Montagslyriker 7: Die Geschichten hinter dem Sichtbaren

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Hallo an euch am heutigen Montagabend:-)
Die siebte Runde der Montagslyriker ist im vollem Gange und auch heute Abend dürfen wir wieder einen talentierten Lyriker bei uns begrüßen.
Lange hat es gedauert, dass er sich traut und sich hier zeigt und mein werter Kollege Matthias Breimann und ich freuen uns sehr, dass er nun den Weg auf unsere Bühne gefunden hat.
Dieser Lyriker dürften vielen Lesern bekannt sein, die Teil der Blogger Community sind. Wer ihn noch nicht kennt, der hat definitiv was verpasst und darf sich heute mit ihm auf eine lyrische Reise durch seine Wortwelt begeben.
ER schaut gerne hinter die Fassade und betrachtet gerne dass, was zwischen den Zeilen steht. Heute geht es nicht nur um das Wort und die Worte selbst, sondern auch um das, was hinter dem Wort steht, was das Wort transportiert.
Er ist ein Gefühlsmensch und ein Gefühlsdichter und das Fühlen ist das Motto des Abends.
Was sagt der Dichter und was meint der Dichter?
Dieser Frage dürfen wir uns heute widmen und er wird davon inspiriert.
Inspirierend wird der Abend sicher, denn seine Worte treffen auch die zartesten Töne und Tönchen des Herzens.
Voller Freude dürfen wir ihn nun ganz herzlich begrüßen:
Maccabros

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1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?
Nun, den Schmerz beim Namen zu nennen ist in etwas so, wie sich selber eine Begründung zu liefern, warum wir uns zum Teil textlich gesehen, selbst entblößen…
In meinem Fall sind es weder Schmerz noch Dämon (wobei auch die sprichwörtliche dunkle Seite der Macht anregend kann) oder eine der vorgenannten Möglichkeiten.

Inspiriert werde ich von vielen Dingen, selbstredend auch, bzw. häufig von der Frau, die ich liebe.

In diesem Zusammenhang ist das Thema Inspiration ein Quell endloser Diskussionen mit anderen Künstlern über die ewige Frage, wo hört die Inspiration auf und wo fängt die Kopie, die Adaption, der Diebstahl an, aber ich möchte das Thema hier nicht vertiefen.

Ich habe seit jeher sehr gerne gelesen und eine halbwegs brauchbare Allgemeinbildung (bitte keine Erdkundefragen) und auch Kreuzworträtsel erfreuen sich einiger Beliebtheit. Anlässlich eines runden Geburtstags meines Vaters ergab es sich, dass ich spontan versuchte, einige Zeilen in gereimter Form über den bisherigen Lebensverlauf zu verfassen, wobei der Text mir heutzutage doch recht ungelenk und teilweise erzwungen gereimt vorkommt, aber ich erhob seinerzeit keinen Anspruch auf übliche Regelungen hinsichtlich der Gedichtform.

Mittlerweile schreibe ich grundsätzlich in der gereimten Form, wobei es mit schwerfällt, davon abzugehen, es klingt bei mir, für mich sonst nicht richtig – ich bewundere die Fähigkeiten bei anderen, sich ohne diese Form auszudrücken.

Richtig oder eher regelmäßig wurde die Schreiberei, oder der Ausdruck der Gefühle und Gedanken dann erst ab 2005.
Grundsätzlich würde ich mich als eine Art Gefühlsdichter bezeichnen, wobei ich eine leichte Form der Empathie mein Eigen nenne, da ich zum Teil durch die Worte anderer das erfühle was Sie wirklich meinen, was nicht immer dem geschriebenen Wort entspricht.
2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …

Meine Macken oder schlechten Eigenschaften…ich bin oft zu schnell eingeschnappt und grolle dann vor mich hin, wobei ich auch, und das sehe ich als gute Eigenschaft an, doch schnell wieder „normal“ „einraste“, da ich ein sehr harmoniebedürftiger Mensch bin.
Ungerechtigkeiten prangere ich an und ereifere mich über Themen, die mir wichtig sind und vertrete dabei vielleicht ab und zu sehr meine Meinung zu direkt und bestimmend.

Geheimnisse sind keine mehr, wenn ich sie ausplaudere, aber ich habe spät, nicht zu spät im Leben erkannt, dass da noch mehr ist und dass vieles was ich vorher für undenkbar hielt, mit dem Menschen an Deiner Seite der Dich liebt, zu realisieren ist.
3. Welche Götter verehrst du?

Nun, ich bewundere Loriot und Heinz Erhart ob ihrer Fähigkeiten, mit den Wörtern zu spielen und daraus etwas Besonderes zu machen, Franz Grillparzer, natürlich Rilke und noch einige der bekannten Klassiker.
4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?

Ich habe bisher nur an einer kleinen Lesung teilgenommen (privater Dichterkreis), wobei ich feststellen durfte, dass die Fähigkeit schreiben zu können nicht zwingend einhergeht mit der Fähigkeit entsprechend zu lesen, oder besser vorzutragen.

Poetry-Slam reduziert meiner Meinung nach die Kunst auf Schlagworte und Spontanität, was gewiss ihren Reiz hat, aber die Tiefenwirkung erzielt man meines Erachtens doch eher mit dem Lesen und empfinden der Worte.

Ich habe zwei Mal etwas in der Frankfurter Bibliothek der Brentano Gesellschaft veröffentlicht, ich habe ein Gedicht im Coppenrath Verlag über Schutzengel verkaufen können, was auch in Buchform veröffentlicht wurde und bin noch bei WordPress, Myblog (lange vor Facebook und anderen Seiten), und bei Gedichte.com vertreten.

Maccabros WordPress

Maccabros MyBlog

Gedichte.com
5. Und nun, zeige dich!
Es gibt von mir im Netz nahezu keine Bilder und ich habe das auch nicht vor zu ändern, daher möchte ich meine Werke für mich sprechen lassen, wobei ich mich bemüht habe, bisher möglichst unveröffentlichte Gedichte zu nehmen.

Wie definierst Du Dich am besten,
über ein Bild, Musik, ein Wort,
bist Du ein Gleichnis voller Sätze,
oder ein seltener, ferner Ort?

Gibst Du Gefühlen einen Namen,
erzählst Du Dir, dass was Du denkst,
malst Du ein Märchen voller Farben,
den Wind, mit dem Du Blätter lenkst?

Bist Du ein Stein am hohen Felsen,
die Flocke, die Lawinen bricht?
Ein Grashalm, schmal am Wegesrande,
sich reckt und streckt, gen Himmel sticht?

Wir sind so artig wie auch einzig,
der Mensch an sich, fast ungeteilt,
Definitionen über Taten,
sei Du es, der in Liebe weilt…

© Maccabros 09./18.09.2018

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Du bist die Welt unter den Füßen,
Du bist der Mond in meiner Nacht,
Du bist die Sonne meiner Tage,
die Seele, und mein Herz erwacht.

Du bist so viel, kaum zu beschreiben,
denn Worte bleiben doch begrenzt,
Du bist das Feuer meines Lebens,
die Freude Atemzüge kränzt.

Du bist was ich nur schwer begreife,
Du kamst und bliebst wo ich fast fiel,
die Hand zu halten, letzte Chance,
das Glück zusammen, Start und Ziel…

© Maccabros 09.10.2019

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Nichts ist jemals selbstverständlich,
alles hat stets seinen Preis,
kämpfe für die Eine Liebe,
die es wert ist, wie Du weißt…

© Maccabros 14.10.2019

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Der Tag ist kalt, ohne die Wärme,
die Du mir jeden Tag gewährst,
der Sonne gleich ist Deine Liebe,
die Du mich täglich weiter lehrst.

Der Tag ist grau ohne die Farben,
mit denen Du die Welt erhellst,
die Dunkelheit ist ohne Schrecken,
weil Du Dein Licht daneben stellst.

Der Tag ist gut zum freien Atmen,
mit der Präsenz die Dich umgibt,
der Herbst mag kommen wie der Winter,
Du bist es, die mich schützend liebt…

© Maccabros 23.10.2019

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Begrabe Träume mit der Hoffnung,
dass jeder davon Früchte trägt,
er sich belebt und dann verwandelt,
und später weiter Wurzeln schlägt…

© Maccabros 16.10.2019

4 Gedanken zu „Montagslyriker 7: Die Geschichten hinter dem Sichtbaren

  1. Leicht und schön zu lesen.
    An diese Art der Dichtung bin ich von klein auf gebunden und kann selbst auch nicht anders dichten.
    Ich finde es wunderbar.

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