Am 28. Juni haben Untamed ihre brandneue Single “I Ain’t Gonna Do It” auf die Welt losgelassen. Wir haben sie angepiekt, um mal nachzuhaken, was bei ihnen gerade sonst noch so los ist. Im Interview haben sie klargestellt: Ihre Musik ist in erster Linie dazu da, ihre Fans zusammenzubringen, um gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Außerdem sind sie offen für neue Stilrichtungen und werkeln fleißig an ihrem musikalischen Repertoire herum. Und ohne die Unterstützung ihrer Familien wäre ihr Band-Leben wohl nur halb so wild!
Ihr habt eben erst eure neue Single “I Ain’t Gonna Do It” rausgebracht. Stellt euch vor, eure neue Single wäre das Soundtrack-Thema für einen Film. Was wäre die Handlung des Films?
Die Hauptrolle hatte eine sehr strenge Erziehung mit vielen Regeln und Vorschriften. Als Jugendlicher auf einer Privatschule setzt sich dies fort, wodurch unsere Hauptperson mehr und mehr an Depressionen leidet. Durch Zufall lernt er jemanden kennen, der völlig anders ist und sie werden beste Freunde. Zum ersten Mal im Leben “Nein” sagen, wenn man etwas nicht will, und das tun, worauf man Lust hat, ist dann die Wendung im Film.
Seht ihr Musik auch als Mittel zum Protest oder zur Kritik an bestehenden Verhältnissen?
Selbstverständlich, dafür gibt es auch genug Bands als Beispiele. Vor allem der Punk als Genre hat viele solcher Themen. Wir jedoch, und das betonen wir immer wieder, sehen unsere Musik primär einfach für alle Menschen. Uns freut es, wenn die verschiedensten Menschen connecten, weil sie das Gleiche fühlen oder erlebt haben wie wir. Oder einfach nur einen Song von uns mega abfeiern und dadurch eine geile Zeit haben. Um aber nochmal auf die Frage zurückzukommen: Ja, Musik ist und war schon immer ein Mittel, um die verschiedensten Themen in der Welt zu verbreiten. Ob politische oder eben wie bei uns private.
Habt ihr auch selbst politische oder gesellschaftliche Themen, die euch besonders am Herzen liegen und die ihr in eurer Musik ansprechen möchtet?
Wir sind keine politische Band und thematisieren in unseren Songs auch keine politischen Themen. Unsere Songs handeln von persönlichen Ereignissen wie Liebe, Problemen, Spaß und Party. Aber auch ernstere Themen wie Tod oder Missbrauch werden angesprochen. Das sind die Themen, mit denen wir uns in unserer Musik beschäftigen.
Man munkelt, ihr arbeitet an eurem zweiten Album. Habt ihr Pläne, euer musikalisches Spektrum in Zukunft zu erweitern oder neue Stile auszuprobieren?
Die Produktion dazu ist bereits abgeschlossen. Es wird also bald neue Songs für unsere Fans geben. Aktuell sind wir beim Songwriting für unser drittes Album. Dabei lassen wir uns von unseren Emotionen leiten, was automatisch unser musikalisches Spektrum erweitert. Für neue Stile sind wir grundsätzlich immer offen, solange sie am Ende den Untamed-Style repräsentieren, der bekanntlich sehr facettenreich ist.
Welche Hindernisse habt ihr bisher in eurer Karriere als Band aufgrund von Veränderungen in der Musikbranche erlebt?
Die Pandemie war natürlich ein großes Hindernis. Als Newcomer, die erst im November 2023 ihr Debütalbum veröffentlicht haben, ist es für uns schwer zu beurteilen, wie sich die Veränderungen in der Musikbranche auf Dauer auf unsere Karriere auswirken. Das werden wir sehen.
Wie denkt ihr über die Rolle von Live-Streaming und virtuellen Konzerten für die Zukunft der Musikbranche?
Virtuelle Konzerte sind für uns keine Option. Letztendlich ist es wie ein Geisterspiel im Sport ohne Fans – ohne die direkte Interaktion mit unserem Publikum würde eine besondere Stimmung fehlen und die persönliche Nähe zu unseren Fans wäre nicht gegeben.
Welche Unterstützung erhaltet ihr von eurem Umfeld, sei es von Familie, Freunden oder anderen Künstlern, um euch in eurer Karriere zu unterstützen?
Unsere Familien unterstützen uns in jeder Hinsicht und geben uns den Rückhalt, den wir brauchen. Sie kommen zu jedem unserer Konzerte und zeigen Verständnis, wenn wir abends wegen Proben oder Gigs nicht zu Hause sind. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar.
Welche Träume oder Ziele habt ihr abseits eurer Musikkarriere, und wie wollt ihr sie in Zukunft verfolgen?
Musik ist unser Leben. Jeder von uns träumt davon, mit dieser Band große Erfolge zu feiern. Musik ist also auch außerhalb der Band Teil unseres Lebens und es dreht sich hauptsächlich darum. Selbstverständlich möchten wir unseren Familien, soweit es ein Leben als Musiker zulässt, das bestmögliche Leben bieten. Wenn wir träumen dürfen, ist es unser Ziel, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, beispielsweise indem wir Stiftungen unterstützen oder selbst welche gründen.
Wie denkt ihr über den Balanceakt zwischen eurem öffentlichen Image als Band und eurer Privatsphäre als Individuen?
Wir sind privat genauso wie unser Image ist. Daher gibt es keinen Konflikt zwischen unserem öffentlichen Auftreten als Band und unserer persönlichen Privatsphäre.
Abschließend: Was ist euer persönlicher Lieblingsmoment, wenn ihr live auf der Bühne steht?
Es ist das gesamte Set, von der Aufregung kurz vorher bis zum letzten Ton.
Design by Michaela Lotz.
Pics by Anja Niggl.
Weitere Artikel zur Band Unatmed findet ihr auf meiner Website.
Untamed 2023: Eine Rock’n’Roll Odyssee von der ersten Single bis zum neuesten Album (Interview)
Weitere Informationen zur Band Untamed findet ihr in den sozialen Medien.
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