Manuel Hinmüller ist ein wahres Multitalent: Moderator bei Maximal Radio, Sprecher, Entertainer, Showmaster, Darsteller, Autor, Musiker und – wer weiß – vielleicht bald auch euer neuer Lieblings-Podcaster. In seinem exklusiven Blick hinter die Kulissen plaudert Manu aus dem Nähkästchen über seinen wilden Werdegang, was er noch so alles draufhat und warum es manchmal besser ist, einfach auf die Meinung anderer zu pfeifen, um seinen eigenen Weg zu gehen.
Manu, du bist Moderator und als Darsteller aktiv. Wie kamst du überhaupt in diesen Bereich?
Da gibt es jetzt eine lange und eine kurze Geschichte. Ich fang mal mit der langen an: Schon im Kindergarten wollte ich irgendwas Außergewöhnliches machen – damals noch Bundeskanzler werden. Später war der Wunsch dann, Moderator oder Schauspieler zu werden. Nach der Schule habe ich mich nicht getraut, diesen Weg einzuschlagen. Die Meinungen anderer haben mich lange beeinflusst. Es hieß immer: „Berühmt werden? So viele scheitern, warum solltest ausgerechnet du das schaffen?“ Das hat mich ziemlich eingeschüchtert. Deshalb habe ich erst mal einen klassischen Beruf gelernt und eine Ausbildung im Maschinenbau gemacht.
Maschinenbau klingt erst mal nicht nach Bühne und Mikrofon. Wann kam der Wendepunkt?
Irgendwann merkte ich: Das bin nicht ich. Es war einfach nicht das, was ich wollte. Mir fiel die Decke auf den Kopf. Um den Kopf freizukriegen, bin ich mit einem Rucksack nach Barcelona abgehauen – ganz alleine. In diesen Tagen wurde mir klar: Egal, was ich mache, es wird immer Menschen geben, die es cool finden, und welche, die mich belächeln. Also dachte ich mir: Wenn das eh so ist, warum nicht das machen, was ich wirklich will? Zurück in München habe ich an der Deutschen Pop eine Ausbildung zum Sprecher und Synchronsprecher gemacht und alles auf eine Karte gesetzt. Ich habe 20, 30 Bewerbungen rausgeschickt – Radio, Fernsehen, Zeitschriften – und schließlich bei einem Regionalsender ein Volontariat begonnen.
Wie ging es von dort aus weiter?
Während des Volos habe ich mir viel selbst beigebracht und mich auch in die Veranstaltungsbranche vorgearbeitet. Heute moderiere ich im Radio und bei Events. Fernsehen mache ich aktuell nicht, aber das könnte ich mir wieder vorstellen.
Und wie bist du zum Schauspiel gekommen?
Das kam parallel dazu. Ich wollte es einfach mal ausprobieren und habe mich bei verschiedenen Plattformen beworben. So kamen die ersten Rollen – mal als Statist, mal als Kleindarsteller. Das baue ich jetzt Schritt für Schritt aus.
Was würdest du sagen, war das Schwierigste auf deinem Weg?
Definitiv die Zweifel – sowohl die eigenen als auch die von außen. Aber sobald ich für mich entschieden hatte, diesen Weg zu gehen, habe ich nie aufgehört, dran zu bleiben.
Hast du einen Tipp für Leute, die ebenfalls in die Medien oder auf die Bühne wollen?
Traut euch und zieht es durch! Es wird immer Menschen geben, die euch belächeln – und das ist okay. Am Ende zählt nur, dass ihr das macht, was euch glücklich macht.
Was ist dein Ziel für die nächsten Jahre?
Natürlich möchte ich meinen Weg weitergehen, größere Bühnen erobern und Menschen begeistern. Es ist mir wichtig, sie abzuholen, mitzunehmen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen – sei es bei Veranstaltungen oder, wer weiß, vielleicht auch wieder vor der Kamera im Fernsehen. Ein großes Ziel ist es, mich noch stärker für wohltätige Projekte einzusetzen. Vor zwei Jahren habe ich begonnen, ein Weihnachtsbuch zu schreiben, das ich mit einer Spendenaktion verbinden möchte. Es sind vielleicht keine riesigen Ziele, aber sie bedeuten mir viel – Menschen zu inspirieren, Gutes zu tun und meinen Weg weiterzugehen.
Wie viel Manu steckt in deinen Moderationen, und wie sehr bist du Entertainer in diesen Momenten?
Das ist eine spannende Frage! In meinen Moderationen steckt immer 100 % Manu. Die Leute wollen eine natürliche, authentische Person auf der Bühne oder am Mikrofon erleben. Wenn ich hinter einem Witz, der mir vorgegeben wird, nicht stehe, bringe ich ihn auch nicht, weil das sonst künstlich und unauthentisch wirkt – und das merken die Zuhörer sofort. Natürlich gibt es Momente, in denen ich als Entertainer auch in eine Rolle schlüpfe, aber das bin immer noch ich, nur eine andere Facette von mir.
Du hast auch einen Künstlernamen, den du aber als Musiker verwendest, stimmt das?
Mein Künstlername „Jack Manuels“ ist eigentlich aus einer lustigen Idee entstanden, als ich aus Spaß einen Partyschlager aufgenommen habe. Das hat weniger mit ernsthaftem Musikmachen zu tun und mehr damit, dass ich zeigen wollte, wie ich mich vor der Kamera oder im Entertainmentbereich bewegen kann. Und ja, das hat mir tatsächlich neue Moderationsjobs eingebracht. Die Leute sehen, dass ich mich selbst nicht zu ernst nehme und bereit bin, etwas auszuprobieren.
Du moderierst, schauspielerst, schreibst Bücher und machst Musik?
Musik ist tatsächlich eine Leidenschaft, die ich immer irgendwie im Hintergrund hatte. Mit 14 habe ich angefangen, Gitarre zu spielen, und damals hatte ich mal die Idee, eine Band zu gründen. Das hat sich aber nie wirklich ergeben, und ehrlich gesagt, ist das auch in Ordnung so.
Dafür hast du bald mit meiner Band zu tun. Untamed. In diesem Sinne würde ich sagen, vielen Dank und wir sehen uns.
Mehr zu Manuel Hinmüller findet ihr in den Socials.
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