Montagslyriker 10: JoJo-Was die Welt im Inneren zusammenhält

Hallo an euch Kreativlinge:-)
Nach einer längeren Winterpause, sind die Montagslriker wieder da.
Heute Abend wird es also erneut lyrisch:-)

Mein werter Kollege Matthias Breimann und ich geleiten euch durch den
Abend, aber wir sind nur schlichtes Beiwerk, denn heute geht es um sie.

Die Montagslyriker kriegen kreativen Zuwachs und ihr dürft euch freuen:-)

Heute stellen wir euch eine talentierte Schreiberin vor, die manchmal
gerne wissen würde, was die Welt im Inneren zusammenhält.

Um dieses Geheimnis zu ergründen, wird es vielleicht ein wenig dauern,
aber in der Zwischenzeit schreibt sie eben.

Durch das Schreiben gibt sie ihren inneren Dämonen eine Stimme. So
können sie auch endlich mal still sein.

Geschrieben hat sie schon immer. Das war ihre beste Möglichkeit die
Gedanken und Gefühle in ihrem Inneren nach außen zu transportieren.

Dabei ging und geht es ihr nicht nur um Gedichte und um das Lyrische,
sondern um alles, was in ihr ist und den Weg durch Worte nach außen
sucht.

Jeder Gedanke und jedes Gefühl dürfen sein und durch das geschriebene
Wort ergibt sich eine wundervolle Möglichkeit, diese Dinge in die
Außenwelt zu tragen.

Aber macht euch selbst ein Bild. Lauscht den Worten und lasst euch verzaubern.

Herzlich Willkommen bei den Montagslyrikern:

JoJo

JoJo Instagram

 

1. Nenne deinen Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zur Kunst verführte!

Ich glaube, es ist die Welt, vielleicht auch meine inneren Dämonen, die wenn sie eine Stimme bekommen, auch endlich mal still sein können. Eigentlich habe ich schon immer geschrieben, weil ich dort meine verrückten Gedanken und auch Gefühle am Besten ausdrücken konnte. Zwar nicht immer nur Gedichte oder Lyrisches ´, sondern ganz verschiedene Dinge. Ein wenig von meinem Inneren nach außen tragen, auf ganz subtile Weise. So beinhaltet auch alles stets ein Stück von mir selbst.

2. Wer dich kennenlernen will, muss wissen, dass du …

Ich bin ein bisschen verrückt und lebe manchmal in meiner Traumwelt. Ich bin wahnsinnig schüchtern, zumindest am Anfang, aber dennoch sehr offen gegenüber Neuem, vorurteilsfrei und mache mir gern erst selbst ein Bild von Situationen, bevor ich urteile. Ich glaube an die Existenz von Geistern, Zwischenwelten und Paralleluniversen…zählt das als Geheimnis? Wohl eher nicht.
Manchmal würde ich gern ergründen, was die Welt im Inneren zusammenhält und sämtliche Geheimnisse entdecken. Ich liebe Tiere über alles und habe mich deshalb auch vor Jahren schon entschieden keine mehr zu essen. Und ja, auch jede Spinne wird von mir liebevoll nach draußen getragen. Naja was gibt es noch zu sagen. Ich backe leidenschaftlich gern und bin gern auf allen Ebenen kreativ. Ihr wollt eine Macke? Jedes Kleidungsstück auf der Wäscheleine muss mit Wäscheklammern derselben Farbe aufgehängt werden. Tut mir echt leid mein innerer Monk möchte das einfach so.

3. Welche Götter verehrst du ?

Ja, Götter an sich, ich mag die Vorstellung, dass sie sowohl Gut und Böse vereinen und genauso fehlerhaft und nicht perfekt sind, wie wir. Ich versuche allerdings so viel Inspiration wie möglich, aus der Natur zu ziehen. Sie ist definitiv, die beste Künstlerin und es liegt so viel Magie in ihren Schöpfungen. Große Inspirationsquelle ist auch definitiv Musik. Ich liebe Musik und wie sie auf nochmal ganz andere Art und Weise Botschaften transportiert, das schaffen Worte allein manchmal einfach nicht. VNV Nation liegt mir da wirklich sehr am Herzen. Ich mag sehr gerne Schauerliteratur, deshalb möchte ich E.T.A. Hoffmann und Edgar Allan Poe nennen, die uns auf fantastische Weise mit in den Abgrund der menschlichen Seele nehmen.

4. Was tust du, um deine Werke bekannt zu machen?

Im Moment veröffentliche ich meine Texte nur auf Instagram auf meinem Account: (jojo.dunkelbunt) .Das war schon ein sehr großer Schritt für mich, der Welt meine Arbeit überhaupt zu zeigen. Doch ich bin froh es gewagt zu haben. Und wer weiß, vielleicht wird es eines Tages noch woanders etwas von mir zu lesen geben.

 

5.Und nun zeige dich:

Wimpernschlag der Zeit

Am Ende des Tages.
Wird die Welt sich weiter drehen.
Und am Ende des Tages.
Sind alle Worte gesagt.

Am Ende des Tages.
Sterben Träume ungesehen.
Und am Ende des Tages.
Sind wir nur ein Wimpernschlag.

Von Kommas und Punkten

Der kleine Streif am Horizont.
Nach einer dunklen Nacht.
Der Hoffnungsschimmer dieser Welt.
Der alles heller macht.

Ewig stehen wir da und hoffen.
Denn sie stirbt zuletzt.
Doch keiner hatte je gesagt.
Wie sehr sie einen auch verletzt.

Der helle Schein am Horizont.
Ist vielleicht der Grund,
Dass man viel lieber Kommas setzt,
Statt wirklich einen Punkt.

Sommertraum

Ich träumte nicht vom Sommer.
Von Schmetterlingsflügeln im Wind.
Von heißer Luft in engen Räumen.
In denen Gedanken gefangen sind.

Ich träumte nicht vom Sommer.
Von endlos langen Tagen.
Wenn die Welt im Staub versinkt.
Und in immer gleichen Fragen.

Vielleicht träumte ich einst vom Sommer.
Vom Sommer für diese Welt.
Wo Blumen in voller Blüte stehen.
Und der Wind von Menschlichkeit erzählt.

Vielleicht träumte ich von Sommer.
Von Schmetterlingsflügeln im Wind.
Und dass uns jeder Flügelschlag.
Statt Wirbelstürmen, Frieden bringt.

 

3 Gedanken zu „Montagslyriker 10: JoJo-Was die Welt im Inneren zusammenhält

  1. Das sind wundervolle Verse. So sensibel und zugleich so stark. Jede einzelne Zeile „fasst mich an“ beim Lesen. Und zwischen ihnen spüre ich Hoffen und Sehnsucht und ein bisschen bangen auch. Sie sind sehr, sehr menschlich im ureigensten Sinne, diese Zeilen und ihre Zwischenräume.

    Wer so schreibt, hat eine schöne, eine interessante Seele.

    Meinen Respekt! – Ich bin wirklich von Herzen begeistert von dieser Lyrik.

    Liebe Grüße!

    (Es wäre schön, wenn Jojo das lesen könnte …)

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