Zwischen Kindheitstraum und kalter Realität
Die Wormser Band Plan X meldet sich am 25. Mai mit ihrer neuen Single „Astronaut“ zurück – und liefert einen Song, der musikalisch leichtfüßig daherkommt, textlich aber einiges an Substanz mitbringt. Was auf den ersten Eindruck wie ein unbeschwerter Gitarrenpop-Track klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinhören als kleine Hymne auf das Scheitern – aber mit Haltung.
„Ich wollte Astronaut sein“ – mit dieser Zeile steigt der Song ein und weckt sofort Erinnerungen an Kindheitsträume, an große Wünsche. Doch Plan X lässt diese Träume nicht einfach so weiterleben. Im Gegenteil: Der Song zeigt, wie es sich anfühlt, wenn die Realität dazwischenfunkt. Wenn vom großen Traum nur ein müdes Schulterzucken bleibt. Und wenn man schließlich einsehen muss, dass man im Leben eben selten etwas geschenkt bekommt.
Musikalisch erinnert „Astronaut“ stellenweise an frühe Die Ärzte – allerdings weniger punkig, dafür etwas poppiger. Die Melodie bleibt hängen, der Refrain lädt zum Mitsingen ein, und das „Dödödöpdededä“ bringt eine ironische Leichtigkeit in den Song, die den ernsten Unterton des Textes charmant ausbalanciert.
Am Ende schwingt dann aber die Selbstakzeptanz mit. Statt Selbstmitleid gibt’s ein lakonisches „Scheiß drauf“ – wie eine kleine Anleitung zum Erwachsenwerden: ehrlich, entlarvend und dabei erstaunlich lebensnah.
Plan X liefern mit „Astronaut“ einen Song, der den Spagat zwischen Eingängigkeit und Tiefe gut meistert. Und die Band selbst hat für den Fall der Fälle sicher immer noch ihren Plan X.
Am 25. Mai ist es so weit – holt euch „Astronaut“ vorab per Presave:
Mehr zur Band Plan x findet ihr in den Socials.

