Trennungsschmerz-wenn das Herz blutet!

Trennungsschmerz

Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, leiden wir. Selbst wenn man weiß, dass es die richtige Entscheidung war, diese sogar von uns ausging – Herzschmerz ist da und unser Herz blutet!

Aber schlimmer ist oft der Herzschmerz, wenn wir verlassen wurden.

Ich habe schon viele Trennungen hinter mir und dachte, dass ich einfach mal einen Beitrag dazu mache, der etwas aufklärt und vielleicht hilft?!

Wir kennen alle das Gefühl und auch wenn es sich sehr einsam anfühlt, so sind wir damit nicht alleine.

Auch wenn Liebeskummer echt beschissen ist, so ist er auch gut & hilfreich. Wir erinnern uns an gute Dinge, wissen vieles mehr zu schätzen und wissen auch, was wir anders machen sollten oder könnten-in späteren Beziehungen.

Es gibt unterschiedliche Phasen von Herzschmerz, die ich euch im Folgenden zusammengestellt habe!

Die Phasen von Trennungsschmerz:

Phase 1:

Die erste Phase – Verleugnung. Wir wollen nicht wahrhaben, dass wir verlassen wurden, können nicht klar denken und versuchen, die Beziehung zu retten. Könnte ein Paartherapeut weiterhelfen? Oder einfach nur eine Pause? Dies sind Überlegungen, in denen unserer Verzweiflung zum Ausdruck kommt.

Phase 2:

Wenn Anrufe, Nachrichten oder selbst persönliche Aussprachen nichts an der Trennung ändern können, befinden wir uns in Phase zwei. Hier beginnt die Trauer um das Ende der Beziehung. Wir verspüren Liebeskummer, sind verzweifelt, wütend und fühlen uns alleine gelassen. Teilweise verlieren sich Betroffene auch in Rachefantasien.

Phase 3:

Wenn die Selbstreflexion beginnt, sind wir in der dritten Phase angekommen. Entweder ist genug Zeit vergangen, um neutral zu denken oder uns wurden durch Gespräche mit Freund*innen die Augen geöffnet. Das Leben nimmt eine neue Richtung an. Wir entwickelln uns weiter und fragen uns Dinge, wie: Vielleicht war es doch keine so glückliche Beziehung? Vielleicht ist die Trennung doch absolut richtig?

Phase 4:

In der vierten Phase kommt die Akzeptanz – an diesem Punkt sind wir drüber weg und bereit für eine neue Bindung!

 

Warum tut es so weh?

Wenn wir einen Menschen „verlieren“, schaltet unser Körper auf Überlebensmodus und aktiviert alles, damit der frühere Glückszustand oder der Zustand vom Gemeinschaft wieder hergestellt wird.

Was passiert im Gehirn?

Sind wir verliebt und in einer Beziehung, schüttet unser Gehirn Dopamin und Oxytocin aus. Oxytocin ist als Kuschelhormon, Bindungshormon bekannt.

Dopamin ist das sogenannte Glückshormon. Trennen wir uns sinkt unser Dopaminspiegel und damit auch unsere Stimmung und das fehlende Oxytocin sorgt für einen kalten Entzug.

Beides ergibt Liebeskummer!

 

Wann wird es besser?

Jeder Mensch ist anders. Man sagt, dass Menschen mit einem geringerem Selbstwertgefühl länger und stärker von Liebeskummer betroffen sind. Natürlich spielt aber auch die Länge, die Qualität, die Tiefe und das Verbundenheitsgefühl eine Rolle.

Für gewöhnlich sind wir nach ein bis zwei Jahren in der vierten Phase angekommen.

Wenn ein Trennungsschmerz allerdings nicht aufhören will und nicht an Intensität verliert und man wirklich schon alles probiert hat, sollte man tatsächlich einen Arzt, Therapeuten, Psychologen aufsuchen.

Schließt euch nicht ein und zieht euch nicht zurück und greift nicht zu Sucht- oder Betäubungsmitteln, denn diese machen es nur noch schlimmer und bringen euch weitere Probleme ein.

Ein paar Tipps gegen Liebeskummer!

 

Sprechen: Eigentlich will man in Selbstmitleid versinken und zuhause im bett bleiben, aber mit Freunden drüber reden kann helfen. Zudem kann man die Trennung hier auch laut aussprechen. Somit wird sie real und das hilft es zu akzeptieren.

Gefühle zulassen: Man darf weinen, seine Gefühle offen zeigen. Niemand muss seine Gefühle überspielen. Je eher man den Schmerz und die Trauer zulässt, desto schneller wird man auch diese Phase überstehen.

Wohnung ausmisten: Entrümpeln kann dabei helfen, loszulassen. Was erinnert Fotos, Geschenke, Platten, Bücher, Klamotten etc. vom Ex=ENTSORGEN!

Schreiben: Das Aufschreiben von Gefühlen kann helfen. In Form eines Tagebuchs oder auch in Form von Briefen, die man aber bitte nicht abschicken sollte. Gute und schlechte Gedanken und Gefühle aufschreiben kann helfen klarer zu sehen und die Beschäftigung damit beschleunigt auch die Verarbeitung.

Ablenkung: Aber bitte nicht in eine neue Beziehung stürzen. Ich meine eher Freunde, Familie, Sport…So merkt man, dass es auch noch andere Menschen und andere Dinge auf der Welt gibt und für ein paar Sekunden kann man den Schmerz vergessen und aus ein paar Sekunden werden mehr usw.

Gerade beim Sport-auch wenn es schwer ist sich aufzuraffen-werden Glückshormone ausgeschüttet und diese braucht man gerade ganz dringend.

 

Hattet ihr schon mal heftigen Liebeskummer?

Habt ihr noch spezielle Tipps?

 

Liebste Grüße an euch

@miasraum Instagram

 

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