Gedanken zur Langeweile

Hallo am Mittwoch:-)

Die Mitte der Woche haben wir also erreicht und den Abend nun auch.
Der Tag neigt sich seinem Ende entgegen und langsam kehrt Ruhe ein.
Habt ihr Abendrituale?
Angeblich sollte jeder sowohl Morgen- wie auch Abendrituale haben.
Ich persönlich mache am Abend gerne Pläne für den nächsten Tag. Ich setze mich dann bewusst hin und schreibe meine To-do-Liste. Ich mache das wirklich gerne. Es entspannt mich und ich kann mich mental besser auf den kommenden Tag einstellen. Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich so ein #plannernerd bin. Spontanität ist nicht so ganz mein Ding. Das mag man jetzt auch kritisieren, aber so sind die Menschen eben verschieden. Ich bin eben gerne auf Dinge vorbereitet, zumindest soweit man das eben kann, denn Kontrolle haben wir bekanntlich über fast nichts.
In letzter Zeit schaue ich mir auch gerne mal eine Dokumentation auf Netflix an. Das ist irgendwie entspannend für mich, wenn ich mir Dschungeltiere oder Korallenriffe anschaue. Das gehört aber nicht wirklich zu meinen Abendritualen. Das ist neu und sicher auch bald wieder verworfen.
Wie ihr feststellen müsst, bin ich ein recht langweiliger Mensch, anscheinend:-)

Nun, auch das kann man kritisieren, aber ich persönlich finde es gut. Es ist auch keine Langeweile an sich, sondern eher, dass ich dieses ruhige, fast bescheidene Leben ganz gerne mag. Ich habe mich über Jahre durch meine Krankheiten und durch persönliches Chaos gekämpft und nun schätze ich die Ruhe, die Bescheidenheit, die Routine und vielleicht auch die Langeweile. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich das Gefühl habe, angekommen zu sein. Angekommen bei mir und angekommen in den Armen von meinem Lieblingsmensch:-*

In seinen Armen pocht mein Herz nach wie vor schnell, aber auf eine andere Art.

Ich fühle mich nicht mehr so ruhelos und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass Stehenbleiben manchmal auch was sehr Wundervolles haben kann.
Damit meine ich keinen Stillstand, sondern eben Rituale Ob am Morgen, am Abend oder einfach so.
Habt ihr Rituale oder könnt ihr welche empfehlen?
Liebste Abendgrüße an euch:-)

Ein Gedanke zu „Gedanken zur Langeweile

  1. Was Du beschreibst, liebe Mia, ist weder Langeweile noch langweilig. Es ist für mich eine Form der Erdung, des zu sich Findens, der Einkehr. Sie erscheint mir sehr aufrichtig, sehr authentisch, weil Du nicht viel dafür brauchst.

    Ja ich habe Rituale. Mein wichtigstes ist ein Abendritual, das ich IMMER vor dem Einschlafen praktiziere, schon im Bett liegend. – Zunächst schlage ich ein Kreuz, dann lege ich meine beiden Hände auf meine Brust. Ich atme drei-, viermal bewusst ein und aus, spüre die Ruhe und Wärme meiner Hände, fühle MICH.

    Dann gehe ich auf Gedankenreise zu jenen Menschen, die in meinem Herzen wohnen. Zu jedem einzelnen davon. Dazu gehören nächste Angehörige, meine besten, wirklichen Freunde, Menschen mit denen mich Emotionen verbinden, denen ich gern Stütze und Hilfe sein möchte, die ich schätze. – Bei einigen verstärke ich beim Gedanken an sie, den Druck meiner Hände auf meine Brust ein wenig mehr oder weniger. Dann und amit schenke ich ihnen eine Umarmung. Ich verbinde meine Gedanken oft mit Wünschen, manchmal mit einem kleinen Gebet.

    In meine Gedankenreise sind vor allem lebende Menschen einbezogen, aber auch solche, die schon nicht mehr am leben sind, die ich aber in meinem Herzen weiterleben lassen möchte.

    Zum Ende meines Rituals denke ich an alle Menschen, die in irgendeiner Form leiden müssen und schicke für sie Bitten in den Himmel und dafür, das Liebe auf Erden sei, vor allem für alles, was lebt.

    Das Ganze dauert in der Regel ein paar Minuten. Jeden Abend. Nur , wenn ich sehr erschöpft oder müde oder krank bin, spreche ich nach dem Auflegen meiner Hände auch mal nur ein paar kurze Gedanken, die all die genannten Menschen einschließen, in die Nacht.

    Ich weiß nicht mehr ganz genau, wann ich mit diesem Ritual begonnen habe. Inzwischen praktiziere ich es aber schon einige Jahre, wesentlich bewusster und ganz regelmäßig seit meiner Erkrankung vor gut fünf Jahren. – Das mit dem Auflegen der Hände ist erst vor knapp zwei Jahren hinzugekommen – eine mir inzwischen seehr, sehr lieb gewordene Freundin, hat das letztlich „initiiert“. Ich bin ihr sehr dankbar dafür, denn es ist letztlich ein besonderes Besinnen auf sich selbst, was ich vormals nie verfocht oder gar praktiziert habe.

    Ich bemerke gerade, dass ich mein Ritual noch nie so ausführlich öffentlich beschrieben habe. – Aber ich bereue es nicht, obwohl es ja etwas sehr Persönliches ist.

    Ich fühle mich damit und dadurch immer wieder mit Menschen verbunden, was angesichts meiner Erkrankung sehr wichtig ist. –

    Vielleicht kann es insoweit ja eine Anregung für andere sein.

    Ganz liebe Grüße an Dich, liebe Mia. Bleib‘ bitte so „langweilig“ wie Du bist 😉

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