Voltage 101: Blackout

Am 31. Januar haben Voltage 101 ihr Album Blackout rausgehauen – höchste Zeit, dass wir uns das Ding mal zu Gemüte führen! Marcus hat sich das Werk geschnappt und seine Gedanken dazu aufgeschrieben. Ob’s knallt oder verpufft? Findet’s im Review heraus!

Voltage 101: Blackout

verfasst von Marcus 

Manche Bands machen es einem beurteilenden Zuhörer bisweilen gleichermaßen einfach und schwer zugleich.

Einfach deshalb, weil die Summe aller Teile, das gehörte insgesamt einem ein fettes Grinsen in das Gesicht schmiert. Einem das Ergebnis künstlerischen Schaffens zu keinem Zeitpunkt missbillig aufstößt und der Daumen zwingend steil nach oben zeigen muss.

Schwer aus den Gründen, weil bei trotz mehrmaligen Durchhörens des 9 Lieder umfassenden Albums das Greifbare, das offensichtlich Vergleichbare, die Erinnerung an schon Gehörtes und existierender Bilder im Kopf, sich einem förmlich in das Hirn reinbohrt, aber nicht artikulierbar ist.

Mir flirren so dermaßen viele Bandnamen als Referenzen durch den Kopf und keiner geht wirklich über meine Lippen. Es ist beinahe schon ärgerlich für mich, wie gut Voltage 101 diese Kunst beherrschen.

Als bestes Beispiel gilt hier für mich der Song „Life was too Short“. Die Stimmfarbe des Sängers, der Songaufbau, Rhythmus, Leadgitarre und Solo. Ein für mich erinnerungstechnischer Super Gau, so greifbar wie Luft an einem klaren Sommertag und vorneweg gleich auch der für mich beste Song des Albums.

Die 5 Männers von der Band Voltage 101 aus Magdeburg musizieren seit 2020 auf der Basis grundmetallischen Schaffens, hüpfen hierbei aber fröhlich munter zwischen verschieden temperierten Klangbecken hin und her.

Die Musikkunst beherrschen die Musiker an ihren Instrumenten und an dem Mikro ohne Einschränkung. Mein lieber Herr Gesangsverein, aber so was von.

Die produktionstechnische Seite, nun ja, üblicherweise kritisiere ich in der Regel den mittlerweile vorherrschenden Überproduktionsrausch, den viele Bands/Produzenten an den Tag/Nacht legen. Das trifft hier glücklicherweise nicht zu. Den Instrumenten und der Stimme wird ein abgestimmtes Menü zubereitet. Wunderbar. Jetzt muss der Gesamtsound nur noch ein wenig aus dem Hinterhof nach vorne in die Brillianz geregelt werden und alles ist töfte. Live muss und wird das sicherlich ohne Ende brettern.

Trademarks:

Klassische und bockstarke Heavy Metal Gitarren-Bratereien. Eine feine und präzise gnadenlose Rhythmusmaschinerie.

Muntere Tempowechsel, Groove, Uptempo und verschleppten Passagen. Ein Hauch Sleaze hier, eine Prise 70`er Progressive Rock und sogar 80`er Okkult Rock Anleihen dort. Eine hohe Dosis melodiöse Virtuosität oder eine dezente Hard Rock Attitude (par excellence „Blackout“). Kein Problem. Voltage 101 macht es möglich.

Als krönendes Werk kommen leider mal wieder oder immer noch sehr zeitgemäß verankerte Probleme in Wörter und Kopfkino verfasst und füllen den Longplayer zu einem insgesamt sehr schmucken Hörwerk.

Der maulende Marcus:

Sparen kann man sich das 2:46 Min. Preludium „Resurrection“. Ätherische Gitarrenklänge erfüllen Zeit und Raum. Das Handwerk will bestätigt sein. Muss es aber gar nicht. Es wirkt eigentlich an dieser Stelle mehr als Lückenfüller denn als Auferstehung.

Fazit:

Wer Heavy Metal in seinen klassisch ausgeprägten Stil- und Spielvarianten bevorzugt und auf eine eigene spannende Erinnerungsrutsche steigen will, sollte sich das Album dringend mal an die Hörleiste heben.

Anspieltipps: Blackout, Search the Answer, Life was too short.

 

Mehr zu Voltage 101 findet ihr in den Socials.

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