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Der Klangmacher – Die Musik-Kolumne (1)

Michael Seifert ist nicht nur ein professioneller Mixing & Mastering Engineer, sondern auch der Gründer von Meltdown Metal Studios – einer Plattform für professionelles Mixing & Mastering spezialisiert auf Heavy Music.

In unserer Musik-Kolumne, die alle zwei Wochen erscheint, dreht sich alles um Musik und Produktion. Micha bringt uns wertvolle Informationen rund um das Recording und die Musikproduktion bei. 

Für die Textverarbeitung bin ich zuständig und setze einfach alles um, was er mir erzählt. Wir hoffen, dass euch die Tipps zusagen.

Viel Spaß beim Lesen und wir wünschen euch jede Menge nützliche Anregungen. 

Die Kolumne könnt ihr euch jederzeit als PDF herunterladen. 

 

Eure Vocals in Studioqualität selbst aufnehmen? Absolut machbar, aber nur, wenn es richtig gemacht wird. Da ihr viel Zeit und Herzblut in eure Songs investiert, ist es entscheidend, dass die Grundlage für einen hochwertigen Sound mit der richtigen Aufnahmequalität gelegt wird.

Früher galt das Aufnehmen im Studio als der erste Schritt für Bands, die ihre Musik veröffentlichen wollten. Heutzutage ermöglicht jedoch die moderne Technik das einfache DIY-Recording von Vocals, Gitarre und Bass in hoher Qualität. Alles, was man braucht, sind ein paar wichtige Dinge zu beachten.

Die Erstellung von guten Rohspuren ist dabei von entscheidender Bedeutung. Diese bilden die Grundlage für das spätere Mixing, bei dem der eigentliche Sound entsteht. Daher ist es wichtig sicherzustellen, dass ihr beim DIY-Recording die besten Ergebnisse erzielt.

 

Vorteile des DIY-Recordings:

 

Hier sind einige wertvolle Tipps für Bands/Künstler, die ihre Vocals selbst aufnehmen oder aufnehmen möchten. Mit diesen Hinweisen legt ihr die Grundlage für einen hochwertigen Sound.

Grundsätzlich gibt es beim Vocal Recording drei essenzielle Dinge zu beachten:

Das Setup/Die Technik (Mikrofon, Interface, DAW usw.):

Mikrofon:

Acoustic Treatment:

Die Performance:

Mit diesen grundlegenden Überlegungen könnt ihr sicherstellen, dass eure DIY-Vocal-Aufnahmen auf einem professionellen Niveau sind.

 

Es gibt eine Vielzahl von Mikrofonen, von denen viele speziell für verschiedene Recording-Aufgaben entwickelt wurden. Obwohl ich ausführlich darüber sprechen könnte, welches Mikrofon in welcher Vocal-Recording-Situation am besten geeignet ist, möchte ich mich auf das Wesentliche konzentrieren, besonders im Kontext moderner Metalproduktionen und DIY-Recordings. Hier gibt es einen klaren Favoriten, der für mich im Hinblick auf Preis-Leistungsverhältnis immer noch unübertroffen ist und den ihr wahrscheinlich in den meisten eurer Lieblings-Metalproduktionen hört: das Shure SM7b.

Das Shure SM7b liefert nicht nur einen exzellenten Sound, sondern verfügt auch über einen Metallkäfig, der vor elektromagnetischen Einstreuungen (wie z.B. PC-Monitoren) schützt. Zudem ist bereits ein Pop-Schutz integriert, was es perfekt für DIY-Recording-Situationen macht. (Ein “Pop-Filter” oder “Pop-Schutz” dient dazu, das Mikrofon beim Singen vor plosiven Lauten wie “B” oder “P” zu schützen).

Das SM7b ist allerdings auch leistungsintensiv. Um einen optimalen Sound zu gewährleisten, empfehle ich den Einsatz eines “FetHead” von Triton Audio, der das Signal vorverstärkt und den Rauschabstand erhöht. Darüber hinaus benötigt ihr ein Interface, vorzugsweise mit Phantomspeisung, die normalerweise für den Betrieb von Kondensatormikrofonen erforderlich ist. In diesem Fall wird sie jedoch für den Betrieb des FetHead benötigt.

 

Ein Audio-Interface ist ein wesentliches Werkzeug in der Welt des Musik- und Tonaufnehmens. Hier ist eine kurze Erklärung, was ein Interface ist und wofür es benötigt wird:

Das Audio-Interface fungiert als AD/DA-Wandler (Analog-Digital/Wandler). In einfachen Worten agiert das Interface wie ein Übersetzer. Es übersetzt analoge Signale, wie zum Beispiel euren Gesang, in digitale Einheiten, damit euer Computer oder Laptop die Daten verarbeiten kann. Ebenso wandelt es digitale Signale wieder in analoge um, damit eure Lautsprecher oder Kopfhörer den Ton wiedergeben können.

Das Interface dient also als Schnittstelle zwischen analogen und digitalen Signalen. Die Qualität des Interfaces wird durch seine Wandler bestimmt. Gute Wandler sind entscheidend, da sie die Klarheit, Transientenwiedergabe, Rauschabstand, Jitter usw. beeinflussen.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Qualität der Wandler eines Interfaces einen direkten Einfluss auf die Klangqualität hat. Schlechtere Wandler können zu einem minderwertigen Signal führen, während bessere Wandler eine verbesserte Klangqualität bieten.

Viele Bands und Künstler, die sich mit DIY/Homerecording beschäftigen, neigen dazu, das günstigste Interface zu wählen, oft beeinflusst durch Empfehlungen in Foren oder auf YouTube. Ein Beispiel dafür ist das beliebte Focusrite Scarlett 2i2 (für die Clarrett Range gilt dies möglicherweise nicht). Es mag für Demos ausreichend sein, aber für professionelle Produktionen, die veröffentlicht werden sollen, ist es möglicherweise nicht die beste Wahl.

Eine Alternative, die ich empfehlen kann, ist das Audient ID4 MKII. Auch wenn viele beim Start in die Musikproduktion mit dem Focusrite 2i2 liebäugeln, da es oft als das “Standard”-Interface gilt oder galt, kann ich euch versichern, dass das Audient ID4 MKII für etwas mehr Geld ein deutlich hochwertigeres Interface bietet.

Die Vielfalt an DAWs (Digital Audio Workstations) ist groß und ich möchte euch an dieser Stelle nicht mit all den technischen Details und Unterschieden langweilen.

Wenn es um das einfache Aufnehmen von Vocals geht, spielt die Wahl der DAW eigentlich keine entscheidende Rolle. Sucht euch einfach eine DAW aus, mit der ihr vertraut seid und bei der ihr wisst, wie ihr Vocals aufnehmen könnt. Für Einsteiger empfehle ich gerne die kostenlose Version Cubase LE von Steinberg. Diese DAW zeichnet sich durch ihre klare und benutzerfreundliche Oberfläche aus und bietet dabei dennoch brillante Features.

Falls ihr Fragen habt oder weitere Tipps zum Recording benötigt, könnt ihr mir gerne auf Instagram schreiben.

Meltdown Metal Studios

Mit diesem Setup seid ihr bestens ausgerüstet und auf dem Weg zu erstklassigen Ergebnissen. Viel Erfolg!

 

Informationen: Michael Seifert

Textverarbeitung: Mia Lada-Klein

 

Der Klangmacher 1 – PDF

 

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