Alexander Kirton: MEMENTO MORI ET CARPE DIEM – DER TOD ALS MOTIVATION

Werbung, unbezahlt*
Ich grüße euch ganz herzlich an diesem Montagabend:-)

Heute möchte ich selbst nicht viel sagen, denn heute lasse ich einen Gastautor sprechen.
Ich hatte ihn bereits vorgestellt und heute ist er auch textlich hier vertreten und er wird selbst zu Wort kommen.

Es handelt sich um Alexander Kirton
Alexander Kirton – Vorstellung

Er ist der Kopf der Aktion Avantgarde. Das ist ein Konglomerat freier Geister und Idealisten.

Hier verlinke ich mal seine Seiten und sein Projekt:
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Aktion Avantgarde Instagram
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Heute setzt er sich mit dem Thema Leben und Tod auseinander und am besten ist es, wenn ihr euch selbst ein Bild macht:-)

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Alexander Kirton
MEMENTO MORI ET CARPE DIEM – DER TOD ALS MOTIVATION
Obgleich stets bedacht, das Unumgängliche zu verzögern, oder gar das Unumgängliche zu umgehen, ist das Streben nach einem niemals endenden, irdischen, körperlichen Sein unablässig mit einer herben Enttäuschung verbunden. Wird dann der letzte Atemzug genommen, so vermag ich anzunehmen, ist der Schmerz der Erkenntnis, das eigene Leben vergeudet zu haben, von enormer Größe und womöglich schlimmer als das Ableben an sich. Wie einem solch starken Schlag ins Kontor vorgebeugt werden kann, möchte ich nun in dem folgenden Text beleuchten.

Wohl wissend, dass unser letztes Hemd keine Taschen hat, kann der Materialismus niemals der Weg der Erfüllung sein. Kein Geld und kein Gold können wir ins Jenseits mitnehmen, dessen Wert im Diesseits hoch ist, doch letztenendes nichts zählt. Auch der Hedonismus, das unbeschwerliche Frönen der eigenen Existenz, das Suhlen in Selbstgefälligkeit wie die Schweine im Dreck ist einer Inschrift auf dem Grabstein nicht wert. ,,Hier wird gefressen von Würmern unser Freund, der Hedonist. Er lebte für nichts, er kämpfte für nichts und er starb für nichts.“ So bitter dies auch klingen mag, doch endet die Existenz der Hedonisten mit ihrem Tod. Wer hingegen auch nach dem Tod weiterleben möchte, hat einen anderen Weg einzuschlagen.

Wie Traditionen durch generationenübergreifende Weitergabe am Leben erhalten werden, kann auch der Mensch in den Erinnerungen, in den Erzählungen seiner Kinder und Kindeskinder sie auf ewig geleiten. Einen solchen Platz in den Geschichten der Nachwelt gilt es jedoch zu verdienen, sich zu erarbeiten. Wer im Diesseits schafft, kann im Jenseits ruhen. Wer den Tag nutzt, kann am Ende beruhigt des Schnitters Hand ergreifen und mit ihm von dannen ziehen.

Wie Lieder längst verstorbener Musiker Generation später noch immer beglücken oder gar Trost spenden, wie die Werke Johann Wolfgang von Goethes, Friedrich von Schillers oder Theodor Körners noch immer begeistern, so können auch wir etwas schaffen, das uns überdauert und in dem unsere weitere, wenn auch nicht körperliche Existenz gesichert ist.

Ganz gleich ob als Musiker oder als Schriftsteller, ganz gleich, ob wir als Architekten die Heimat gestalten oder sie als politische Akteure versuchen zu erhalten, ganz gleich ob wir als Wissenschaftler oder als Theologen unserer Nachwelt Ideen mit auf den Weg geben – wir alle haben die Chance, die Nachwelt zu prägen.

Dies zu erkennen, ist wahrlich kein mit Mühen verbundener Akt, doch danach zu leben, womöglich schon eher. Die Nachwelt geprägt, hat niemals der Pöbel, niemals die Herde, doch schon immer der Denker. Geschichte schreiben bekanntlich die Sieger und Sieger im Kampf mit uns selbst haben wir zu sein, um Geschichte zu schreiben.

Lethargie hingegen ist der Zustand der Schwachen. Lethargie ist der Zustand derer, deren Gräber keine Inschrift tragen werden. Lethargie im Diesseits führt letztendlich zum Zustand des Vergessenwerdens, verrottet der eigene Korpus erst einmal in dem von Nässe durchsetzten Boden. Ist das Fleisch nun abgenagt von den Knochen, so vergessen selbst die Würmer den einstigen Menschen, dessen Potential er zu Lebzeiten im blinden Befriedigen seiner Gelüste oder in Untätigkeit vergeudete.

Das Bewusstsein, den Tod nicht hinterlisten zu können, das Bewusstsein, eines Tages zu Staub zu zerfallen, sollte uns keine Angst machen. Sich unserer Sterblichkeit bewusst zu sein, ist ein guter Ansporn, eine gute Motivation nun endlich zu handeln, um uns in den Erinnerungen unserer Nachwelt zu verewigen. Memento mori et carpe diem! Bedenke den Tod und nutze den Tag!

Alexander Kirton Instagram

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