Soundcheck: NOCTUNE

In den malerischen Gefilden von Koblenz am Rhein hat sich seit Anfang 2019 eine aufstrebende musikalische Kraft formiert – die Band NOCTUNE. Mit einem Sound, der sich im Spannungsfeld zwischen Djent, Groove und Progressivität bewegt, gehen sie ihrer Passion für komplexe Musik nach. Mit einer Affinität zu anspruchsvollen Rhythmen und komplexen Strukturen begeistert Noctune Musiker, während ihr eingängiger Gesang und die Mehrstimmigkeit darauf abzielen, ein vielfältiges Publikum anzusprechen.

Noctune legt großen Wert auf stimmige Lyrics, die mit einer entsprechenden musikalischen Inszenierung unterfüttert werden. Manchmal entstehen ihre Werke aus den Lyrics, manchmal umgekehrt – immer mit dem Ziel, eine harmonische Verbindung zwischen Wort und Klang zu schaffen. Dabei verstecken sich in ihren Kompositionen gerne kleine Eastereggs oder Referenzen für aufmerksame Hörer. Ein besonderes Highlight ihres Schaffens: die Liebe zu kraftvollen Breakdowns!

Obwohl Noctune noch recht frisch auf der Musikszene erscheinen, sind sie keineswegs Neulinge. Die Mitglieder sind erfahrene Musiker mit einem reichen musikalischen Hintergrund, die sich in der klassischen Rockbesetzung aus Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug auf der Bühne präsentieren. Lasst euch von Noctune in eine Welt entführen, in der kraftvolle Klänge, anspruchsvolle Rhythmen und tiefgreifende Lyrics zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.

Wir hatten die Ehre, Noctune zu einem exklusiven Interview einzuladen. Taucht ein in ihre Welt und erfahrt aus erster Hand, was sie zu den Themen Live-Auftritte, Social Media und ihre möglicherweise überraschende Perspektive auf Schlagermusik zu sagen haben.

Ein Soundcheck mit NOCTUNE

 

 

So Jungs, zum warm werden – erzählt mir doch ein bisschen was über euren Sound. Was ist das Besondere daran und was sind eure Alleinstellungsmerkmale?

Unser Sound ist djentig, groovig und gerne progressiv. Wir mögen komplexe Musik – komplexe Rhythmen und Strukturen, man könnte sagen Musik für Musiker, aber auch mit eingängigem Gesang und Mehrstimmigkeit, mit dem wir ein breites Publikum erreichen möchten. Wir legen Wert auf stimmige Lyrics, die etwas zu erzählen haben und unterfüttern sie mit entsprechender musikalischer Inszenierung, manchmal auch umgekehrt, je nachdem, was zuerst da war. Kleine Eastereggs oder Referenzen soll es darin auch immer mal zu finden geben. Achja, und wir lieben Breakdowns!

 

Wie wichtig ist für euch das Live-Geschäft und hat euch die Pandemie stark getroffen? Wie war das für euch? Hatte diese Zeit Einfluss auf die Art und Weise, wie und welche Musik ihr heute macht?

Mit Beginn der Pandemie waren wir sozusagen gerade mit dem Schreiben so vieler Songs fertig, dass wir auftrittsfähig gewesen wären. Natürlich konnten wir in der Zeit nicht auftreten, stattdessen haben wir viel Hintergrundarbeit betrieben, weitergeschrieben, Social-Media aufgebaut und uns auch weiter kennengelernt. Stilistisch hat sich aus heutiger Sicht nichts durch Corona selbst verändert, wir wären ohne nur vielleicht schneller vorangekommen. Die Zeit war scheiße, aber jetzt gehts halt auch wieder weiter.

 

Um welche Themen kümmert ihr euch als Band selbst, welche Themen habt ihr vielleicht ausgelagert und warum? Welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht?

Ahhhhhhh! Wir machen aktuell noch alles selbst, manches macht Spaß und vieles hält vom eigentlichen Musikmachen ab. Wir schreiben selbst, wir recorden selbst, wir kümmern uns um die Technik und sind jetzt das dritte Mal mit unserem Proberaum umgezogen. Wir machen unseren eigenen Merch, haben dafür auch in eine Siebdruckmaschine investiert, aber so leidliche Notwendigkeiten wie Social Media oder Booking würden wir gerne auf kurz oder lang ausgelagert wissen (wenn ihr wen für uns habt – super). Vieles machen wir, weil wir da selbst die Hand dran haben wollen und Wert darauf legen, manches ist unter anderem auch zeitlich oder finanziell limitiert. Es ist nach wie vor ein Hobby, auch wenns uns viel einspannt.

 

Musik und auch der Zugang zu Musik hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Vor allem durch das Internet und die sozialen Medien. Fluch oder Segen? Und welche Rolle spielen die sozialen Medien für euch persönlich? Wie wichtig sind Instagram, Spotify, YouTube, TikTok für euch?

Fluch oder Segen – das lässt sich gar nicht so klar entscheiden. Durch Social Media haben wir auf jeden Fall eine niedrigschwellige Plattform, um unsere Kunst zu präsentieren, eine Fanbase aufzubauen und uns zu vermarkten. Gleichermaßen ist Social Media auch sehr überflutet und kurzlebig und es ist absolut stressig da Schritt zu halten und bei jeder Aktion auch „contentcreation“ im Hinterkopf zu behalten. Wir zeigen lieber, wenn wir etwas fertig haben, als jeden kleinen Winkel unseres Bandlebens mit aller Welt zu teilen. Dennoch gehts nicht ohne Social Media. Wir würden gerne jemandem eine CD in die Hand drücken, aber wer hat heutzutage noch einen CD-Player?

 

Wenn ihr auf eure Bandgeschichte zurückblickt, was waren eure musikalischen Highlights?

Unsere Highlights belaufen sich auf das Jahr 2023. Und unsere dritte EP, die dieses Jahr released wurde. Hier haben wir einige Songs, in denen wir unseren Stil gefunden haben, in dem wir uns alle als Musiker wiederfinden. Auch mit unserem neuen Bassisten konnten wir unser Profil gut ergänzen. Wir haben unser erstes Festival gespielt und waren sogar im Finale eines Bandcontests. Wir sind als Band gewachsen und sind stolz auf das, was wir bis heute geleistet haben.

 

Die typische Floskel-Frage, die aber natürlich nicht fehlen darf, muss ich euch auch stellen. Was würdet ihr jungen Bands, die gerade entstehen, raten? 

Eine Band zu haben heißt oft nicht nur zusammen Musik zu machen. Das ist wie eine kleine Firma, mit Leuten, die man mag und es ist mit viel Arbeit verbunden, wenn man was erreichen will. Am besten hat man richtig Bock auf Social Media und die Selbstdarstellung darüber, ohne gehts heutzutage kaum, außer man ist reich und jemand anderes macht das für einen. Macht Musik, hinter der ihr stehen könnt, auch wenn man mal damit aneckt, irgendwann ist es bestimmt Trend und so lange müsst ihr durchhalten (außer Schlager, der verkauft sich immer gut :)).

 

Wie sehen eure Pläne in naher Zukunft aus? Was steht bei euch an? Und wo kann man euch finden? 

Unsere Pläne beziehen sich vor allem auf das Ausarbeiten unserer Show. Darunter fallen kleinere Inszenierungen, Storyelemente, mehr Licht, mehr Wow und Professionalität. Unser Gitarrist sieht sich neben der Gitarre auch immer öfter an den Vocals, vielleicht lässt sich damit noch mehr arbeiten. Ansonsten: Mehr Auftritte, größere Bühnen, mehr Fans und ganz vielleicht auch wieder mehr Musik.

Wer uns hören möchte, findet auf unserer Website alle Gigs, auf denen wir spielen. Für im Auto oder unter der Dusche gibts eure liebsten Streamingdienste, wie z.B. Spotify. Wer unsere Musikvideos gucken möchte, ist mit YouTube gut bedient. Wer uns buchen möchte, schreibt uns unter booking@noctune-band.de eine Mail oder nutzt das Kontaktformular unserer Bandseite. Merch gibts da auch, DIY, mit ganz viel Liebe <3 Ansonsten könnt ihr uns auch gerne auf Insta oder Facebook folgen, TikTok haben wir bisher nicht, damit unsere Bemühungen unser Bandleben transparent zu gestalten nicht vergebens sind.

Vielen Dank für die Interviewfragen und die damit verbundene Anregungen, sich über so Themen mal wieder in der Band auszutauschen. Wo stehen wir, wo wollen wir hin, was macht uns aus und warum.

 

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