Schreibatelier Mia-Lesson 22: Spannung 6(Ende)

Hallo am heutigen Freitag:-)
Ich begrüße euch ganz herzlich in meinem Schreibatelier Mia und hier geht es heute weiter mit der Reihe:

Wie baue ich in meinen Texten Spannung auf?

Wie ich es letzte Woche bereits angekündigt habe, beenden wir heute diese Reihe, sodass wir nächste Woche ein neues Kapitel aufschlagen können und mit einem neuen Thema weitermachen können.

Heute gibt es also die letzten paar Ideen, Vorschläge und Inspirationen, wie ihr eure Texte spannend gestalten könnt.

 

 
27.NEUGIER WECKEN
Orte, Gegenstände und Personen können Neugier und Spannung wecken, wenn der Leser sie noch nicht kennt, aber gerne kennen lernen würde.

Das Prinzip von:

Show don’t tell

hatte ich euch bereits erklärt und genau hier könnt ihr es sehr gut einsetzen. Vor allem bei den Orten und den Gegenständen habt ihr die Möglichkeit euch kreativ auszuleben. Je genauer ihr etwas beschreibt umso interessanter und fesselnder ist es für den Leser.
Vorsicht sei geboten bei Personen!
Neue Figuren und Figuren überhaupt sollten immer einen Sinn erfüllen und wichtig sein für die Geschichte oder sie sollten wichtig sein um die Geschichte voranzutreiben. Bitte setzt keine Figuren ein, um einfach nur Figuren einzusetzen. Eine Figur einzusetzen, die keinen Sinn für die Geschichte erfüllt, ist immer überflüssig, selbst wenn sie noch so interessant und innovativ sein mag.

28. FASZINATION
Macht, Geld, Wissen, Erfolg, Hass, Intrigen sind Dinge, die den Menschen schon immer fasziniert haben und auch faszinieren werden. Arbeitet mit diesen Themen. Wie, dass müsst ihr natürlich selbst entscheiden, aber die Faszination ist hier sicher vorhanden.

29. GEFAHR
Jede Art von Gefahr ist dazu geeignet, Spannung zu erzeugen. Der Leser erlebt die Geschichte beim Lesen mit. Das Schöne am Lesen ist eben dieses Gefühl von mittendrin und doch entfernt. Wir leiden, wenn unsere Helden leiden und wir fiebern mit, wenn unsere Helden und Lieblinge in gefährliche Situationen geraten. Traut euch also eure Helden auch mal in Gefahr zu bringen. Ihr könnt sie ja jederzeit wieder aus der desolaten Lage herausschreiben:-)

30. UNGEWÖHNLICHES
Es sind die ungewöhnlichen und nicht die alltäglichen Dinge, die deinen Leser interessieren. Im wahren Leben fürchten wir uns manchmal vor dem Anderen und dem Ungewöhnlichen, aber beim Lesen werden wir mutige Forscher und trauen uns plötzlich auch in den tiefsten Dschungel oder rennen hinaus aufs Schlachtfeld. Auch das Fremde und Sonderbare wird hier direkt vom Leser erforscht oder will erforscht werden. Genau hier liegt der Reiz und genau hier dürft ihr ansetzen.

31. DETAILS
Pikante Details können – in der richtigen Situation erwähnt – schnell Spannung erzeugen. Einfach mal schnell was einstreuen, in Form einer kurzen Aussage oder eines kurzen Satzes. Entweder in einem Dialog oder aber als Gedankenblitz. Das alles dann auch erstmal unkommentiert stehen lassen und weitermachen mit dem bisherigen. Die Aufklärung folgt später und der Leser wird neugierig bleiben, wie und was oder wo und warum?:-)

32. MYSTISCHES
Lass mystische Dinge geschehen.
Das funktioniert in jedem Genre, wenn du am Ende allerdings eine rationale Erklärung ablieferst. Diese Erklärung sollte auch wirklich nachvollziehbar sein, denn sonst macht alles keinen Sinn und der Leser wird dir einen solchen Fehler wirklich sehr übel nehmen.
Ja, wir dürfen eben auch mit Mystik arbeiten, aber bitte immer so, dass keine ungeklärten Dinge einfach in der Luft hängenbleiben. Auch hier will dein Leser den Aha-oder Wow-Effekt erleben oder zumindest nachvollziehen können, was passiert ist, wie es passiert ist und warum es passiert ist;-)

33. FEHLER
Lass deinen Charakter Fehler machen, gerne auch offensichtliche, dann kann der Leser mitfiebern und mitleiden und ist dem Charakter gleich deutlich näher. Wir kennen das alle, dass wir Fehler machen. Wir machen auch mal dumme oder witzige Dinge, also sollte dein Charakter dies auch tun. Wie bereits erwähnt sollte jede Figur, die du erschaffst real und authentisch sein. Je mehr sich ein Leser mit dem Charakter identifizieren kann, umso mehr wird er wissen wollen, wie es mit der Figur weitergeht. Erschaffe Charakter, die wirklich menschlich und echt sind, denn damit überzeugst du deinen Leser immer am schnellsten und am besten. Es ist auch gar nicht wichtig, ob dein Held gut oder böse ist, wichtig ist tatsächlich nur, wie real und authentisch du ihn präsentierst und wirken lässt.
An dieser Stelle sind wir durch mit der Reihe und es waren doch ein paar Punkte mehr, als ich ursprünglich geplant hatte, aber wenn wir schon mittendrin sind, dann machen wir es auch richtig:-)

Ich hoffe, dass ihr auch heute ein wenig was für euch und eure Schreibstunden mitnehmen konntet und freue mich auf die nächste Woche und das nächste Kapitel:-)

Ich wünsche euch einen schönen Start ins Wochenende und hoffe, dass ihr auch nächste Woche wieder dabei seid, in meinem Schreibatelier Mia:-)

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