat er jedoch deine Aufmerksamkeit erregt, ist dies ein Grund, ganz besonders stolz zu sein! Umso mehr, wenn ihm dann auch noch die Ehre zuteil wird, einen eigenen Beitrag gewidmet zu bekommen, denn wer dich kennt, weiß, dass du ein aufmerksamer und analytischer Leser bist, der die Poesie, die Lyrik liebt, der ehrlich sein Lob verteilt.
    Und wer dich ein wenig besser kennt, weiß, dass du es zurzeit, gelinde gesagt, nicht eben einfach hast, dass du aber dennoch unglaublich viel Zeit aufbringst für andere Menschen, die dir etwas bedeuten, dass du voller Energie und Leidenschaft bist für all deine Arbeit.
    Liebe Mia, auch im Namen meines besten Freundes Guido, mit dem ich den Faust geschrieben habe, will ich mich ganz herzlich bedanken für deinen großartigen Beitrag, für deine hervorragende Werbung, für all deine Aufmerksamkeit, die du uns damit entgegenbringst.
    Vielen, vielen lieben Dank. 😘🤗

    1. Es freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt. Ich finde eure Idee einfach ganz fantastisch und stolz dürft ihr da alle Male sein, auch fernab meiner Meinung, denn es ist einfach ein wundervolles und innovatives Projekt❤️❤️Ich habe es hier gerne vorgestellt und werde auch weiterhin dranbleiben:-)
      Liebsten Dank

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