Beyond Fading Dreams: The Price of Progression (Review)

Das Debütalbum The Price Of Progressio der Band Beyond Fading Dreams ist am 3. Mai erschienen. Unser musikalisches Orakel Marcus hat sich diese Scheibe mal zur Brust genommen und ein paar Takte dazu notiert. Was er dazu zu sagen hat? Lest selbst und lasst euch überraschen!

 

Beyond Fading Dreams: The Price of Progression

Review von Marcus

Der Südwesten der Republik scheint entweder einen besonders guten Nährboden für neue Metalcore Bands zu haben oder die musikalische Früherziehung ist auf diese Nische des Metal Kosmos reduziert.

Mit Beyond Fading Dreams ist eine seit wenigen Jahren existierende Truppe am Start, die nun mit ihrem ersten neun Songs umfassenden, vollwertigen Output in die Breite gehen. Mit einer Gesamtdauer von knapp 33 Minuten ist es im eher kompakten Bereich. Aber das muss ja nichts heißen, sofern die Qualität der Songs überzeugt.

Der Einstieg wird durch das titelgebende Intro „The Price of Progression“ begründet. In den 1:03 Minuten wird in aller Kürze die Erwartungshaltung mit einem durch starke elektronische Spielereien, marschierenden Drumfills und begleitendem Gitarrenriff durchdrungenen Sprechgesang angehoben. Es keimt Hoffnung auf.

Als erster vollständiger Song folgt das flotte „Guide me Home“ und erfüllt damit auch die erklärende Wegbeschreibung von Beyond Fading Dreams und ihrem Werk. Wuchtig baut sich unmittelbar eine gut ausbalancierte Soundwand aus antreibenden Drums und einer brutalen Riffattacke der Saitenfraktion auf. Die Vocals sind in einer guten Mischung aus aggressiven Shouts und Growls in die Songstruktur eingebettet. Für einen Hauch hymnischer Größe und gleichzeitiger melodiöser Leichtigkeit sorgen die mehrstimmigen Hintergrundchorspuren und die Tonführung der Leadgitarre.

Mit dem nachfolgenden „Losing Grip“ hauen sie in die klassische derbe Metalcore Kerbe. Von dem Grundtempo wird noch eine Schippe draufgelegt, Breaks bis zum Anschlag, dissonant wirkende Gitarreneinschübe, elektronische Einschübe und gebellte Growls. Der eingestreute Klargesang macht es dem Gehörgang etwas bekömmlicher im Abgang. Insgesamt genretypisch ambitioniert sperrig.

Oxygen” ist das böse Kind in der Familie. Ein vertonter Nackenbrecher mit wirklich fieser Stimmgewalt und hypnotischem Riffing. Für den Pit gebaut und als Abrissbirne zu deklarieren. Vorwärts und niemals zurück. Ja, es kann Probleme mit dem Sauerstoff geben.

Der technischen Gefrickelabteilung wird mit dem Song „Sick & Tired“ die Bühne bereitet. Von ihren musikalischen und technischen Fertigkeiten muss die Band an dieser Stelle niemanden mehr überzeugen. Da wackelt nichts, die Soundstrukturen sind dicht und in sich schlüssig. Einerseits ist hier der erwähnte Frickelfaktor der Instrumentenfraktion hörbar höher, doch die herausragende Klargesangslinie macht „Sick & Tired“ zu einer lobenswert gehobenen Nummer.

In die gleiche Kerbe haut „Caught in a Cycle“. Der klassische Wechsel zwischen Growls und einer starken Melodieführung im klaren Gesang bringt die Dynamik in das Instrumentengewitter.

Das Album schließt mit den Tracks „Turn your Back“ und „Bliss“ sowie einer weiteren Version von „Oxygen“ (Bonus Track) ab.

Das Soundrezept der Band ist in die Moderne ausgerichtet. Gefangen und kultiviert in der Metalcore Familie zelebriert Beyond Fading Dreams ihre eigene Interpretation und reichern es mit elektronischen Sequenzen an.

Große Abweichungen und Überraschungen sind in dem sehr ausgewogenen und gut produzierten Album jedoch nicht zu erwarten. Die Core – Jüngerschaft kann und soll es abfeiern. Ob es in diesem doch an Bands sehr überfrachteten Genre Bestand haben wird, bleibt abzuwarten.

In diesem Sinne…

 

Mehr Infos zur Band Beyond Fading Dreams findet ihr in den Socials.

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