Montagslyriker 9: Elena Calliopa_ein Kind der Kunst, Kreativität und Fantasie

Liebste Abendgrüße an euch:-)


Mein werter Kollege Matthias Breimann und ich stehen bereit, denn es ist wieder Zeit für die Montagslyriker:-)
Auch heute Abend fliegen wir durch die lyrische Welt der Zeilen und Verse und sie schenkt uns heute ihr Wort.
Sollte sie ihre Lyrik beschreiben, würde es heißen: psychologisch-feministisch-politisch-humoristisch-aktivistische Zuckerwattelyrik.
Ihre Werke thematisieren alle Themen des Lebens, wie Gefühle, Begegnungen, Musik, politische Ereignisse, Ungerechtigkeiten, Glücksmomente und die Liste könnte man endlos weiterführen.
Bereits im Kleinkindalter brachte sie sich selbst das Schreiben bei und konnte gar nicht früh genug mit dem Schreiben beginnen.
In ihrer Lyrik findet sie ihre eigene Stimme, verleiht ihren Gefühlen, Gedanken, Meinungen laut Ausdruck.
Und was wäre das Leben, wenn man nicht ab und an von der undefinierbaren Norm abweichen würden? Sei es auch nur kulinarisch
Lassen wir sie einfach mal selbst erklären und lassen uns heute Abend von ihr bezaubern
Herzlich willkommen und herzlichen Dank, dass du heute unsere Bühne rockst:
Elena Calliopa

Elena Calliopa Instagram

1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zur Kunst verführte?
Es ist unmöglich, einen einzelnen Dämon zu benennen! Ich glaube fest daran, dass jedes Kind mit einem Sinn für Kunst, Kreativität und Fantasie geboren wird. Die Kunst ist nur, im Inneren ein Kind zu bleiben!
Wie ich aber konkret zur Wortkünstelei kam? Ich konnte mich schon immer für Worte begeistern, brachte mir mit vier Jahren selbst das Lesen bei und schrieb mit acht Jahren mein erstes Gedicht. Das Gedicht handelte vom einem vergessenen Schokoladennikolaus; es ging in meinen Werken also schon immer um die relevanten Themen des Lebens… Heute treibt mich alles zur Dichterei, was mich in meinem alltäglichen Leben bewegt: Gefühle, Begegnungen, Musik, politische Ereignisse, Ungerechtigkeiten, Glücksmomente – die Liste ist lang. Wenn ich meinem Genre einen Namen geben müsste, dann wäre das so etwas wie: psychologisch-feministisch-politisch-humoristisch-aktivistische Zuckerwattelyrik.

2. Wer mich kennenlernen will, muss wissen, dass ich…
…meine Pizza in Balsamico Essig tunke. Change my mind.

3. Welche Götter verehrst du?
Ich habe keine wirklichen poetischen Idole, auch wenn es in der Vergangenheit und Gegenwart unzählige großartige Poet*innen gibt! Lyrik bedeutet für mich nicht, die bestimmte Form einer poetischen Autorität nachzuahmen, sondern meine ganz eigene Stimme zu finden. Es geht darum, laut zu werden und meinen Gedanken, Meinungen und Gefühlen Ausdruck zu verleihen – die Form spielt da nur sekundär eine Rolle. Deshalb ist mein Vorbild Malala Yousafzai, Menschen- und Frauenrechtlerin, die mich immer wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, meine Stimme zu erheben, für mich selbst und andere.

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?
Ich belästige meine Familie und Freund*innen mit Weihnachts- und Geburtstagsgedichten! Spaß beiseite: Ich trage zu besonderen Anlässen Gedichte vor, nehme an Poetry Slams teil, teile Gedichteschnipsel auf Instagram @vomdichtenunddenken , schicke Gedichte bei Magazinen ein und träume von einer eigenen Anthologie.

 

5. Und nun, zeige dich!

Fünf vor Zwölf

Fünf vor Zwölf, ein Lauf mit der Zeit
Wenn die Erde ein letztes Mal ums Überleben schreit

Lang genug haben wir unbedacht
Ihre Fülle zu unserem Reichtum gemacht
Lang genug haben wir selbstfokussiert
Nach ihren begrenzten Ressourcen gegiert
Lang genug haben wir sie ausgenutzt
Die Luft zum Atmen rücksichtlos verschmutzt
Lang genug haben wir sie ungestraft
Ausgezehrt, entwürdigt und versklavt

Wenn die Erde ein letztes Mal ums Überleben schreit
Fünf vor Zwölf, ein Lauf mit der Zeit

Toxisch

Und manchmal hab ich dieses Gefühl
Du willst in anderen nur das Schlechte sehen
Denn es ist einfacher, als sich einzugestehen
Einfacher, als einmal zu hinterfragen
Ob du dich eigentlich selbst noch ertragen
kannst

George

Die Welt
hält
den Atem an,
so lange
bis man auf Menschenrechte
vertrauen kann.
Die Welt
hält
den Atem an,
mit George.

Honig

Und deine Blicke gießen
Feuer in meine Adern

Und unsre Lippen schließen
wortlose Versprechen

Uns unsre Körper fließen
Wie Honig in einander

Und wir – eins.

4 Gedanken zu „Montagslyriker 9: Elena Calliopa_ein Kind der Kunst, Kreativität und Fantasie

  1. Schön, das Elena in ihrem Innern, die Kunst, ein Kind zu bleiben, sich erhalten hat und dabei auch das Wort als Kunstgattung für sich entdeckt hat. So konnte sie für ihren Montagslyriker Auftritt einen wunderbaren Mix zubereiten.
    Und der Leser kann nun daran teilhaben; an ihren lyrischen Darstellungen von politischen Ereignissen, Ungerechtigkeiten und Glücksmomenten. Wovon ich zuvor noch nie hörte: „Zuckerwattelyrik“, süß. Einfach weiterhin und viel Erfolg in der Wortkunst.

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