Montagslyriker Runde 6- Porträtdialoge (Special)

Ich begrüße euch am heutigen Montagabend und hier geht es weiter mit den Montagslyrikern.

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Mein geschätzter Kollege Matthias Breimann und ich, haben heute allerdings eine Besonderheit für euch, denn heute wird es malerisch. Heute lassen wir wieder Leinwände sprechen.
Heute geht es um Farben und Formen und um das Porträt.
Den folgenden Künstler habe ich schon einmal hier auf meinem Blog vorgestellt und es ist eine enorme Freude für mich, dass er der Einladung der Montagslyriker gefolgt ist.

Seine Kunst hat es mir angetan, aber er ist nichts für schwache Nerven.
Ein Zitat, welches ich hier von ihm einfügen darf, lautet:
Es ist doch viel schöner die Schatten zu betrachten als die Sonne.

Dadrüber kann man sicher diskutieren, aber in seinem Fall ist das Endresultat absolut beeindruckend.
Düster und eigenwillig, dürfte der erste Eindruck sein, aber genau das ist es, was so fesselt und den Betrachter in seinen Bann zieht. Das Auge kann nicht anders, als hinsehen und das Hirn kann nicht anders als denken.
Farbgewalt ist versprochen und ein Gang durch seine Galerie kann sowohl böse, als auch inspirierende Geister wecken.

Das erste Interview, welches ich mit ihm geführt habe, könnt ihr hier nachlesen:
Interview mit dem Künstler

Nun dürfen wir euch voller Stolz den Mann an der Leinwand vorstellen:
Toby Bohne @artistbohne
Toby Bohne -1984 in Dortmund geboren; hatte bereits vor seinem Studium der freien Kunst und Illustration an der Ruhrakademie Schwerte, zahlreiche Ausstellungen in Galerien und Privathäusern. Seine erste Ausstellung hatte Bohne bereits 1999.
Ab 2010 stellte er regelmäßig in Wien und im Ruhrgebiet aus.
Zuletzt waren einige Bilder bei der SWAB Art Fair in Barcelona zu sehen.
Im Kontext von düsteren Bildwelten, geradezu Schattenwelten, die auf die Nähe von Glamour und Tod verweisen – malt er fotorealistisch, digital und figurativ.

Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Malen verführte?

Meine Mutter malte schon. Ihre Bilder fand ich als Kind sehr faszinierend und ich fand es spannend, wie das Bild im Kopf den Weg über die Kreativität, auf das Medium fand. In der Schule stand dann irgendwann die Frage der beruflichen Zukunft an und ich entschied mich für die Kunst und bemerkte, dass der normale berufliche Werdegang keine Option für mich darstellen kann, weil ich nicht mein Leben in 5 Tage Wochen und Urlauben an der Nordsee planen wollte. Jeder Künstler hat sicherlich tiefere Beweggründe für sein Schaffen, aber ich könnte diese Beweggründe nicht verbalisieren. Wenn ich dies könnte, müsste ich nicht weiter malen, sondern wäre schon an mein Ziel angekommen und könnte letztendlich doch Urlaube an der Nordsee verbringen.

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Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …

Ich habe meinen Freund gebeten, diese Frage für mich zu beantworten.

… er eine sehr spezielle Art von Humor hat. (kann positiv und negativ sein)
… er Kritik drakonisch mit Ignoranz bestraft.
… man sich die Antwort auf die Frage, wie man ein Bild findet, gut überlegen sollte. 😀
… er Socken vor dem Waschen nicht auseinander rollt.
… er den letzten Rest Cola immer wegkippt, weil er ihn nicht trinken kann.
… er einen Sinn für Ästhetik und Deko hat.
… er penibel in Sachen Ordnung und Sauberkeit ist.
… sehr viel Wert auf ein gepflegtes Äußeres legt ohne eingebildet zu sein.
… er Stunden in Klamottenläden verbringen kann, ohne ein Teil zu kaufen.
… er eine schon vergötternde Zuneigung für Katzen empfindet.
… und Vieles mehr 😀 (Ich habe diese Liste halbwegs überlebt. LG Stefan)

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Welche Götter verehrst du?

Ich kann diese Frage gar nicht pauschal beantworten, da es immer auf die momentane Lebenssituation ankommt,welcher Künstler mich gerade inspiriert, oder prägt.
Es gab Zeiten, da wollte ich nur Wein und Vodka trinken und dabei The velvet Underground hören. In solchen Zeiten faszinierte mich Jackson Pollock, welcher in einem schwer alkoholisierten Zustand, Farbe auf eine Leinwand spritzt. Im Moment liege ich lieber mit eine Wärmflasche auf der Couch und gucke mir, wenn es gut geht, die Lindenstraße an, welche auch sehr inspirierend sein kann.

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Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?

Mir fällt es schwer mich selber anzupreisen. Ich hoffe oft auf den Zufall und helfe höchstens mit Instagram oder ähnlichen Plattformen nach. Ich wurde nicht enttäuscht, denn eine schöne Gallerie am Timmendorfer Strand ist auf mich aufmerksam geworden. In dieser werde ich im Herbst diesen Jahres meine Bilder ausstellen.

5. Und nun, zeige dich!

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 Toby Bohne

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@artistbohne

8 Gedanken zu „Montagslyriker Runde 6- Porträtdialoge (Special)

  1. Wenn der Spruch „vom Leben gezeichnet“ stimmt, dann hier 😊. Sehr eindrucksvoll, für konventionelle Sehgewohnheiten ist das vielleicht provokant. Aber darin besteht ja oft deren Sinn; in der Provokation. Weiterhin viel Erfolg dem Künstler.

    1. Liebsten Dank für deine Worte🙏❤️
      Kunst ist immer ein wenig provokant, oder sollte es zumindest sein🦋🤗😉

  2. Diese Bilder lösen was aus, man kann sie nicht ignorieren. Dabei sind alle vier Bilder so unterschiedlich, vom Stil. Und die Farben des Mädchens sind beeindruckend. Toll!

    1. Ja, ich kann mich auch gar nicht satt sehen:-) Hatte eben auch schon privat über Toby geschrieben vor einer Weile und dann wollte ich ihn unbedingt für diese Runde als Special und als malenden Part:-)

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