Punk mit einem Schuss Girl Power? Klingt nach einer großartigen Idee – und Schnuppe macht es genau richtig! Ihre Debütplatte Drin was draufsteht, die am 21. März 2025 veröffentlicht wurde, ist ein wilder, frecher Ritt durch die schillernde Welt der Punkrock-Girlies, der mit einer gehörigen Portion Eigenwilligkeit daherkommt.
Auftakt mit Ansage
Das Album startet mit Storno, und direkt wird klar: Hier gibt’s Punk – aber nicht nach Schema F. Die markante Bassline knallt rein, die Attitüde sitzt, und Schnuppe machen von Anfang an klar, dass sie nicht zum Kaffeekränzchen eingeladen haben.
Mit Bier für die Girls geht’s weiter – und ja, der Titel allein bringt schon ein Schmunzeln. Ein bisschen Punk, ein bisschen Pop, eine Stimme, die irgendwo zwischen rotzig und charmant oszilliert – und dann, ganz plötzlich, habe ich eine Assoziation zu Mary on a Cross von Ghost. Klingt wild? Ist es auch. Aber genau das ist der Punkt: Schnuppe fühlen sich gleichzeitig vertraut und aufregend neu an.
Showbizz bringt ein bisschen Elektro-Vibes ins Spiel, Keyboard-Sprenkel hier und da, während die Punk-Attitüde weiterhin ungeniert mittendrin rumhüpft. Dann kommt Aspirin, und zack, der Bass drückt wieder rein. Ein Song, der dich zwingt, mit den Füßen zu wippen – ob du willst oder nicht.
Rock’n Roll statt Casual Friday
Rock’n Roll Freitag – schon allein der Titel ist ein Statement. Warum Casual Friday, wenn man auch offiziell den Rock’n-Roll-Freitag einführen könnte? Musikalisch gibt’s 80er-Vibes, versetzt mit genau den richtigen Keyboard-Tupfern, um dem Ganzen die perfekte Würze zu verpassen.
Und dann kommt Côte d’Azur. Ein Akkordeon, Leute! Kurz blitzt das Bild eines Punk-Oktoberfests auf, doch bevor es zu sehr nach Biergarten riecht, schubst uns Plastik wieder zurück in schnuppe’sche Punk-Gefilde. Genau dieser unvorhersehbare Twist macht die Band so spannend. Chapeau!
Mehr als nur Party und Krawall
Aber keine Sorge, es bleibt nicht nur bei Party und Krawall. Schnuppe haben nicht nur Schaum vorm Mund, sondern auch Köpfchen. Zwischen den eingängigen Melodien steckt immer eine Botschaft – mal subtil, mal mit dem Vorschlaghammer. Wer es eine Spur ruhiger braucht, kann mit Die Hängengebliebenen durchatmen, bevor Don’t Babe Me am Ende nochmal richtig schön die Kante gibt.
Schnuppe sind die Klasse für sich – hier trifft Feiern auf Aufmüpfigkeit, Punk auf Pop, und Bier auf Gesellschaftskritik. Ihr Album Drin was draufsteht ist ein Cocktail aus Rotzigkeit, Humor und einer ordentlichen Portion Attitüde. Und ob es euch gefällt oder nicht? Ganz ehrlich – Schnuppe eben!
Mehr zur Band Schnuppe findet ihr in den Socials.
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Ein Gedanke zu „Schnuppe – Drin was draufsteht – Album Review“