Am 13. September veröffentlichten Untamed ihre neueste Single „Run Away“. Nach dem Erfolg ihres kraftvollen Rock-Hits „I Ain’t Gonna Do It“.
Marcus hat sich intensiv mit „Run Away“ auseinandergesetzt und die Single scheint bei ihm für reichlich Kopfkino zu sorgen. Die Band selbst bleibt ihrem Ruf treu – starke Geschichten durch ihre Musik zu erzählen.
Untamed: Song „Run Away“
geschrieben von Marcus @tendenz_schwarz
Mit dem Song „Run Away“ klöppeln die drei Musiker der Augsburger Band „Untamed“ eine weitere Single ihres neuen Albums heraus und so viel vorneweg begeistern mich damit auch.
Ich möchte mich gar nicht mit technischen Spezifikationen oder der Anzahl des Taschentuch- oder Schweißtropfeneinsatzes auseinandersetzen, sondern drehe einfach gleich ein Clip für diesen Song. Ich habe natürlich keine Kohle, kein Talent und kein Know How, aber sobald ich diesen Song in meine Ohren tröpfeln ließ den für mich perfekten Skriptablauf eines Roadmovies im Kopf.
Szene 1 wird in schwarz-weißer Buster Keaton Manier Einstellung inklusive Knistern und Untertitel gedreht.
Ein junges Paar, sie reich, er arm, in unendlicher Liebe zugetan, turteln auf der Couch in der Villa des Mädchens. Der Vater kommt hinzu, welcher der Beziehung selbstverständlich nicht zustimmt und den jungen Mann hochkantig rausschmeißt. Daraufhin verabreden sich die beiden Liebenden zur heimlichen Flucht. Schnitt.
Szene 2; in realistischer Drehweise wird die Flucht der beiden in einem alten Cabriolet zwischen verschiedenen Landschaftseinstellungen aufgefangen; zwischen Fahrten an verschiedenen Küstenstraßen oder offenen Wiesen und weiten Fernen. Der Blick der Kamera ist in der Totalen absolut auf den Horizont gerichtet. Eingestreute Zeitraffersequenzen geben die Dynamik des Songs und der Flucht wieder. Hier darf geprotzt werden, satte Farben, Morgendämmerung bis Sonnenuntergang und einer galoppierenden Wildpferdherde, die von hinten seitlich am Bildschirmrand einläuft.
Szene 3; eine Mischung aus realistischen und Schwarz Weiß Einstellungen; der wildgewordene Vater, der von der Flucht erfahren hat, jagt den Liebenden hinterher. In seiner Raserei passt er nicht auf, baut einen Unfall und braucht Hilfe. Das bekommen die Flüchtenden mit und trotz der Widersprüchlichkeit helfen sie ihrem Vater in seiner Notlage. Daraufhin erkennt er sein törichtes Handeln und gibt seinen Segen. Als letzte Bildeinstellung steht das Pärchen an einem Aussichtspunkt und schauen sich gemeinsam den Sonnenuntergang an, der Vater leicht versetzt hinter ihnen, die gesamte Band steht seitlich etwas weiter entfernt und lässt die letzten Töne des Songs verklingen.
Das klingt kitschig, das klingt altbacken. Ja, mag sein. Aber es ist auch der Kitt, der Träumen und Hoffnungen Ausdruck verleihen mag. Und Run Away ist einfach ein wunderschöner Rock Song, der mich voll auf die Zwölf getroffen hat. Ansonsten könnte ich nicht solche Bilder in meinem Kopf entwickeln und so fühle ich Musik um ein Vielfaches mehr.
Letzten Endes kann ich mich zu der letzten Review und auch den künftigen für dieses Album der Band nur wiederholen. Die drei Musiker haben in dem vergangenen Jahr qualitativ einen Quantensprung getan und es macht einfach nur Spaß, den Jungs beim Wachsen zuzusehen und zuzuhören.
Vielen Dank Untamed.
Weitere Artikel zur Band Unatmed findet ihr auf meiner Website.
Untamed 2023: Eine Rock’n’Roll Odyssee von der ersten Single bis zum neuesten Album (Interview)
Weitere Informationen zur Band Untamed findet ihr in den sozialen Medien.

