Schreibatelier Mia: Lesson 33 Schreibspaß

Hallo an euch und willkommen in meinem Schreibatelier Mia:-)

Heute soll es hier mal um den Schreibspaß schlechthin gehen;-)
Beim Kreativen Schreiben geht es nicht nur darum unterhaltsame Texte zu verfassen, sondern es muss auch um den Spaß selbst gehen, den man bereits beim Schreibprozess haben sollte.

Der Leser merkt durchaus, ob der Schreiber Spaß bei der Arbeit hatte. Das hat tatsächlich nichts mit dem Thema zu tun, sondern mit der Einstellung, mit der wir an die Schreibarbeit gehen.

Beim Kreativen Schreiben gibt es keine Richtlinien, keine direkten Angaben, was richtig oder falsch ist. Hier ist alles erlaubt und je mehr Spaß es macht, umso besser wird dann das Ergebnis.

Es ist der Effekt, den es auch in vielen anderen Bereichen des Lebens gibt. Je mehr uns etwas interessiert, umso neugieriger sind wir und umso besser ist unsere Konzentration und umso höher ist unsere Begeisterung und umso besser dann das Ergebnis.

Wenn du dir mit Mühe und Not etwas aus den Fingern saugen musst, dann wird es auch genau so bei deinem Leser ankommen.
Wenn du schon keine Freude beim Schreiben hast, wie soll dann der Leser Freude beim Lesen haben?

Die Frage ist hierbei oft:
Gibt es Strategien, mit deren Hilfe du den Schreibspaß praktisch üben kannst?

Ich muss zunächst mal enttäuschen, denn direkt Strategien gibt es nicht. Was es allerdings gibt, sind Übungsaufgaben, die dir dabei etwas helfen können.

Ein paar Aufgaben möchte ich heute mit euch durchgehen:-)

1. Rhetorische Mittel
Es gibt viele rhetorische Mittel. Ich werde auch noch dieses Kapitel hier besprechen, aber heute gibt es die rhetorischen Mittel als Vorschlag.
In dieser Übung geht es darum, dass wir uns ein Mittel aussuchen und dann damit in unserem Text arbeiten. Es ist eine Übungsaufgabe, also kein Vorschlag für euch solche Texte zu verfassen, wenn es um eure direkte Schreibarbeit geht.
Nehmt beispielsweise den Vergleich!
Nehmt eine einfache Alltagsszene, wie das Zähneputzen und schreibt eine Minigeschichte dazu. Die Aufgabe dabei ist allerdings, dass ihr in jedem Satz oder auch in jedem zweiten Satz einen Vergleich vorbringt.
Natürlich solltet ihr euch hierbei ein paar Gedanken machen:-)
Mal kann es ein lustiger Vergleich sein, ein makaberer Vergleich oder ein ironischer.
Versucht diese Aufgabe dann mit einem anderen rhetorischen Mittel und tobt euch mal richtig aus.
2. Figurensprache
Neulich haben wir das Thema Charaktere erschaffen bearbeitet. In dieser Aufgabe geht es ebenfalls um deine Figuren und um ihre Sprechweise.
Nehme dir deine Figur vor und verleihe ihr eine eigene Sprechweise.
Sie könnte vielleicht einen Dialekt haben oder nur durch Fremdworte kommunizieren oder sie ist vielleicht aus dem Ausland und spricht einen Mix aus Deutsch und einer anderen Sprache.
Setze deiner Figur nun eine andere Figur gegenüber und lasse sie kommunizieren.
3. Deine Helden
Die meisten Schreiber sind auch begeisterte Leser. Spannend sind immer die Figuren in den Büchern. Jeder hat seine Lieblinge. Genau mit diesen Lieblingen können wir arbeiten.
Nehme dir eine Figur vor und telefoniere mit ihr, gehe zu einem Date mit ihr, schaue dir ein Theaterstück an, mache einen Sauerbraten mit ihr oder sonstiges.
Diese Begegnung oder dieses Treffen sollst du dann aufschreiben, sowohl den eventuellen Dialog, wie auch das Treffen.
Und seien wir doch mal ehrlich, wie genial wäre es denn, wenn wir wirklich einen ganzen Tag mit unserem absoluten Lieblingshelden verbringen könnten:-)
Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und wünsche euch noch einen schönen Freitag:-)
Liebste Grüße

Mia

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