Unplugged, aber voll auf Sendung – Inside Manuel Hinmüller

Manuel Hinmüller zwischen Podcast, Bühne und Radiopult – ein Blick hinter die Kulissen eines Moderators, der nie im Leerlauf läuft.

Geführt und verfasst von Mia Lada-Klein

Zehn Folgen „Untamed Unplugged – Manu’s Offstage Stories“ liegen inzwischen hinter uns, also der perfekte Zeitpunkt, um den Mann hinter dem Mikrofon selbst ins Rampenlicht zu rücken. Moderator, Radiomacher, Schauspieler – Manuel Hinmüller spricht im Interview über seine vielfältigen Rollen und gibt spannende Einblicke in seine Arbeit am Podcast: von der inhaltlichen Vorbereitung über die technische Umsetzung bis hin zum letzten Schliff im Schnitt.

Neben spannenden Anekdoten aus seinem Alltag zwischen Bühne, Studio und Sprechkabine teilt er zum Abschluss auch eine persönliche Botschaft. Authentisch, klar und mit viel Herzblut für das Leben selbst.

Zehn Folgen Untamed Unplugged – Manu’s Offstage Stories sind im Kasten. Hast du gedacht, dass wir das alle gemeinsam so gut rocken werden? 

Also zehn Folgen auf jeden Fall – das war mir von Anfang an klar. Und ich muss sagen: Du bist da so engagiert rangegangen, richtig top! Ich liebe es einfach, zu moderieren. Alles, was mit Musik zu tun hat – egal ob Rock oder ein anderes Genre – begeistert mich total. Ich lebe das einfach. Und die Band ja sowieso. 

Die Band Untamed, das ist auch das Stichwort. Du kanntest die Band vorher noch nicht so gut. Wie ist es jetzt für dich, so eng mit den Jungs zusammenzuarbeiten? Hattest du von Anfang an ein gutes Gefühl oder hat dich das positive Miteinander eher überrascht?

Schon beim ersten Kennenlernen hatte ich das Gefühl: Das könnte richtig gut werden. Die Jungs waren total offen, super aufgeschlossen und hatten gleich Lust auf das Projekt. Ich habe schnell gemerkt, dass das gut passt. Es war von Anfang an eine harmonische Stimmung.

Also hast du die Band auch so eingeschätzt, wie sie sich jetzt auch wirklich zeigt?

Ja, genau so. Ich hatte schon durch dich einiges über die Jungs gehört, du hast sie ja immer gelobt – und genau so sind sie auch. Sie achten aufeinander, haben ein starkes Gemeinschaftsgefühl und lieben einfach die Musik. Jeder bringt seine eigene Leidenschaft mit: Domi Niggl lebt fürs Singen und Songwriting, D.K. für den Bass, und bei Flams am Schlagzeug – naja, da braucht man nicht viel sagen. Wenn ich mit ihm rede, schlägt er vor Begeisterung gleich auf den Tisch oder aufs Bein. Das ist einfach seine Welt.

Gibt es für dich eine Lieblingsfolge oder einen besonderen Gast, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Eine konkrete Lieblingsfolge habe ich gar nicht, weil jede Folge auf ihre eigene Art besonders ist. Die ersten Folgen waren noch eher allgemein gehalten, später wurde es dann persönlicher. Da durfte ich die Jungs auch einzeln besser kennenlernen – das hat mir gefallen. Aber auch die Gespräche mit anderen Bands fand ich super spannend. Ich habe da noch mal einen ganz neuen Blick auf das Musikbusiness bekommen.

Welchen? Ich frag da jetzt einfach ganz unverschämt und ohne mit der Wimper zu zucken nach!

Zum Beispiel hat Nurdin Hecht von Voltage101 ja erzählt, wie es früher für Bands war – mit Zetteln am schwarzen Brett und Bandgründungen ohne Social Media. Heute läuft das alles ganz anders. Aber was alle gemeinsam haben, ist diese Leidenschaft: Ob das Sick of Society ist, Ground2A, Voltage101 oder Blazy Flash – sie alle wollen mit ihrer Musik auf die Bühne. Genau so ist es auch bei Untamed. Sie ziehen ihr Ding durch, lassen sich nicht beirren, und das finde ich total inspirierend. Das motiviert auch mich, meinen eigenen Weg zu gehen.

Dann kommen wir mal zu dir – bei dir ist ja momentan richtig viel los. Wie schaffst du es, all deine Projekte unter einen Hut zu bekommen?

Ja, es ist viel, aber ich liebe es auch. Ich arbeite für zwei Radiosender – maximal RADIO Landshut und die Salzach Welle in Burgkirchen. Außerdem moderiere ich ganz unterschiedliche Veranstaltungen – von Mitsing-Events bis zu Firmenjubiläen. Ich bin regelmäßig als Komparse in TV-Produktionen oder Imagefilmen zu sehen. Ich bin auch der Pressesprecher beim Chiemsee Reggae Summer Festival. Und ich bin auch Hallensprecher bei den Frauen der zweiten Volleyball Bundesliga Pro in Vilsbiburg.

Das ist ja eine riesige Bandbreite – Radio, Moderation, Volleyball, Schauspiel, … und dann natürlich noch der Podcast. Wie kam es dazu, dass du dich in so vielen Bereichen etablieren konntest?

Mein Ziel war es immer, mir eine berufliche Welt rund um Mikrofon, Bühne und Kamera aufzubauen. Und ich bin stolz darauf, dass ich das bisher geschafft habe. Zusätzlich schreibe ich auch noch für eine lokale Zeitung, das OVB – vor allem People-Stories, weil ich da persönliche Geschichten teilen kann, die auch mich berühren.

Und wie sieht es mit dem Schauspiel aus?

Das musste ich in letzter Zeit leider ein bisschen zurückfahren, weil ich viele Kolleg*innen vertreten musste. Aber ich möchte mir das unbedingt wieder mehr reinholen und mir die Zeit für Filmprojekte wieder einplanen.

Und natürlich bist du auch Host des Podcasts mit Untamed. Aber du machst ja noch mehr als „nur“ moderieren, oder?

Auf jeden Fall. Ich kümmere mich um die Vorbereitung, lese dein vorbereitetes Skript, überlege mir passende Überleitungen zur vorherigen Folge und achte darauf, den roten Faden beizubehalten. Auch unsere Rückblicke am Anfang der Folge plane ich ein. Und dann bin ich natürlich bei den Aufnahmen dabei und moderiere das Ganze. Ich mache es also zu meiner Moderation. Und danach schneide ich dann die Folge zusammen. Schaue dabei auch, dass es gut klingt, also dass der Hall draußen ist und dass es eine saubere Aufnahme ist. Dann passe ich das Intro an. Dann geht es an die Abnahme von dir und Untamed. Und wenn ihr das Go gebt, dann wird es hochgeladen, mit deinen Texten und den Bildern unserer Grafikdesignerin Michaela. Und ganz grob, wenn die Folge eine halbe Stunde dauert, dann brauche ich ungefähr fünf Stunden zum Schneiden.

Wie unterscheidet sich der Podcast jetzt von deinen sonstigen Moderatoren-Jobs oder auch Radio-Jobs? Da musst du wahrscheinlich weniger schneiden, nehme ich an?

Ja, weil das meiste dann live ist. Das wäre die kurze Fassung. Viele Radiosender gehen inzwischen so vor, dass sie das komplette Interview aufnehmen, es dann schneiden und als Podcast auf Streaming-Plattformen veröffentlichen. Im Radio läuft dann nur ein kleiner Ausschnitt, weil das Radio leider ein bisschen zu so einem Nebenbei-Medium geworden ist. Aber genau das ist auch eine gute Möglichkeit: Das Beste aus beiden Welten.

Hast du noch etwas, das du uns mit auf den Weg geben möchtest? Und – ganz uneigennützig gefragt – hast du vielleicht ein paar Verbesserungsvorschläge für mich und UNTAMED?

Verbesserungsvorschläge? Da fällt mir gerade ehrlich gesagt nichts ein. Mir ist einfach wichtig, dass ihr so bleibt, wie ihr seid. Genau das macht unseren Podcast aus – er wirkt authentisch und echt. Man spürt die Liebe zur Musik und zur Band – das kommt jedes Mal rüber. Also: Weitermachen wie bisher, bleibt euch treu! 

Was ich den Leuten mitgeben möchte? Lasst euch nicht unterkriegen – von niemandem, der behauptet, ihr könnt etwas nicht. Gerade dann macht’s erst recht! Nur weil jemand sagt, es sei falsch, heißt das nicht, dass es auch wirklich falsch ist. Hört auf euch selbst, macht das, worauf ihr Lust habt – und hört den Podcast!

Manuel Hinmüller: Offstage Stories eines Showmasters

Mehr zu Manuel Hinmüller findet ihr in den Socials. 

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