Schreibatelier Mia: Lesson 42-DIE KURZGESCHICHTE 2 (Theorie&Praxis)

Hallo an euch:-)


Heute gibt es hier wieder mein Schreibatelier Mia und es geht weiter mit DER KURZGESCHICHTE.

Letzte Woche haben wir uns mit der Entwicklung der Kurzgeschichte beschäftigt und haben auch ein paar Wegbereiter und Autoren kennengelernt.

Heute möchte ich mit den weiteren Details der Kurzgeschichte fortfahren.

Was genau ist eigentlich eine Kurzgeschichte?
Wie definieren wir eine Kurzgeschichte?

Diese Fragen können nicht wirklich beantwortet werden.
Eine genaue Definition gibt es nicht.

Leser, Autoren und Literaturwissenschaftler können diese Fragen nicht eindeutig beantworten.

Wir können uns jedoch annähern, wenn es um eine Begrenzung der Kurzgeschichte geht.
Das verlässlichste Merkmal ist die Länge bzw. die Kürze.
Laut Ansicht, beträgt der Umfang einer Kurzgeschichte 1 bis 30 Normseiten.
Diese Angabe ist jedoch sehr wage, denn es gibt auch epische Kurzformen, die zur „Gattung“ Kurzgeschichte zählen und deutlich mehr Seiten aufweisen.
Den Begriff klassische Kurzgeschichte gibt es so nicht in der Literaturwissenschaft. Hier bezeichnet man sie als Full Plot Short Story. Die deutsche Sprache liefert hierfür keine Übersetzung.

Eine weitere Möglichkeit der genaueren Definition liegt bei den inhaltlichen Merkmalen.

Diese werden wir uns nun genauer anschauen!

Wir haben hier folgenden Aufbau:
1. Exposition
2. Handlung/Konflikt
3. Auflösung
4. Schluss/Pointe/Wende

Diese strukturellen Bestandteile ergeben eine Kurzgeschichte.

Gehen wir diesen etwas genauer auf den Grund!

1.Exposition:
Hier beginnt die Kurzgeschichte. Das ist die Einführung in die örtlichen Gegebenheiten, die Zeitbestimmung und hier tritt der Protagonist auf.
Wir beschreiben also den Raum;-)

2. Handlung/Konflikt:
Eine Kurzgeschichte besitzt einen Handlungsstrang.
Der Protagonist gerät in Schwierigkeiten. Schreibtechnisch spricht man hier vom Konflikt.
Für gewöhnlich hat die Full Plot Short Story eine abgeschlossene Handlung nach den Regeln der Heldenreise. Die Heldenreise folgt nächste Woche:-)
Mit der Beschreibung des Konflikts entsteht der Spannungsbogen, der bis zum Ende anhält.
Hier passieren dann die Abendteuer;-)
Der Handlungsstrang beinhaltet, dass der Protagonist sich aus der schwierigen Situation befreit.

3. Auflösung und das Ende:
Ob eine Geschichte gut oder schlecht ausgeht, das entscheidet der Autor. An diesem Punkt siegt oder verliert der Held. Schreibtechnisch sprechen wir hier vom Auflösen des Konflikts.
Zum Schluss kann die Geschichte auch in einer Pointe münden.

In den sechziger Jahren haben Autoren die Kurzgeschichte dann allerdings etwas anders konzipiert. Darauf werden wir noch eingehen!

Das wäre allerdings der „klassische Aufbau“.

Zusammenfassung:
1.Exposition=Anfang der Geschichte
Zeit, Ort, Figur=Ausgangssituation

2.Handlung
Einführung in den Konflikt und Entwicklung des Konflikts

3. Auflösung des Konflikts (Ende)
Der Held siegt oder verliert.
Es kann allerdings auch zu einer Wende oder Pointe kommen.

Die Wende oder auch die Pointe wird von einigen Literaturkritikern abgelehnt.
Persönlich finde ich jedoch, dass das die Königsdisziplin ist und sie selten einem Autor wirklich gut gelingt.

Das wäre zum Einstieg erstmal genug:-)
Nächste Woche gehen wir dann der Heldenreise auf den Grund und es werden nicht die Helden des Montags sein;-)
Die Montagslyriker gibt es dann wieder am Montag:-)

Liebste Grüße an euch und bis dahin:-)

75710040.jpg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.