Montagslyriker 8: Muhammed Neruda-Mehr sehen im Jetzt und es festhalten fürs DANN!

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Hallo an euch:-)

Wir befinden uns mittendrin in der 8.Runde der Montagslyriker und auch heute stellen wir euch einen jungen, talentierten und kreativen Kopf vor, der unsere Bühne rocken wird;-)
Mein werter Kollege Matthias Breimann und ich stehen als Randfiguren bereit, denn der Abend gehört IHM.
Seine Inspiration findet er überall. Er saugt sich am Eindruck fest, am Moment und bringt diese Dinge dann voller Gefühl aufs Papier.
Neben der Muse im Außen, die ihn täglich küsst, greift er gerne auf sein Innerstes zurück, auf sein Gefühl, sein Erleben und Erfahren und kleidet dies in Worte.
Ihn treibt das Verlangen nach dem „mehr sehen“, als eigentlich zusehen ist. Dies sucht er im Jetzt um es für die Ewigkeit festzuhalten.
Seine Worte malen Bilder und heute teilt er diese mit uns.
Nicht nur die Worte und Bilder werden heute geteilt, sondern auch seine tiefsten Gefühle legt er uns vor, denn die Liebe gehört zu seinen wichtigsten Themen.
Lassen wir nun ihn selbst zu Wort kommen, das Wort ergreifen und unsere Bühne rocken:-)
Herzlich Willkommen
Muhammed Neruda

76368493Muhammed Neruda INSTAGRAM
1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?
Ich kann mich nicht wirklich mit dieser Frage anfreunden, weil es viel zu oberflächlich für mich ist.
An manchen Tagen inspiriert mich ein Gespräch, eine Geschichte die mir jemand erzählt, manchmal ist es das Bild einer Frau, was mich zum Schreiben bringt.
Selbstverständlich auch eigene Erfahrungen und das, was man selbst erlebt hat. Für mich ist es viel zu komplex als das ich es auf ein zwei Punkte reduzieren könnte.
Für mich resultiert das Schreiben aus meiner subjektiven Art, die Dinge wahrzunehmen und zu fassen.
Ich glaube , das Verlangen danach ist in meinen Tiefen verankert.
Das Verlangen danach „mehr zu sehen“ als eigentlich da ist und meine Eindrücke und Erlebnisse, auf eine intensive und eigenen Weise wahrzunehmen, auszumalen und auszudrücken.

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2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass ich…
Ich habe chronische Verspannungen und gelegentlich auch Zwangsneurosen 🙂

3. Welche Götter verehrst du?
Pablo Neruda

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?
Ich publiziere meine Gedichte auf Instagram und finde Plattformen, wie diese eine ist, eine sehr coole Sache, wodurch junge Künstler und Kunstschaffende ein Sprachrohr bekommen und die Möglichkeit haben mehr Leser zu erreichen
Und danke dem Montagslyriker-Team für diese Möglichkeit.

5. Und nun, zeige dich!

In der Art und Weise wie du mich ansiehst finde ich Leben.
Ohne dich kann ich nicht sein. Lass uns umgeben von den Lichtern. Lass mal die Nacht bei Seite lass uns Tag sein.
Halte meine Hand so dass du den Augenblick in deinen Händen haltest. So bleibt die Zeit stehen. Regentropfen gefrieren in der Luft. Die Nacht holt aus zu einem zärtlichen Kuss. Der Wind umgibt uns. Doch um uns herum herrscht Stille. Die Stille herrscht nicht über uns. Sie gibt sich dem Augenblick. Sie fügt sich unserer Liebe.
Sie fügt sich unserem da sein. Als gäbe es keine andere Form von Leben auf dem Planeten. Die Stille bringt uns an einem anderen Ort und wir fliegen Fort. Als wären wir zwei Tauben.
In deinen Blicken sehe ich die Welt. Sie sehen mich an aus der Ferne. Sie leuchten hell doch liegen im Dunkeln. Siehst du zu mir rüber erscheint es mir so, als blicke ich zu den Sternen, die am Nachthimmel funkeln. In deinen Aromen finde ich die Süße des Lebens. In deinem Duft sehe ich die Lebenslust. Sie umgibt mich ohne, dass Sie dich verlässt. Ich lasse los und werde Eins mit dem Moment.
Deine Schönheit ist kein Monument. Denn Sie geht über die physische Existenz. Sie ist wiederzufinden in den schönen Dingen dieses Lebens. Der zarte Sommerregen, der meinen warmen Körper abkühlt erinnert mich an dich.
Der leise Wind der die Blätter zum rascheln bringt erinnert mich an dich. Die Schneeflocken, die sich über dem Horizont legen erinnern mich, denn Sie gleichen Federn als wären Sie Seide keine gleicht dem anderen in Ihrer Art und Weise. Das leise Mondlicht erinnert mich an dich. Sie ist vollkommen und dennoch ganz allein. Lass uns den Augenblick festhalten, etwa nicht durch ein Bild.
Lass uns Ihn festhalten in dem wir beide den Augenblick ersetzen. Wir sind umgeben von dem Wind und dem Regen.
Wir leuchten auf die Erde herab wie ein aus der Ferne leuchtender Stern. Wir sind die Glut in dem eisernen Kern.

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Ich danke Gott für mein Schicksal, denn es war mir vorbestimmt dich zu treffen. Ich danke Gott für jeden Atemzug, der mich am Leben hielt.
Ich warte auf dich so wie die Küste darauf wartet, dass eine stürmische Welle hinaufschlägt.
Ich warte auf dich so wie die Rose auf das Licht.
Ich warte auf dich wie der trockene Sand auf den Regen soll dieser Pfad endlos sein meinetwegen.
Es scheint mir ein Traum doch ich warte auf dich wie die Wurzel unter einem standfesten Baum.
Ich warte auf dich wie die Erde nach dem Licht.
Ich warte auf dich wie der Tag auf die Nacht wartet. In stille und Vernunft, in Geduld.
Meine Geduld ist wie ein Regentropfen, der in die Erde hineinfließt. Sie gibt mir Wärme und umschließt.
Ich werde es nicht erzwingen ich werde auf dich warten so wie die Rose, die sich der Sonne hingibt und in Ihrem Licht aufblüht.

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Verberge mein Geheimnis, als wärst du eine Blume, die das Licht in seiner tiefsten Wurzel versteckt.
So als wärst du die Wüste.
Verberge es als wärst du die Nacht.
Ich ergebe mich dir in der Stille, ohne jeglichen Zweifel.
Um uns herum herrscht die Stille, Nein! Sie herrscht nicht über uns, Sie fügt sich unserem Dasein.
Wir halten den Moment fest.
Dein Licht gleicht nicht dem Licht der Sonne, denn es kommt selten zum Vorschein. Doch in dem Augenblick, in dem es meinen jungen Körper umgibt, wird meine Trauer zum Fest.
Halte meine Hand, so dass du den Augenblick in deinen Händen haltest. Halte meine Hand, so dass du mein Herzschlag in deinen Händen haltest.
Unsere SEELEN nähern sich einander.
Sie fügen sich und werden eins, so dass Sie in den tiefsten Abgrund des Ozeans fallen.
Wir ersetzen den Augenblick, in dem wir beide zu dem Augenblick werden.
Wir ersetzen die NACHT.
In dem aus dem hellsten Licht unserer Liebe, die DUNKELHEIT ERWACHT.
Muhammed Neruda

Ein Gedanke zu „Montagslyriker 8: Muhammed Neruda-Mehr sehen im Jetzt und es festhalten fürs DANN!

  1. Oi, oi, oi. sehr gefühlvolle Zeilen die Muhammed Neruda den Lesern der heutigen Montagslyriker da mit auf den Weg gibt. Im übertragenen Sinne macht er seinem Gott und Namensvetter, Pablo Neruda mit seinen so friedvollen Worten alle Ehre, der „Dichtung stets als als ein Akt des Friedens“ bezeichnete. Viel Erfolg bei den Lesern und viel Freude beim Schreiben.

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