Antistigma- der erste Schritt

Hallo an euch:-)
Jetzt komme ich mal zu dem Thema, mit welchem ich mich schon seit Jahren beschäftige und nun werde ich mich damit sehr intensiv auseinandersetzen.

 
Es geht um die Stigmatisierung von Menschen mit einer psychischen Erkrankung.
Wie es nun mal so ist, beschäftigen sich viele erst damit, wenn es sie persönlich betrifft und machen sich sonst recht wenige Gedanken, was für eine Wichtigkeit diese Thematik hat.
Das liegt nicht zwangsläufig an Desinteresse. Es liegt auch sehr daran, dass wir in einer Zeit und in einer Gesellschaft leben, in der diese Problematik wenig besprochen wird und solange man selbst nicht in Verbindung damit tritt, setzt man sich damit auch nicht weiter auseinander.
Psychische Erkrankungen sind nach wie vor ein Tabuthema. In einer Leistungsgesellschaft haben wir zu funktionieren und Probleme, welcher Art auch immer, haben da nicht viel zu suchen.

 
Natürlich werden wir hier und da darauf aufmerksam gemacht, aber es betrifft uns nicht.

 
Selbstmord und Depressionen kriegen wir mit, meistens medial, wenn ein Prominenter traurigerweise seinem Leben eigenständig ein Ende setzt. Plötzlich ist es da, das Thema Depression und Suizid, aber ein paar Tage später doch wieder vergessen.

 
Wir nehmen auch Essstörungen wahr, aber das ist für viele nicht mal eine echte Erkrankung. Soweit unten sind wir in der heutigen Zeit schon angekommen, dass wir Bulimie als „gesellschaftsfähig“ ansehen. Ich habe in meinem Leben schon viele dumme Dinge gehört, aber das gehört unter die Top 3 meiner Favoriten der menschlichen Dummheit. Viele kennen noch nicht mal den direkten Unterschied von Anorexie und Bulimie. Und ich könnte mich darüber aufregen, aber ich weiß auch, dass es eben an mangelnder Aufklärung liegt und diese kommt eben daher, dass wir nicht darüber reden.

 
Ähnlich sieht es bei der Schizophrenie und der multiplen Persönlichkeitsstörung aus. Der Oberbegriff ist die Psychose, aber es sind zwei verschiedene Erkrankungen!

 
Aufgrund des mangelnden Wissens und der fehlenden Aufklärung katapultieren wir uns selbst und die Menschen, die es betrifft in eine Situation, in der niemand sein müsste. Wir beurteilen, verurteilen, kritisieren und stigmatisieren und oft wissen wir gar nicht, worum es wirklich geht.
Neben den Erkrankungen selbst ist die Stigmatisierung aller Betroffenen das Schlimmste. Diese Stigmatisierung wird sogar auf das Umfeld übertragen, auf die Freunde und selbstverständlich auf die Eltern.

 
Es wird Zeit, dass wir aufstehen und endlich anfangen zu sprechen, zu kommunizieren, uns auszutauschen und versuchen zu verstehen. Dass wir Ängste und Unwissen abbauen und endlich aufhören mit dem Abstempeln und den sinnfreien Kritiken.

 
Ich beginne damit, zunächst meine Geschichte zu erzählen und flechte nach und nach alle Gebiete und Themen rund um psychische Erkrankungen und Stigmatisierung ein.
Dies wird nun ein wichtiger Bereich auf meinem Blog werden, dem ich mich regelmäßig widmen werde.
Das ist sicher nicht viel, aber es ist mein persönlicher Schritt Richtung Antistigmatisierung und Aufklärung.

 
Wer will darf gerne mitlesen und mitkommentieren. Ich würde mich sehr darüber freuen.
Das ist der erste Schritt und morgen geht es weiter:-)
Ich wünsche euch alles Liebe und passt auf euch auf.

4 Gedanken zu „Antistigma- der erste Schritt

  1. Mia, wenn Du es denn zulassen kannst, dann umarme ich Dich jetzt einmal ganz fest. Und ich setze ein DANKE hinzu. Es ist so groß, wie Du es Dir nur irgendwie vorstellen kannst.

    Ganz liebe Grüße an Dich ❣

    1. Liebsten Dank und die Umarmung nehme ich gerne an:-)
      Es freut mich, dass es Zuspruch findet und wenn du interessiert bist, dann kannst du auch jederzeit alles ohne große Suche nachlesen, denn extra hierfür habe ich einen neuen Menüpunkt angelegt und eine neue Kategorie-ANTISTIGMA. Da werden dann alle Beiträge chronologisch sein:-)
      Liebste und umarmende Grüße

  2. Der Oberbegriff von MPS (multiple Persönlichkeitsstörung) ist nicht Psychose, denn dabei handelt es sich nicht um eine psychotische Erkrankung.
    Es ist wichtig diese beiden Krankheiten auseinander zu halten, sie können aber auch wie bei mir, beide gleichzeitig auftreten.

    1. Das ist richtig. Das habe ich tatsächlich etwas waghalsig formuliert. Der Begriff Psychose ist tatsächlich auch sehr weit gefächert und betrifft nicht nur die Schizophrenie. Tatsächlich passt Oberbegriff nicht zur MPS, da stimmt absolut. Werde ich in meinen Beiträgen noch alles genauer erörtern und dann auch mehr ins Detail gehen. Wobei ich dann mehr Acht geben werde auf meine Formulierungen. Liebsten Dank für den Anreiz und den Einwurf an dieser Stelle. Gerne weiterhin ein Auge drauf haben, damit es auch nicht zu solchen Schnitzern kommt:-)
      Liebste Grüße und alles Gute dir weiterhin:-)

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