MONTAGSLYRIKER 8: Tobias Schiller-Die Welt der Anderen/Zwei Pfade

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Herzlich Willkommen bei den Montagslyrikern und beim Startschuss für die 8. Runde:-)
Heute Abend geht es los und wir starten auch gleich mit einer geballten Ladung an Literatur:-)
Mein werter Kollege Matthias Breimann und ich fungieren wieder als nettes Beiwerk am Rande, denn heute geht es um Ihn!
Mit der Liebe fing alles an und letztlich ist sie eben auch das, was die Welt am Laufen hält und gehört zur größten Inspirationsquelle.
Unser erster Teilnehmer der 8. Runde ist Autor und hat erst kürzlich ein neues Buch herausgebracht, welches ich euch am Mittwoche nochmal genauer vorstellen werde.
Heute Abend dürfen wir ihn aber etwas persönlicher kennen lernen und stellen euch heute Tobias Schiller vor.
Sein neustes Werk trägt den Titel:Die Welt der Anderen /Zwei Pfade  

Sein Titel ist Programm, wenn wir uns gerade auch in der Welt umschauen. Wir könnten gar nicht passender beginnen, denn die Welt der Anderen ist letztlich auch unsere Welt und wir haben auch immer die Wahl zwischen zwei Pfaden. Entscheiden wir uns für das Miteinander oder für das Gegeneinander?
Herzlichen Dank an Tobias Schiller

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Tobias Schiller Seite
1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?
Lea. Mit ihr hatte ich in meiner Jugend die erste Beziehung mit bedeutsamen Gefühlen. Mit ihr hatte ich auch meinen ersten richtigen Kuss und intimere Erfahrungen.
Als sie diese Beziehung beendete, bin ich tief gefallen. Mit Stift und Papier konnte ich mich aus diesem Abgrund befreien. So entstand auch ein prall gefüllter Ordner mit Gedichten, den ich aber leider nicht mehr habe.
Seitdem ist das Schreiben für mich wie ein Dialog zwischen mir und… ja, vielleicht ist es sogar ein Dämon, eine Seele oder gar Magie? Auf jeden Fall ist es etwas durchweg Positives, Bereicherndes und Erfüllendes für mich.

2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …
Ich bin ein Macher und rede deshalb nicht viel (und womöglich manchmal zu wenig). Zeit ist wertvoll und für mich oft nur dann, wenn etwas Wahrhaftiges gesprochen oder getan wird. Besserwisser kann ich echt nicht leiden.
Leider vergesse ich gerne, dass man auch einfach mal etwas genießen sollte. Telefonieren macht mir überhaupt keinen Spaß.
Hingegen liebe ich Gespräche unter vier Augen und besonders dann, wenn mir jemand von seinen Gedanken, Plänen, Gefühlen und Problemen erzählt. Ich bin ein guter Zuhörer und versuche Menschen zu helfen, die ein gutes Herz in sich tragen.

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3. Welche Götter verehrst du?
Den echten (Friedrich) Schiller. Niemand sonst hat mich lyrisch so tief berührt und zum Nachdenken gebracht. Ansonsten gibt es eine ganze Liste von Personen aus unterschiedlichsten Bereichen, denen ich gerne zuhöre oder die mich inspirieren.
Um mal ein paar Namen zu nennen: Sylvester Stallone, Martin Scorsese, Richard David Precht, Curse (Michael Kurth) oder auch ein Wolf Dieter Storl. Daneben fällt mir noch Leonardo DiCaprio ein, dessen Einsatz für die Umwelt (teils auch mit seinen Produktionen) ich sehr schätze. Ebenso wäre da noch Joaquin Phoenix zu nennen, der sich schon lange für Tiere einsetzt und auch als Produzent oder Erzählstimme in diesen Bereichen auftaucht.
Last but not least: Dr. Michael Greger, dessen Buch „How not to die“ ich absolut empfehlenswert finde.

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?
Alles, was in meiner Macht steht! Zurzeit kann man (leider) nur Online-Lesungen machen, aber davon habe ich bereits drei live abgehalten. Allgemein sind meine Video-Aktivitäten auf YouTube zu finden. Die Website Tobias Schiller Seite ist hingegen als Knotenpunkt für mein Dasein als Autor gedacht. Dort gibt es alle wichtigen Links.
Ansonsten bewege ich mich im Bereich Social-Media hauptsächlich auf Instagram Tobias Schiller Instagram
Mit dem super lieben @schreibmind auf Instagram habe ich auch bereits ein fast 90 minütiges Podcast-Interview gemacht und ich freue mich über jede neue Gelegenheit. Ich bin da offen und allzeit bereit – egal, ob Video, Audio oder Text. Pressemitteilungen und Foren-Posts sind ebenfalls schon in Planung.

5. Und nun, zeige dich!

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Amazon Books Tobias Schiller

Leseprobe:
Seite 55
Wir meinen, dass wir intelligent und zivilisiert seien. Das sind wir nicht. Wir können nachdenken, aber unsere Gedanken sind verkrüppelt. Wir stellen uns und unsere Gier über das, was uns das Leben geschenkt hat. Keine Spur von Demut. Keine Spur von Dankbarkeit.
Wir töten, wir vernichten und wir beuten aus. Wir verfolgen einen niederen Zweck, der nur ein Leben lang dauert. Ein Zweck, der alle anderen beleidigt und demütigt, die nach uns kommen. Als fütterten wir die eigenen Kinder mit Gift in der Hoffnung auf Genesung unserer eigenen verdorbenen Seele. Wir heucheln einen guten Willen, doch stillen mit Tod und einem kranken Lächeln. Als wäre eine Sekunde mehr wert, als ein ganzes Leben. Als wäre unser Leben auf diesem Planeten mehr wert, als der Planet selbst. Die feurigen Tränen dampften auf meiner Haut. Mein Kopf war gesenkt und meine Glieder fühlten sich schwach.
Wie sollte ich so bloß aus dieser Ruine entkommen? Aus dieser Traurigkeit in mir wurde langsam Panik. Dann erneut: Das Plätschern in der Dunkelheit und ein dumpfer Knall. Ich riss meine Augen auf und plötzlich konnte ich sehen.

Seite 95/96
Als der Feuerball etwas weiter vorne zerschellte, drang ein schriller Schrei durch den Tunnel. Das Feuer rang sich an mehreren dünnen Beinen entlang und offenbarte nur kurz, was dort auf uns lauerte:
Es war eine Mutter der Dunkelheit-so hatten es zumindest die Ferraner in ihren Erzählungen beschrieben: Eine gewaltige Spinne mit etlichen gelben Augen und gelbem Pelz an ihrem Körper.
Die älteren Ferraner unter uns erzählten, dass sie ihre Opfer mit Gift bespuckt bevor sie diese tötet. Ein Gift, das selbst die stärkste Haut zersetzt und diese verwundbar für ihren Stachel und ihre Klauen macht. Sie sprachen einst in einer geselligen Runde am Feuer darüber und ich hatte sie heimlich belauscht. Viele von uns hatten wir in früheren Zeiten wohl an sie verloren, als wir Steine aus einer Höhle für unser Dorf beschaffen wollten. Mein Vater soll einer der wenigen Ferraner gewesen sein, der gegen sie gekämpft und überlebt hatte. Meine Fragen dazu hatte er stets ignoriert.
Nun stand ich da-mitten in diesem ewigen dunklen Tunnel-und eine Mutter der Dunkelheit stand nicht weit entfernt von mir.

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3 Gedanken zu „MONTAGSLYRIKER 8: Tobias Schiller-Die Welt der Anderen/Zwei Pfade

  1. Sehr nachdenkliche berührende Zeilen.
    Ich wünsche Tobias daher viele Leser und weiterhin
    ein offenes Ohr für die Geschichten anderer, aus denen er
    möglicherweise neue Geschichten formt.

    1. Ein tolles Buch👍Empfehle es dir mal😉Ich denke, dass es dir gefallen könnte🤓
      Und liebsten Dank, dass du uns hier noch unterstützt und mit dabei bist🙏Du bist ja schon erfahren darin🤗😎🤝🤝💜

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