Interview mit dem Autor: Qamar Mahmood über sein Werk „Zwischen den Spiegeln“ (NEU)

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Hallo an euch:-)
Gestern gab es hier eine Buchpräsentation und eine Rezension und heute hänge ich noch ein Interview mit dem Autor dran:-)

Es handelt sich um den Autor Qamar Mahmood und wir bekommen heute einen Einblick hinter sein Werk „Zwischen den Spiegeln„.
Qamar Mahmood: Zwischen den Spiegeln (Rezension) 

Herzlichen Dank Qamar Mahmood für deine Zeit und auch für die näheren Informationen zu deinem Werk!

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Eine Novelle ist etwas anderes, als der gekannte Roman oder auch der bekannte Thriller. Sollte es von Beginn an eine Novelle werden oder entwickelte sich die Idee dazu erst beim Entstehungsprozess?
Ich fange erst an zu schreiben, wenn die Geschichte in allen Facetten in meinem Kopf fertig konstruiert ist. In dem Moment, in dem man den Bauplan des Plots aufs Papier bringt, wird einem in etwa klar, wie lang die Geschichte werden wird. Da überlegt man für einen Moment, ob es ein Roman oder eine Kurzgeschichte werden könnte. Ich glaube, aber etwa der Mitte wurde mir klar, dass die Feder, die ich auf dem Cover des Buches abgebildet habe, eine zentrale Rolle spielt, ein Chaos verursachen, aber auch wieder Ordnung ins selbige bringen wird. Dann habe ich noch etwa 60-70 Seiten aus dem Entwurf entfernt, um es dem Leser zu ermöglichen, das Buch am Stück lesen zu können. Das machte es letzten Endes zu einer Novelle.

Nomen est omen, so sagt man zumindest. In deinem Werk gibt es keine Namen. Auch hierbei arbeitest du wieder mit einem so, eher seltenen Element. Wieso haben deine Figuren keine Namen? Was war der Anreiz dafür?
Namen können assoziativ Nähe zu jemanden, aber auch Distanz schaffen. Bei dem Rätsel, das ich hier dem Leser vorlege, wäre jegliche objektive Distanz kontraproduktiv. Es ist so, als wären dem Leser die Augen verbunden. Das führt im besten Fall dazu, dass er sich mehr auf andere Sinne verlassen muss. Die Namen fehlen als Information, deshalb muss er nun mit den Gefühlszuständen, Eindrücken und Beurteilungen der Ich-Erzähler zurechtkommen. Ich nehme natürlich das Risiko in Kauf, nicht auf die Gewohnheiten der Leserschaft zu achten.

Du zitierst Shakespeare. Wir finden Passagen aus dem Sommernachtstraum. War dieser Dichter oder eben auch sein Stück eine Art Vorbild für dich?
Ich lese sehr viel. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, ich würde meine Zeit verschwenden, wenn ich nicht lese. Dazu gehören neben Sachbüchern, Romanen, Biografien, auch Theaterstücke und Filmdrehbücher. Shakespeare hat historisch gesehen wie kein anderer die Dramaturgie-Regeln in westlichen Erzählungen geprägt. Da sich mein Buch um einen Theaterdarsteller dreht, um Wahrheit und Illusion, Wahrnehmung und Realität, lag es nahe, dass ich meine Notizen zu Shakespeare herauskrame. Der Auszug aus Sommernachtstraum ist aber das einzige, was ich von Shakespeare verwendet habe. Alles andere in meinem Buch hat nichts mit ihm zu tun.

Mit welcher deiner Figuren kannst du dich am besten identifizieren und warum oder gibt es da niemanden?
Ich habe fast allen Figuren eine Ich-Perspektive gegeben. Ich musste mich in alle hineinversetzen. Als ich das Kapitel einer Mutter schrieb, musste ich an die Momente mit meiner Mutter denken. Die Stimmungen und Empfindungen, die ich aus meiner Perspektive erlebt habe, müssen natürlich nicht ihren inneren Zuständen entsprechen, aber wenn man tiefer und tiefer gräbt, kommen Details an die Oberfläche, die bisher nur im Unterbewusstsein existiert haben. Diese genügen dann meist auch, um sie in eine Geschichte zu verpacken.

Du bist selbst Sohn, Vater, Ehemann. Wie viel Autobiografisches liegt in deinem Werk?
Bewusst nichts, unterbewusst womöglich alles. Wenn man versucht, Kunst zu schaffen, hinterlässt man an der ganzen Skulptur Fingerabdrücke. So viele, dass sie am Ende wie ein Muster erscheinen und das Kunstwerk umso menschlicher machen. Als Sohn, Vater, Ehemann lebe ich in Strukturen, die ich nicht vollständig selbst bestimmen kann. Ich schreibe für eben diese Freiheit, mich von jeglichen Strukturen zu lösen.

Selfpublisher oder Verlag ist stets die Frage. Nichts ist da besser oder schlechter, aber was war bei dir der Anreiz es als Selfpublisher zu verlegen?
Selfpublishing ist für einen Autor wie für einen jungen Musiker, sein Video auf YouTube hochzuladen. Natürlich machen in beiden Fällen Talent, professionelles Editing und ein einfallsreiches Konzept viel aus, da ja wirklich jeder ein Video hochladen oder ein Buch über SP veröffentlichen könnte. Aber als Debütant war mir klar, dass ich in beiden Fällen, über einen Verlag oder über SP, mein Buch komplett selbst vermarkten müsste. Da ich hauptberuflich Mediendesigner bin, das Layout selbst übernehmen, meine Website selbst entwickeln und mir beim Lektorat Hilfe holen kann… Wozu also ein Verlag? Ein Unternehmen, das Umsatz generieren muss. Ein Umsatz, den ich ihnen mit einem Debüt nicht sofort liefern kann. Deshalb habe ich mich fürs SP entschieden. Sollte mein Buch einen Verlag überzeugen können, dass es gewinnbringend sein könnte, bin ich für jedes Gespräch offen.

Wenn du dein Werk selbst in einem Satz zusammenfassen solltest, was würdest du sagen?
Das habe ich bereits auf der ersten Seite: „Es gibt nur einen einzigen Künstler. Alle anderen sind Interpreten.“

Was bringt die Zukunft? Welche Projekte stehen bei dir an und auf was kann sich deine Leserschaft freuen?
Jeder, der schreibt, sollte meiner Meinung nach sehr viel lesen und danach ein Buch schreiben, dass er noch nie gelesen hat. Ich schreibe bereits an einem neuen Roman. Das Terrain ist für mich völlig neu und ebenso wie beim ersten Buch riskant. Aber mehr will ich dazu gar nicht verraten. In den kommenden zwei Monaten weiß man mehr.

Herzlichen Dank an den Autor Qamar Mahmood:-)

Hier nochmal sein Werk „Zwischen den Spiegeln“:

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Zu bestellen bei Amazon
Und natürlich darf man Qamar Mahmood auch auf seiner Seite besuchen und sich auch persönlich mit ihm in Kontakt setzen:
Qamar Mahmood

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