Soundcheck: TRAVELLER

TRAVELLER, eine rebellische Vierertruppe aus Deutschland, bringt eine explosive Fusion aus knallharten Riffs, filmreifer Atmosphäre und eingängigen Hooks auf die Bühne. Die talentierten Musiker nehmen ihre Zuhörer mit auf eine kraftvolle Achterbahnfahrt durch die Extrempunkte des Lebens, begleitet von aufwühlenden Emotionen und komplexen Instrumentals.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2016 hat Traveller Menschen weltweit zusammengebracht, um gemeinsam durch die Stürme von Schmerz und Trauer zu navigieren. Die Band engagiert sich leidenschaftlich für eine oft übersehene junge Generation und hat dabei eine unverwechselbare musikalische Identität geschaffen. Ihr Stil fusioniert progressive Metal-Subgenres mit melodischen Hardcore-Einflüssen und bringt frischen Wind in die deutsche Metalcore-Szene.

Travellers Songs erzählen in poetischer Form Geschichten, die die Herzen vieler teilen. Der Name der Band wird zur lebendigen Realität: Der Weg, den sie musikalisch einschlagen, ist ihr Ziel.

In einem exklusiven Interview gewähren uns die Mitglieder von Traveller einen einzigartigen Einblick in ihre künstlerische Musikreise. Taucht ein in die Welt von Traveller und erlebt die Power dieser Band hautnah!

Über die Band:

Jens Böthin [Vocals]

Jens Cedric Pieper [Guitar]

Nico Schwanitz [Bass]

Bertrand Rothen [Drums]

 

Ein Soundcheck mit TRAVELLER.

 

 


So Jungs, zum warm werden – erzählt mir doch ein bisschen was über euch, euren Sound. Was ist das Besondere daran und was sind eure Alleinstellungsmerkmale?

Wir sind Traveller, ursprünglich 2016 im Ruhrgebiet gegründet, und 2021 neu formiert. Persönlich hören wir eine große Bandbreite an unterschiedlichen Genres und bringen daher unterschiedliche Einflüsse mit. Zum Großteil sind wir natürlich aus der Modern-Metalcore-Nische, die gerne auch mal etwas progressiver ist und keine Scheu vor elektronischen Elementen hat. Melancholische Atmosphären, low-tuned Gitarren, komplexe aber eingängige Riffs, die manchmal auch einfach stupidly heavy sein können. Insgesamt fokussieren wir uns allgemein auf drei Alleinstellungsmerkmale: 1. Unser Fronter Jens mit seinen markanten Shouts und Cleans 2. Der betonte Einsatz von Ambient-Elementen zur Schaffung von Dimension 3. Die verspielten Arrangements, damit die Rhythmus-Sektion immer wachsam bleibt! 

 

Eure EP HOMESICK hat vor Kurzem das Licht der Musikwelt erblickt. Könnt ihr mir ein wenig was zum Hintergrund erzählen? Wie lange habt ihr daran gearbeitet? Warum dieser Titel? Worum geht es in den Songs?

Aufmerksame Beobachtende werden sich wahrscheinlich erinnern, dass die Band zu Zeiten der letzten EP von 2021 – Distance Calls – insgesamt eine relativ andere war; das übergeordnete Thema war Fernweh, was uns zu dem Zeitpunkt miteinander verband. Long story short, nachdem Nico und Bert in die Band kamen und wir ein neues Line-Up hatten, sollte die nächste EP eher als Kontrapunkt fungieren; um Heimweh sollte es diesmal gehen, das wir alle auf irgendeine Art und Weise hatten. Dabei ging es betont nicht lediglich um physische Orte, sondern auch andere Menschen, Vorstellungen bzw. Wünsche und Erinnerungen – nach dem gedanklichen Ansatz, dass ein Zuhause eher geschaffen als gefunden wird. Die Songs sind teilweise noch während der Pandemie und des Umbruchs in der Band entstanden, sodass sie für uns mit zu den persönlichsten Songs gehören, die wir geschrieben haben. Sich als Band neu zu finden, ist nicht einfach! Aber das ist das Ergebnis der “Homesick EP. Aus der Vorstellung, nach einem Ort zu streben, den man “zuhause” nennen kann, haben wir letztlich einen genau solchen Ort mit dem Zusammenwachsen der Band selbst geschaffen. Daher für unsere Bandgeschichte und uns persönlich eine sehr bedeutsame Platte.

 

Um welche Themen kümmert ihr euch als Band selbst, welche Themen habt ihr vielleicht ausgelagert und warum? Welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht?

Aktuell kümmern wir uns um die allermeisten Sachen selbst, vom Songwriting bis hin zur Promotion. Traveller ist ein toller Zusammenschluss aus “Machern” mit viel Know-How und Erfahrungen in der Musikindustrie, sodass wir beinahe jede Aufgabe selbst erledigen. Wir haben wenig ausgelagert – wie z.B. einzelne Production-Aspekte (Musikvideos, Promofotos), die wir einfach nicht in gewünschter Qualität selbst produzieren können. Wir schätzen an sich die Hoheit über unsere Entscheidungen, wir “machen was wir wollen” und sind der Meinung, dass wir mit gegebenen Mitteln selbst gute Ergebnisse erzielt haben, und sehen darin den Trade-Off, Themen abzugeben: einige Dinge würden wir lieber von anderen erledigen lassen und mehr Zeit in das “Musiker-Sein” investieren, aber nur wenn sich mindestens gleichbleibende Qualität gewährleisten ließe. Bisher hat das aber alles bestens funktioniert und wir blicken sehr zuversichtlich in die Zukunft.

 

Wie wichtig ist für euch das Live-Geschäft und hat euch die Pandemie stark getroffen? Wie war das für euch? Hatte diese Zeit Einfluss auf die Art und Weise, wie und welche Musik ihr heute macht?

Wir haben kürzlich die erste Show nach 3,5 Jahren gespielt, die Pandemie hat die komplette Industrie ja hart getroffen. Darüber hinaus haben wir erstmal vorrangig an uns und unserer Musik gearbeitet, weshalb das Live-Geschäft für uns ehrlich gesagt, erstmal nachrangig war. Wir spielen gerne Shows, aber das Post-Pandemie-Bandgefüge ist örtlich verteilt (zwischen Ruhrpott, Stuttgart und Berlin) und daher hauptsächlich über Studio-Produktion zusammen gewachsen. Zudem haben alle Mitglieder über die Zeit schon zig Shows gespielt, und würde in Sachen Live-Präsenz zukünftig lieber auf Qualität statt Quantität setzen. Trotz Pandemie sind wir unserer Linie treu geblieben. Den einzigen Einfluss bemerkt man, wenn man sich unsere Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten, anschaut. Wir konzentrieren uns auf die wichtigen Dinge und stellen das in den Vordergrund, nehmen uns viel Zeit dafür. Das merkt man an der Qualität der aktuellen Produktionen und am Feedback der Hörerschaft.

 

Die typische Floskel-Frage, die aber natürlich nicht fehlen darf, muss ich euch auch stellen. Was würdet ihr jungen Bands, die gerade entstehen, raten? 

Es gibt aktuell gleichzeitig so viel Zugang zu Ressourcen wie nie zuvor – Online-Tutorials für alles, von wie man Instrumente spielt, bis wie man eigene Aufnahmen produziert – wie auch der Konkurrenzdruck so hart wie nie zuvor ist. Einfach ausgedrückt – selbst lokale/regionale Bands produzieren heutzutage auf einem Niveau, das vor 10 Jahren nur Profis zur Verfügung stand, und da muss man dranbleiben, um überhaupt irgendwelches Interesse zu wecken. Arbeitet an eurem eigenen Sound, bleibt euch treu und nutzt die vorhandenen Ressourcen. Und ganz wichtig: investiert in euch selbst, dann werdet ihr automatisch wachsen, sowohl persönlich als auch im Sinne eurer Fanbase. Es gibt keine Abkürzungen, die man sich erkaufen kann! “Trust the process”, so gesehen.

 

Wie sehen eure Pläne in naher Zukunft aus? Was steht bei euch an? Und wo kann man euch finden? 

Wir arbeiten natürlich schon an zukünftigen Veröffentlichungen und haben in diesem Jahr noch einige Termine. Im nächsten Jahr wird unser Live-Geschäft nochmal ordentlich angekurbelt, da gibt es schon konkrete Pläne und Bestätigungen. Bleibt deswegen gern auf dem Laufenden, vielleicht sieht man sich mal an einem Stop durch eure Stadt:

 

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