Montagslyriker 8_Enrico Schmidt_über Dämonen und Ideale

Dieser Beitrag enthält Werbung, unbezahlt*
Hallo an euch:-)


Weiter geht die Reise der Montagslyriker durch die Runde 8!
Mein werter Kollege Matthias Breimann und ich stehen wieder bereit und heute gibt es einen Rundumschlag an Kunst und Literatur.
Er ist ein Allroundtalent, welches sich sowohl literarisch wie auch künstlerisch ausdrückt.
Die inneren Dämonen seiner Vergangenheit haben ihn nicht nur zum Schreiben verführt, sondern ihn auch zu einem krisenerprobten Ratgeber mit Idealen gemacht.
Neben dem Schreiben ist es die Musik, das Malen und das Erschaffen von Skulpturen, dass ihn durch den Tag und durch die Welt trägt.
Heute gibt er uns einen kurzen Einblick in seinen Lyrikband MELANCHOLIE!
Und weitere Bücher und Bildbände mit seinen Werken und Skulpturen sind geplant.
Zum Hören gibt es ihn auch, denn er betreibt einen Youtube Kanal, auf dem er sowohl eigene wie auch fremde Texte anderer Künstler vertont.
Heute Abend rockt er unsere Bühne:-)
Herzlich Willkommen und herzlichen Dank
Enrico Schmidt

Enrico Schmidt Blog

1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?

Der Bergriff Dämon erscheint mir hier ziemlich angebracht, den tatsächlich sind es in der Vergangenheit meine inneren Dämonen gewesen, welche mich dazu bewegten einen kreativen Ausdruck für mich zu suchen und zu finden und so kam es, das ich schon in jungen Jahren, die Musik, das Schreiben oder auch das Malen und erschaffen von Skulpturen für mich entdeckte.

2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …

Wer mich kennen lernen will, sollte eben von diesen, meinen inneren Dämonen wissen und das ich eben gerade durch mein Leben mit ihnen, ein sehr geschätzter und treuer Wegbegleiter geworden bin, für jene die mir nahe stehen und mich kennen, ein Mensch mit Idealen so könnte man sagen und da meine sogenannten inneren Dämonen mich in der Vergangenheit, auch in so manche Lebenskrise brachten, kann ich ebenso auch oft ein guter Ratgeber sein, auf Grund meiner Krisenerprobtheit. 🙂

3. Welche Götter verehrst du?

Diese Frage kann ich nur schwer beantworten, da es zu allen Zeiten und aus so vielen Genres Künstler gibt und gab, die für mich mehr nur als Inspirierend waren.

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?

Derzeitig ist mein erster Lyrikband Melancholie auf dem Mark erschienen, beim NIBE -Verlag. Ansonsten sind ein Bildband im Bezug auf meine Gemälde und Skulpturen in Planung, sowie ein Buch mit Kurzgeschichten. Ebenfalls betreibe ich einen Youtubekanal DER EREMIT, wo ich meine eigenen Texte, aber auch die Texte anderer Künstler vertone. Des weiteren betreibe ich mein Atelier, welches in den kommenden Jahren immer mehr zu einem kulturellen Veranstaltungsort ausgebaut werden wird und somit auch anderen Künstlern und Autoren eine Plattform bieten soll. Und natürlich halte ich Lesungen und wer mag kann gerne auch meine Homepage besuchen oder meine Seite auf Facebook/ Instagramm verfolgen.
Enrico Schmidt Blog  

5. Und nun, zeige dich!

Auszüge aus Melancholie:

Antichrist

Eine riesige Massenpsychose
scheint diese Menschneurose
im atavistischen Status quo
rigoros etabliert zu haben.

Wegen der dekadenten Ataxien
bewegt euch immer nur im Kreis herum,
ohne zu sehen, dass Armut pflastert unseren Weg.

Durch unseren Denunzianten Zeitvertreib
haben wir es beschworen,
erneut geboren!
Diese lautere Psychose, das sind wir ,der Antichrist ist hier!

Nur Gedanken

Es gibt keine Worte mehr für die Tiefe meiner Gedanken.
Es gibt keine Worte mehr für die Schönheit dieser Welt,
und für die Verzweiflung des Menschen
am Menschen.

Wir haben aufgehört zu vertrauen,
weil wir vertrauten und gebrochen wurden
und so glaubt nun mancher,
es sei gar recht und billig,
Verletzungen weiter zu geben,
den Glauben in seinen Nächsten aufzugeben.

So werden aus den Opfern von Gestern
die Täter von Morgen.

Doch wir müssen bauen und bauen
nicht höhere Türme,
nicht dickere Mauern, gar Grenzen,
sondern reine Herzen!

Wir heucheln Interesse,
für Geschehnisse in weiter Ferne,
aber sind unfähig,
den eigenen Nächsten zu fragen,
wie es ihm geht.

Wir rennen mit Schwert und Feuer
durch diese Welt, um angeblich einen Gott zu verteidigen,
der nie mehr verlangte, als das wir einander stützen und lieben!

Wir kriechen vor heidnischen Göttern, Mythen und Sagen
und versuchen ernsthaft,
eine fiktive Vergangenheit zu rekonstruieren,
welche längst unwiderruflich zu Asche zerfallen ist!

Wir befragen Karten,
lutschen an Edelsteinen,
obwohl wir selbst die edlen Steine sein müssten.
Wir Meditieren uns auf Irrwegen um Kopf und Kragen
und finden dennoch niemals die nötige innere Ruhe.

Wir sehen die Schuld in jedem Teufel in unserem Nächsten,
doch verlieren gänzlich die Befähigung zur Selbstanalyse!

Es spielt keine Rolle,
ob wir verletzt wurden,
ob wir beraubt wurden,
ob wir gedemütigt wurden,
wichtig ist nur,
das wir es niemals gleichtun
und weiterhin auf Herzen bauen!!!

Wir vertrauen auf Wissenschaftler,
misanthropische Philosophen,
auf Panikmacher und auf geduldiges Papier,
auf Politiker, Verführer und Führer,
nur auf uns Selbst vertrauen wir nie!

Wir haben uns einreden lassen,
wir wären Bioroboter und eine breite Masse,
hätten keine Seele und seien nur ein Tier,
dabei werden wir selbst gerade, zu plappernden Affen!

Wir glauben an Unterschiede,
aber nicht an Gemeinsamkeiten.
Wir erziehen Kinder,
doch haben vergessen wie unser Kindsein war.

Wir müssen erwachen!
Aufeinander bauen,
einander vertrauen,
die Hände reichen zum Gruß.
Wir müssen bauen und bauen,
nicht höhere Türme,
nicht dickere Mauern, gar Grenzen,
sondern reine Herzen!

Wir lehnten die Nächstenliebe ab
und existieren durch die mitleidlose Liebe.
Wir sollten stillstehen,
anfangen zu lernen, erneut in uns zu gehen.

Wie nur soll der Mensch ein Meister sein?
Wenn er selbst seinen eigenen Meister
noch immer sucht?

Ich bin der ich bin

Ich fiel als Regentropfen in diese Welt
war der Schattenhafte Fleck in eines Jaguars Fell.
Ich war das Blut in den Pferden des Khan
und die Mutter
die alle Götter gebar.

Ich bin der Wind
der zeitlose Sturm
die Welle im Meer
und das ewige Moor.

Ich fiel hernieder in eure Welt
dehnte mich aus am himmlischen Zelt.
Ich durchtränke die Nacht in zärtlichen Rot
ich werde beenden der Mutter Erde tiefe Not.

Ich breite meine schwarzen Flügel aus
durch wandere Zeiten und beschneide den Lebensbaum.
All eure Illusionen seht ihr durch mich
doch die Wahrheit die kennt
ihr Menschlein nicht.

Euer Ego steht der Schöpfung im Weg
darum bin ich es der eure heiligen Siegel verdreht.
Ihr glaubt an so vieles
nur nicht an mich
dabei bin ich der Schatten
auf eurem Gesicht.

Ich bin der Anfang
manifestiert in eurem kümmerlichen Sein.
Ich bin das Ende
ewiglich rein.

Ich bin die Schlange
die sich im Buddha erhebt.
Ich bin ein Blatt
das vom Winde verweht.

Ich bin der Wille
der zum tragen kommt
ein Zyklus
damit das Leben
wieder atmen kann.

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