STONEWALLING: Wie es selbst gute Beziehungen killt!

Eine gute Beziehung ist kein Zufall. Zu einer solchen gehört auch eine Menge Arbeit. Diese geht uns meistens leicht von der Hand. Bist du verliebt, hängt der Himmel voller Geigen. Im Optimalfall wird daraus Liebe und ein langes und glückliches Zusammensein. 

Natürlich haben wir alle keinen Bock auf Zank und Streit, aber selbst in der besten Beziehung kommt es zu Reibereien, zu Missverständnissen und zu Zoff. Hat sich das Gewitter verzogen und haben sich die Gemüter abgekühlt, kann man in aller Ruhe das Gespräch mit dem Gegenüber suchen und wieder einen friedlichen Zustand herstellen. 

Was aber, wenn das Gegenüber mauert? Zur Aussprache nicht bereit ist und sich dem Gespräch entzieht? Genau das versteht man unter Stonewalling. Welche Auswirkungen Stonewalling hat und warum es auch die besten Beziehungen zerstören hat, lest ihr hier.

 

Stonewalling – Die schlimmste Gewohnheit in Beziehungen 

Stonewalling heißt “mauern”. Das Gegenüber baut eine Mauer auf und blockiert damit jeglichen Austausch. Die Person verschließt sich bewusst und lässt weder eine Unterhaltung, geschweige denn eine Problemlösung zu. Dieses Verhalten ist auch körperlich zu verstehen. Das Gegenüber schweigt nicht nur, sondern beschäftigt sich bewusst mit anderen Dingen, verlässt die Räumlichkeiten und ignoriert den Partner oder die Partnerin. 

 

Der Anfang vom Ende

Für Beziehungsexperten ist Stonewalling der Anfang vom Ende. Und das mit Recht, denn wo keine Kommunikation mehr möglich ist, wie soll es weitergehen? 

Um fair zu bleiben, muss man sagen, dass das Mauern eigentlich eine natürliche Reaktion ist. Man zieht sich in sich selbst zurück, weil man von der Situation überfordert ist. Es ist eine Form der Konfliktbewältigung, jedoch ist es keine besonders hilfreiche Taktik. Für das Gegenüber kann dieses Verhalten frustrierend und verletzend sein und fair ist es auch nicht, denn zum Sprechen kann man nun mal niemanden zwingen. 

 

Stonewalling – ein toxisches Verhalten

Bewusstes Ignorieren des Partners oder der Partnerin ist definitiv nicht gesund. Laut Experten ist das “Stonewalling” toxisch für jede Beziehung und führt über kurz oder lang zu einem Beziehungsaus. Probleme werden nicht thematisiert, stauen sich an und die Beziehung kippt ins Negative. Das Unausgesprochene sammelt sich an, kocht irgendwann über und begräbt die Liebe. 

 

Was kann man gegen das Mauern tun? 

Beziehungsexperten geben folgenden Rat: 

Willst du in einer bestimmten Situation am liebsten abblocken, halte kurz inne, atme tief durch und kommuniziere deinem Partner oder deiner Partnerin, dass du eine Pause brauchst, die Situation verlassen möchtest. Nach einem Rückzug sollte das Gespräch später in einem ruhigen Ton weitergeführt werden. Dabei kannst du dir auch so viel Zeit nehmen, wie du brauchst. Aber übertreibe es nicht. Ein paar Stunden oder eine Nacht darüber schlafen sollten eigentlich reichen. Drei Tage Schweigetherapie sind für deinen Partner oder für deine Partnerin nämlich keine Auszeit oder Pause, sondern eine Zumutung. 

 

Der Partner mauert – was tun? 

Bist du in der Situation, in der du das Mauern aushalten musst, solltest du in einer stillen Minute das Gespräch mit deinem Gegenüber suchen. Das emotionale Mauern wird oft als Liebesentzug empfunden und seien wir ehrlich: Selbst beim schlimmsten Streit, sollte man sich der Zuneigung des Partners immer bewusst sein. Wenn dieses tiefe Empfinden fehlt, steht die Beziehung unter keinem guten Stern. Wiederholt sich eine Situation immer wieder, kann das Betroffene nachhaltig schädigen. Bei jedem Streit wird die Angst mitschwingen, verlassen zu werden. Das kann sich auch auf andere Beziehungen übertragen. 

Ein Gespräch mit dem Partner oder der Partnerin kann für Klärung sorgen. Teile ihm oder ihr deine Gefühle mit. Sag ihm oder ihr, wie du dich dabei fühlst, wie dich das verletzt oder verängstigt. Ein verständnisvoller Partner oder eine verständnisvolle Partnerin wird in der Regel Rücksicht auf deine Gefühle nehmen und ein Kompromiss dürfte folgen. Sollte dein Partner oder deine Partnerin keinerlei Verständnis für deine Gefühlslage haben oder dir sogar Vorwürfe dafür machen, solltest du deine Beziehung überdenken, denn Kommunikation ist das A und O einer funktionierenden Beziehung. 

 

Ein Gedanke zu „STONEWALLING: Wie es selbst gute Beziehungen killt!

  1. Totale Indifferenz bzgl. anderen Menschen oder auch Sachverhalten ist durchauss dann und wann in Extremfällen sehr gesund *lächle* sowohl für Körper Geist und Kopf und Seele. In partnerschaftlichen Beziehuungen ist sie jedoch völlig fehl am Platz. Zuversichtliche Offenheit ohne Angst sich authentisch zu offenbaren schafft Klarheit und dann *lach* ist’s ja infolge Befriedung enorm pricklig und spannend sich auch ausgesprochen körperlich zu befrieden*g ganz lieb*

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