VÖ: 21. Mai 2025, Single aus dem gleichnamigen Album
Der Titel sagt schon alles
Manchmal reicht ein Songtitel, und du weißt: Jetzt gibt’s kein Zurück mehr. „Neoliberale Kackscheiße“ heißt die neue Single vom DR. DREXLER PROJECT – und ja, genau das ist auch drin. In nicht einmal zwei Minuten zündet das Augsburger Polit-Post-Punk-Kollektiv ein wütendes Manifest gegen Selbstoptimierung, Selbstverwertung und den Rest dieser angeblich so tollen Leistungsgesellschaft.
Post-Punk mit politischer Wucht
Das Ganze beginnt mit einem knarzenden Basslauf, der direkt aus einer kalten Betonhalle zu kommen scheint. Minimalismus trifft Maschinenrhythmus, die Gitarre schrammelt, der Gesang röhrt genervt durch den Äther – irgendwo zwischen genervtem Lehrer in der letzten Stunde und apokalyptischem Stadtbahn-Propheten.
Kaputt ist das neue Normal
Dazu ein KI-generiertes Video von Michael Fragstein und Büro Achter April, das so dystopisch daherkommt wie die Message des Tracks selbst: Die Gesellschaft ist im Arsch, die Kunst gleich mit. Algorithmen und Social-Media-Strategien haben das kreative Chaos längst ersetzt, Eigenverantwortung wird zum Dogma und aus Individuen werden Einzelunternehmen mit Burnout-Flatrate.
„Neoliberale Kackscheiße“ ist ein vertonter Tritt
„Neoliberale Kackscheiße“ ist ein vertontes Rant-Pamphlet im besten Sinne. Kein Refrain, kein Händchenhalten, keine catchy Hooks – dafür maximaler Realitätsabgleich. Das DR. DREXLER PROJECT bleibt seinem Sound treu: ein rumpeliger Mix aus S.Y.P.H., Abwärts und einem Hauch Kapitalismuskritik für Fortgeschrittene.
Zwei Minuten, die weh tun dürfen
Das ist keine Musik fürs Lagerfeuer und auch keine zum Schunkeln im Club. Das ist ein vertonter Tritt in die Tür – oder besser: in den Kopf. Wer da nichts spürt, ist entweder zu abgestumpft oder längst in den sozialen Medien verloren gegangen.
Aber hey – zwei Minuten. Zwei Minuten, die sich lohnen. Zwei Minuten, die wehtun dürfen. Wer also wissen will, wie Post-Punk im Jahr 2025 klingt, wenn er Haltung hat und Eier sowieso: „Neoliberale Kackscheiße“ ist da.
Mehr zu DR. DREXLER PROJECT findet ihr in den Socials.

