Montagslyriker 8: Tobias W. Krampitz_wo die Dunkelheit sich einnistet und Wortbilder erschafft

Dieser Beitrag enthält Werbung, unbezahlt*
Hallo an euch:-)


Die Montagslyriker stehen heute wieder am Start und mein werter Kollege Matthias Breimann und ich stehen schon, in schwarz gekleidet da, denn es wird etwas düster;-)
Er selbst ist als Mensch eigentlich nicht so düster, aber seine Schreibkunst ist es durchaus. Vielleicht liegt es an der engen Freundschaft zu seinem persönlichen Dämon, der im beim Kaminfeuer stets neue Bilder und Geschichten in den Kopf pflanzt:-)

Mit Bildern fing alles an, denn es war zunächst das Zeichnen, was ihn am Schreibtisch hielt. Doch irgendwann wollten die Ausgeburten der Fantasie in Worte gekleidet werden und seitdem kann er nicht mehr aufhören. Je blutiger desto besser lautet hier das Motto. Wenn Köpfe und Eingeweide durch die Gegend fliegen, fühlt er sich richtig wohl, auch wenn seine Themenbereich mehr als nur das Düstre und Makabre beinhalten. Die Neugierde plagt ihn und stets hat er eine Frage auf den Lippen. Dabei muss man allerdings immer auf Themenwechsel und Abschweifungen gefasst sein, denn sein kreativer Geist gibt niemals Ruhe und überfällt ihn auch in seinen Träumen.
2012 brachte er sein erstes, eigenes Werk heraus, dass den zahmen Titel PESTENGEL trug und in diesem Jahr legte er als Selfpublisher nochmal nach und zwar mit seinem aktuellen Buch: Die Bürde des Zerfalls
Die Bürde des Zerfalls wird aus 2 Bänden bestehen, die den Auftakt zu einer Reihe aus Insgesamt 5 Büchern werden soll. Da steht also noch einiges an, worauf sich seine Leser freuen dürfen:-)
Nun aber genug von uns und nun darf er selbst zu Wort kommen!
Herzlichen Dank und herzlich Wollkommen
Tobias W.Krampitz


Tobias W. Krampitz Instagram  

1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?
Meine Mutter erzählt mir immer wieder gerne über ein Erlebnis aus der Grundschule.
„Frau Krampitz, mit Tobias verhält es sich so: Im Sommer ist er aufmerksam und verfolgt den Unterricht und im Winter starrt er verträumt aus dem Fenster und vergisst die Welt um sich herum.“
Ich glaube, dass der Dämon, der mir meine Kreativität ins Hirn gepflanzt hat, sich bereits vor langer Zeit bei mir eingenistet hat. Eines Abends hat er angeklopft, die warme Stube betreten und sich am Kaminfeuer gemütlich gemacht. Dort sitzt er noch immer und schmeißt eifrig Plastikflaschen ins Feuer, damit mich die Plastikdämpfe langsam in den Wahnsinn treiben. Dabei ging der Dämon sehr subtil vor. Über Umwege brachte er mich zum Schreiben. Zuallererst förderte er andere Interessen. Stundenlang saß ich an meinem Schreibtisch mit Bleistift, Radiergummi und Anspitzer und habe Dinosauriercyborgs und Kriegsmeerschweinchen gemalt (Leider habe ich Dumpfbacke die irgendwann alles entsorgt. Dabei waren die echt cool. Zumindest in meiner Erinnerung. In der Realität war es bestimmt nur Gekritzel. Erst mit 14 wurde mein Interesse auf das Schreiben gelenkt. Der Grund dafür ist banal. Ich wollte meine Deutschnote verbessern. Auch von diesen Erzeugnissen ist nichts geblieben. Doch der Dämon blieb hartnäckig hatte er mich doch bald dort, wo er mich haben wollte. Er lenkte meine Aufmerksamkeit auf das Zeichnen, das mir noch immer die meiste Freude bereitete. Eines Tages war es dann so weit. Es war mir nicht mehr möglich die Ausgeburten meiner Fantasie in gezeichneter Form aufs Papier zu bringen. Bis auf ein paar wenige Bilder (Die habe ich allerdings immer noch) wollte mir nichts mehr gelingen. Doch was sollte ich stattdessen tun? Der Dämon zeigte es mir und ich fing wieder an zu schreiben. Diesmal richtig … Es folgten Kurzgeschichten, ich probierte einigen Schwachsinn aus. Manches war lustig, manches ekelhaft und grausam, anderes einfach nur dämlich und bescheuert. Erst 2012 schaffte ich es ein Buch zu schreiben den „Pestengel“. Ein chaotisches Werk, das aus verschiedenen Gründen bei denen, die es gelesen haben, Kopfschmerzen verursacht hat. Ich habe nie versucht das Buch zu veröffentlichen, aber ich rede heute noch gerne darüber. Es gingen noch weitere Jahre ins Land, bis die Bürde des Zerfalls ans die Tür zu meinem Gehirn klopfte, womit wir im Hier und Jetzt angekommen wären.

2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …
Ich bin sehr neugierig. Wenn ich etwas wissen will, frage ich einfach. Damit kann nicht unbedingt jeder umgehen. Ich denke mir häufig: Ich darf zwar alles fragen, muss aber nicht alles wissen. Jeder, der schon mal das Vergnügen oder Pech hatte, sich mit mir intensiv über irgendwas zu unterhalten, wird das bestätigen können. Irgendeine Person postet irgendwas Interessantes und kurz darauf kommt ein wildgewordener Tobi aus der Versenkung gekrochen und quetscht sie oder ihn aus. In der Realität mache ich das nur bei Leuten, die ich kenne. Wer spricht schon gerne in der Realität mit Leuten, die er nicht kennt? (Ich nicht! Es reicht ja schon, dass ich auf der Arbeit mit denen telefonieren muss.)

Eine weitere Eigenheit, auf die man gefasst sein muss, sind spontane und scheinbar willkürliche Themenwechsel und Abschweifungen, bei denen der Ursprung des Gesprächs schlicht und ergreifend vergessen wird. Man beginnt mit fleischfressenden Pflanzen und endet mit der Erfindung der Dampfmaschine.

Ich habe einen sehr makabren Sinn für Humor und eine extrem dreckige Lache. Je blutiger desto besser. Vermutlich schreibe ich deshalb hauptsächlich über Vampire und Söldner.

Gibt es noch irgendwelche wichtigen Eigenschaften? Ich bin mir nicht einmal bei den bereits genannten sicher, ob das gute oder schlechte Eigenschaften sind. Mal überlegen. Ich träume, ständig vor mich hin. Nein, ihr wollt nicht wissen, was mir dabei durch den Kopf geht. Das will ich meistens nicht mal selber wissen.

3. Welche Götter verehrst du?
Es gibt eigentlich keinen Autor, den ich direkt verehre. Geprägt haben mich einzelne Werke aber nicht das Gesamtwerk eines Künstlers. In meiner Kindheit war Harry Potter sehr wichtig für mich, immerhin handelte es sich um meinen ersten Ausflug ins Genre Fantasy. Als ich älter wurde, durfte es schon mal was Härteres sein. Mein Vater hätte besser aufpassen sollen, welche Bücher er mich lesen lässt. Unter seinem Bett hatte er einen Koffer mit alten Taschenbüchern von Dean Koontz. Diese schaurigen Werke kombiniert mit Stephen Kings „ES“ waren für einen 13-Jährigen dann doch etwas zu viel des Guten. Seitdem konnte es mir nicht grausam genug sein. Hauptsache es flogen Köpfe und Eingeweide durch die Gegend. Für mein eigenes literarisches Schaffen wurde jedoch erst „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin relevant. Das war für mich die erste Buchreihe, in der ganz offen die Grenzen zwischen Gut und Böse ausgehebelt wurden. Mir wurde klar, dass ich genau das ebenfalls machen wollte.

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?
Das ist eine gute Frage, die ich gerne weitergeben möchte. Wie es ist niemand anderes da, der die Frage beantworten kann? Wo ist mein Verlag, wenn ich ihn mal brauche? Richtig, ich habe gar keinen Verlag. So ein Dreck. Ich muss alles selbst machen. Ich bin noch in einer Selbstfindungsphase, die durch meine unglaubliche Faulheit erschwert wird. Am häufigsten bin ich aus diesem Grund auf Instagram unterwegs @tobi.wojtek.Den Dreh habe ich jedoch noch nicht ganz drauf. Nebenbei forsche ich noch an einer passenden Wurftechnik, die ich benötige, um mein Buch potentiellen Kunden an den Kopf zu werden. Das Ziel ist das Opfer so zu treffen, dass es glaubt, das Buch tatsächlich aus eigenem Antrieb gekauft zu haben, während ich die Bewusstlosigkeit ausnutze, um den Kaufpreis aus dem Portmonee zu entwenden.

5. Und nun, zeige dich!
Mein literarisches Schaffen ist noch sehr überschaubar. Bislang besteht es nur aus einer Veröffentlichung „Die Bürde des Zerfalls Band 1“ und dem „Pestengel“, der auf meiner Festplatte vor sich hingammelt. Ich habe jedoch viel geplant. Die Bürde des Zerfalls wird aus 2 Bänden bestehen, die den Auftakt zu einer Reihe aus Insgesamt 5 Büchern werden soll. Danach verlasse ich den Schauplatz und widme mich anderen Orten in meiner Welt.

BÜCHER:

Die Bürde des Zerfalls


AMAZON 

»Ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal an der Seite einer Untotenstreitmacht marschiere und den Befehlen eines Vampirs gehorche.«

Boris wird im Auftrag der Todeswache in die freien Baronien entsandt, um einen Mörder aufzuspüren, der den Ghulwald in Angst und Schrecken versetzt. Doch warum bei allen Göttern ausgerechnet er, ein Rekrut ohne Kampferfahrung? Nur mithilfe des mysteriösen Vampirkriegers Festus und eines jungen Werwolfs gelingt es Boris, tief in die freien Baronien vorzustoßen. Dabei gerät er in eine Intrige, welche die bestialischen Morde in einem völlig anderen Licht erscheinen lassen.

Leseprobe:

Sein Blick fiel auf das Schwert, das neben ihm am Boden lag. Ein verfaulter Fuß stand auf der Klinge. Er kämpfte sich hoch, versuchte zu fliehen, doch der Untote packte ihn und warf ihn auf den Rücken.

Die Kreatur ging in die Hocke, griff nach seinem Hals und senkte das Maul, dass sich zum Zubeißen geöffnet hatte.

Boris ignorierte den Schmerz, drückte den Untoten mit beiden Händen weg, doch sein Gegner war zu stark.

»Verpiss dich, du Drecksvieh!«

Der Wiedergänger verpasste Boris eine Kopfnuss, kämpfte seine Gegenwehr nieder und biss nach seiner Kehle.

Alles drehte sich, sein Kopf dröhnte. Boris sah in die Augenhöhlen des Untoten, als ein Fußtritt dessen Gesicht traf und das Nasenbein zertrümmerte.

Die Klinge einer Axt spaltete den Schädel der Kreatur, eine Hand riss sie von Boris herunter.

»Steh auf«, befahl Festus, der ihn auf die Beine zog und den Weg entlangschubste.

Boris schleppte sich vorwärts, doch als er Kampflärm hinter sich hörte, blieb er stehen. Er warf einen Blick über die Schulter und sah Festus, der sich auf die Untoten stürzte.

Der Vampir metzelte sich mit Leichtigkeit durch sie hindurch. Er zerfetzte Fleisch und zermalmte Knochen, bis auch der Letzte von ihnen den Waldboden bedeckte. Er enthauptete die Körper, der regungslos daliegenden Untoten, wischte die Axt sauber und ging auf Boris zu.

»Alles in Ordnung?«, fragte Festus.

»Wo zum Henker warst du?«, brüllte Boris. »Da waren überall Untote.«

»Was du nicht sagst.«

Boris packte Festus am Brustpanzer. »Mehr fällt dir nicht ein, du mieser Dreckssack? Du bist einfach abgehauen und hast mich mit diesen Kreaturen allein gelassen. Du nennst mich einen Feigling, aber wo bist du gewesen, als ich Hilfe brauchte?«

Festus schlug die Hand zur Seite. »Meine Güte, das waren eine Handvoll mickriger Wiedergänger. Du bist ein Todeswächter, verdammt noch mal. Benimm dich endlich wie einer.«

Boris wandte sich ab und stapfte davon. Als Schmerz seinen Unterarm durchzuckte, presste er die Schwerthand gegen die Wunde. Zu allem Überdruss quälten ihn die Nachwirkungen der Kopfnuss.

»Bleib stehen!«, rief ihm Festus genervt hinterher. »Ich dachte, du bist direkt hinter mir. Warum bist du langsamer geworden? Dein Arm?«

Boris blieb stehen und nickte. »Auf einmal warst du weg und sie hatten mich umzingelt.«

»Du stehst lebendig vor mir, während die Untoten enthauptet hinter mir liegen. Du scheinst erfolgreich entkommen zu sein.«

»Ist das so etwas wie ein Lob?«, fragte Boris, ohne sich umzudrehen.

Tobias W. Krampitz Instagram  

2 Gedanken zu „Montagslyriker 8: Tobias W. Krampitz_wo die Dunkelheit sich einnistet und Wortbilder erschafft

  1. Als ob das Leben nicht ohnehin schon schaurig und gruselig wäre…nun auch noch Tobias W. Krampitz (lach).
    Aber gut, das ist der Vorteil von uns Autoren , das wir nicht in der Realität metzelnd und blutriefend durch die Weltgeschichte waten müssen, sondern nur in der Fantasie. Und in der Lesprobe funktioniert das ganz gut. Man fühlt sich – mitgenommen – . Weiter so!
    Neugier ist im Übrigen mmer gut, erst Recht für Autoren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.