Jammern als Lebensstil

Kennt ihr jammernde Menschen?


Bestimmt, denn jeder hat in seinem nahen Umfeld so einen Stinkstiefel, aber ich meine eine ganz eigene Spezies, solche Menschen, die einfach keine echten Probleme haben, aber aus jedem Fliegenschiss ein Problem machen:

Es ist zu heiß, zu kalt, sie haben so wenig Zeit, zu wenig Geld, ihre Liebe wird nicht erwidert, die beste Freundin ist so gemein, sie haben eine dm von irgendwem bekommen und da stand was beleidigendes drin…..Ich bin ein friedliebender Mensch, aber bei solchen Geschichten kommt meine düstre Axtmörder-Seite gedanklich durch.

Auf dieser Welt gibt es wirklich genug echte Probleme. Wir müssen gar nicht nach Afrika reisen, sondern uns einfach nur umschauen. Menschen erkranken schwer, sei es körperlich oder seelisch, alte Menschen leiden Hunger in ihrem Zuhause, weil die Rente nicht reicht, allein erziehende Elternteile leben am Existenzminimum und wissen nicht, wie sie ihre Kinder ernähren sollen, aber unsere unerwiderte Liebe ist natürlich wichtiger. Hier komme ich nochmal mit meiner Regel:

Trag dein Herz keinem hinterher, der es nicht will!

Ein wenig mehr den Verstand einschalten und ein klein wenig den Egoismus runterschrauben wäre schön. Viele jammern auf so hohem Niveau, dass ich kein Mitgefühl aufbringen kann. Wenn das einzige Problem darin besteht, dass unsere Liebe nicht erwidert wird oder wir eine beleidigende dm bekommen haben, dann haben wir wirklich Probleme, aber die sind dann ganz anderer Natur.

Solange wir genug zu essen haben, ein Dach über dem Kopf, Menschen, denen wir wichtig sind, sollten wir dankbar und glücklich sein. Und wenn wir gesund sind, dann sollten wir demütig und voller Dankbarkeit in die Knie gehen, denn es gibt genug Menschen in unserem nahen Umfeld, die dieses Glück nicht haben.

Seien wir also dankbar für das, was schön und gut ist in unserem Leben und regen wir uns einfach nicht über unnötigen Mist auf.

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10 Gedanken zu „Jammern als Lebensstil

  1. Vielleicht lernten diese Menschen nicht, mit dem glücklich zu sein, was sie tatsächlich besitzen. So etwas schaut man sich ja auch als Kind gerne ab. Wer weiß …
    Verstehen kann ich es persönlich auch nicht. Dankbarkeit lernte ich nicht nur durch die Familie, sondern auch durch zahlreiche Schicksalsschläge.

    1. Es ist irgendwie traurig, weil du Schicksalsschläge erwähnst, aber es stimmt leider. Oft sind es die negativen Erfahrungen, die uns die Augen öffnen und uns das meiste an Erfahrung schenken, sodass wir manches dann anders betrachten. Muss wirklich erst das Unheil über uns hereinbrechen, damit wir die Welt anders sehen? Anscheinend ist das der Fall:-(

  2. Hey Mia, solche Menschen sind wirklich anstrengend und man muss sich bei einigen wirklich gut angrenzen, um nicht davon zu stark beeinflusst zu werden. Dennoch glaube ich, dass bei einigen Menschen das „schlechte Wetter“ und „zu wenig Geld“ nur oben aufliegt und die eigentlichen Probleme darunter liegen und verdrängt werden. Andererseits glaube ich, wie du es schon sagst ist bei manchen Menschen das Jammern Lebensstil bzw. Smalltalk, sie wollen darüber jammern. Jammern ist für einige Menschen ein normales Gesprächsthema. Vor allem wollen sie dass du ihnen zustimmst. Am besten gut abgrenzen von diesen Vampiren.

    1. Das ist ein wirklich guter und interessanter Gedanke und ich danke dir für diesen Ansatz:-) Vielleicht sollte ich das auch mal so betrachten, dass die eigentlichen Probleme noch tiefer liegen und dann ist es wirklich traurig und man kann letztlich auch nur Mitleid haben. Das nimmt dem Ganzen doch sehr viel aggressive Kraft raus:-)
      Liebste Grüße

    2. Ja, mich hat sowas auch oft genervt. Bei manchen Menschen fiel mir auf, als ich sie privater kennenlernte, dass diese große Probleme hatten, von denen sie nie sprachen. Die Unzufriedenheit darüber wird dann wahrscheinlich aufs Wetter projiziert. Da fehlt es oft auch an Ehrlichkeit und Offenheit ggü. sich selbst. Hängt wohl mit der Angst zusammen, sich verletzlich zu machen. 🤔

      Muss natürlich nicht bei jedem so sein. Für andere ist das scheinbar wirklich ein normales Gesprächsthema. Vielleicht auch „Psychohygiene“ – sie haben ihren Frust los, der Gegenüber schleppt diesen nun mit sich herum.

      1. Psychohygiene:-) Ich kippe vom Stuhl😂😂Das ist gut👍👍

        Ja, bei manchen ist das sicher einfach auch eine Art Hobby😳🥺

        Deinen Ansatz finde ich aber wirklich gut. So hatte ich es im Speziellen bisher noch gar nicht betrachtet, aber das klingt sehr plausibel, auch wenn man es sicher nicht verallgemeinern darf. Man kennt ja das Prinzip, der schlechten Laune, die man an anderen auslassen will, ob beabsichtigt oder unbewusst, aber das ist es. Ist wirklich passend:-)🙏🙏

      2. Ich werde es behalten und das hilft mir sicher beim nächsten Mal ruhiger und wenig augenrollend zu sein😂😉🤗👍

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