New Years Of Suffering sind unsere Band des Monats Juli 2025. Düster, ehrlich, roh. Ihr Sound trifft ins Herz. Eine internationale Band, die mit Tiefgang, Haltung und Wucht aufhorchen lässt.
Text: Mia Lada-Klein
Neuer Monat, neue Band.
Wir haben Juli, es ist heiß. Und während sich andere in den Urlaub verabschieden, graben wir wie immer tief in der Szene nach einer Band, die es verdient hat, ganz vorne zu stehen. Anika von @hottest_music_radar steckt aktuell mitten in der Promo für Delirium’s Dawn, unsere Band des Monats aus dem August 2024. Anlass ist das Delirious Existence Fest, bei dem die Band ihr 20-jähriges Bestehen feiert – mit einem Line-up, das es in sich hat: pickepackevoll mit starken Acts, Überraschungen und genau der richtigen Portion Wahnsinn. Und ja, eine dieser Bands ist es jetzt auch geworden. Werfen wir mal den Namen in den Ring.
Die Wahl fiel auf… New Years Of Suffering
Es ist eine Band geworden, die nachhaltig eindrucksvoll ist. Unsere Band des Monats Juli 2025 heißt: New Years Of Suffering. Ein Name wie eine Faust aufs Lebensgefühl und musikalisch klingt es mindestens genauso. Zwischen Metalcore und Melodic Deathmetal, düster, ehrlich, ungefiltert. Sonnenstrahlen verirren sich selten in diese Klangwelt, aber das ist auch nicht nötig. Stattdessen bekommt man rohe Emotionen, ungeschönt und direkt ins Herz.
Musik verbindet und zwar über Kontinente hinweg
Was bei NYOS sofort auffällt: Diese Band ist ein Paradebeispiel dafür, dass Musik Grenzen sprengt. Ihre Mitglieder kommen aus Budapest, Galway, Montana und !kein Scherz! Garmisch-Partenkirchen. Klingt wie der Anfang eines schlechten Witzes, ist aber Realität. Und das Ergebnis ist ein internationaler Sound, der sich aus verschiedenen kulturellen Einflüssen speist.
Zwischen Tiefgang und Triggerwarnung
Für mein Interview hatte ich nicht die ganze Band vorm Mikrofon, aber mit Schlagzeuger Ben Eder und Gitarrist Peter Suba zwei, die definitiv genug zu sagen hatten. Manche Interviews rauschen an dir vorbei wie belanglose Sommerbrisen. Andere fühlen sich an wie eine Sanduhr in der Wüste. Mühsam, trocken, wenig ergiebig. Und dann gibt es Gespräche, die dich beschäftigen, weil sie ehrlich, intensiv und irgendwo auch unbequem sind. Genau so war dieses.
NYOS machen keine Musik, um auf Trends aufzuspringen. Sie sprechen über Themen, die wehtun. Depressionen, innere Dunkelheit, seelischer Schmerz. Das alles sind Bestandteile ihrer Texte. Und ja, man könnte bei einigen Songs eine Triggerwarnung aussprechen. Aber statt reißerisch zu wirken, wird hier mit Feingefühl, Verantwortung und Tiefe gearbeitet. Ihre Musik will nicht schockieren, sie will verstanden werden.
Kein Fame-Gelaber, sondern echte Leidenschaft
Was diese Band außerdem besonders macht, ist ihre bodenständige Haltung. Kein aufgesetztes Getue, kein Fame-Gelaber, kein Posen fürs große Ego. Wer sie sprechen hört, merkt sofort: Hier geht’s nicht darum, möglichst cool oder clever zu wirken. Hier geht’s um Musik. Punkt. Und genau so sollte es sein. Berufung statt Bühne, Inhalt statt Inszenierung.
Ben und Peter versuchen nicht, zu beeindrucken. Und genau deshalb tun sie es. Wer ständig betonen muss, wie „deep“ er ist, kratzt oft nur an der Oberfläche. NYOS hingegen graben tiefer, nicht aus Kalkül, sondern weil sie gar nicht anders können.
Fazit: Echt, roh, relevant
New Years Of Suffering sind kein leicht verdaulicher Sommersnack. Sie sind ein musikalischer Wachmacher, ein dunkler Spiegel unserer Zeit, eine Band, die bleibt. Weil sie sich nicht anbiedert, sondern einfach tut, was sie liebt und das auf einem Niveau, das man in dieser Kombination nur selten findet.
Deshalb ist klar: Sie sind unsere Band des Monats Juli.
Interview folgt bald, also bleibt dran!
Band des Monats wird präsentiert von @hottest_music_radar und ich @miasraum.
Weitere Infos zur Band NYOS findet ihr in den Socials.

