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Soundcheck: PAPIERFLIEGER

Die Band Papierflieger. Mit modernem Metalcore und einer fantastischen Sängerin an Bord, präsentieren sie sich roh und ungeschliffen. Es wird definitiv Zeit, sich näher mit den Jungs und dem Mädel zu beschäftigen. In unserem Interview gewähren sie einen Einblick in ihren Bandalltag und teilen ihre Highlights der letzten Jahre mit uns.

 

So, ganz zu Anfang – erzählt mir doch ein bisschen was über euren Sound. Was ist das Besondere daran und was sind eure Alleinstellungsmerkmale?

Jaaa, unser Sound…lustigerweise der Punkt, der besonders live bis jetzt immer wieder für offene Münder gesorgt hat. Hinter Papierflieger stellen sich die meisten Leute nicht vor, was sie dann von uns geboten bekommen. Viele Leute erwarten wohl eher iwas in die Richtung silbermondigen Deutschrock, kriegen dann aber Metalcore mit Herz und Kante, mit deutschem Gesang und den vor allem, zumindest bis jetzt, größtenteils clean.

 

Ihr macht ja schon echt lange Musik. Was könnt ihr über die letzten Jahre sagen? Durch die sozialen Medien hat sich ja einiges verändert im Bereich der Musik? Zum Positiven oder doch eher zum Negativem? 

Da muss man sagen, sowohl als auch.

Es ist auf der einen Seite sehr viel leichter geworden, eigene Musik zu produzieren und zu releasen und das auch auf einem sehr hohen technischen Niveau. Auch, sein Publikum erreichen zu können, ist generell leichter geworden, wenn man für sich herausgefunden hat, wie man die sozialen Medien für sich und seine Zwecke nutzen kann. Auf der anderen Seite ist dadurch aber grad in den letzten Jahren auch eine derartige Übersättigung entstanden, dass es immer schwerer wird, überhaupt noch aus der schieren Masse hervorzustechen.

 

Welche Rolle spielen die sozialen Medien für euch persönlich? Wie wichtig sind Instagram, Spotify, YouTube, TikTok für euch?

Wir persönlich sind alle in unterschiedlichem Maße in den Socials unterwegs. So richtig lässt sich das unserer Meinung nach aber auch gar nicht mehr trennen in privat und Band. Grad Instagram ist für uns zentrales Werkzeug zum Netzwerken geworden, einfach weil sich dort alles finden lässt…und da präsentiert man sich eben sowohl mit der Band als auch als einzelner Teil davon, quasi so die eigene Brand. Spotify ist ja leider so gut wie unausweichlich geworden, wenn man die eigene Musik noch brauchbar unter die Leute bringen möchte.

Über faire Vergütung müssen wir hier nicht diskutieren …

YouTube ist immer wieder hilfreich, grad als Lern- oder Fortbildungsplattform, besonders dann, wenn die Technik einen dann doch mal wieder vor neue Rätsel stellt. Man muss nur wissen, wonach und bei wem man nach Antworten sucht.

TikTok etc. nutzen wir z. B. privat so gut wie gar nicht…

 

Um welche Themen kümmert ihr euch als Band selbst, welche Themen habt ihr vielleicht ausgelagert und warum? Welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht?

Im Großen und Ganzen haben wir die meisten Angelegenheiten schon in irgendeiner Form bei uns gelassen. Wichtig ist immer, zu wissen, wo die eigenen Kompetenzen dann aufhören. So haben wir uns z. B. natürlich immer jemanden für Artwork, z. B. Grafikgestaltung fürs Album, Logo und so weiter mit an Bord geholt, genauso für Foto und Video. Wir persönlich finden es auch sehr wichtig, dass immer mal ein paar frische Ohren während des Songwritings Rückmeldung gibt. Wir sind stolz, dass wir seit Anfang 23 bei einem kleinen aber feinen und befreundeten Label in Hamburg untergekommen sind, namentlich MAKE BIG RECORDS. Bezüglich Booking haben wir uns in den letzten Jahren auch immer wieder mal Hilfe dazugeholt, haben aber gemerkt, dass besonders Post Corona, die DIY Veranstalter Option besonders gut funktioniert und auch sehr gern von den Clubs gesehen wird, in vielen Fällen. Uns persönlich ist es außerdem immer wichtig, dass der Live-Sound unsere Show und Energie unterstützt, weswegen wir mit festen Tontechnikern in unserem Team zusammenarbeiten… wenn die Kalender das erlauben…

 

Wenn ihr auf eure Bandgeschichte zurückblickt, was waren eure musikalischen Highlights?

Puh, Highlights…

 

Die typische Floskel-Frage, die aber natürlich nicht fehlen darf, muss ich euch auch stellen. Was würdet ihr jungen Bands, die gerade entstehen, raten? 

Da wir gefühlt in den letzten Jahren selber einiges neu lernen mussten, grad was Social Media angeht und sich alles in einem immer schneller werdenden Tempo verändert, können wir eigentlich nur zu folgendem raten:

Vernachlässigt nicht das eigentliche Handwerkszeug einer jeden Band und das ist und bleibt die Musik. Und dazu gehören so viele Themen neben dem eigenen Instrument…Songwriting, eine eigene Vision vom Bandsound haben, diesen live überzeugend auf die Bühne bringen – und noch so viel mehr… findet eure eigene Identität und Aussage.

 

Wie sehen eure Pläne in naher Zukunft aus? 

Wir sind grad komplett im Songwriting vergraben und dort passieren sehr spannende Dinge. Es wird über das Jahr verstreut neues Material von uns geben, was wir euch natürlich am liebsten direkt live ins Gesicht feuern werden. Und, so wie uns das immer schon wichtig war: Spaß an dem haben, was wir machen!

 

 

Weitere Informationen zur Band PAPIERFLIEGER findet ihr in den sozialen Medien. 

YouTube

Instagram

Facebook

Spotify

Website 

 

Interview: Mia Lada-Klein

Bild/Design: Michaela Lotz

 

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