Review: UNTAMED – „Ready or Not“

Routine ist für UNTAMED ein Fremdwort; die einzige Beständigkeit des Trios besteht darin, ihre ungezügelte Energie in Songs zu bündeln und gnadenlos auf die Welt loszulassen. Auf die Frage, wie man ihren Style mit einem Zitat beschreiben würde, zitierte man Nikki Sixx aus dem Film „The Dirt“ mit: „Wenn du in der verfickt falschen Zeit geboren bist, dann mach diese zu deiner.“

Verfasst von Sebastian Radu Groß

Genau das ziehen die Jungs auch durch und knallen mit „Ready or Not“ den nächsten Ohrwurm auf den Tisch. Knackige Riffs und der gekonnte Mix aus Hardrock und Metal treffen erneut ins Schwarze und hinterlassen sowohl kurzfristigen Adrenalinschub als auch Ohrwurmqualität im Langzeitgedächtnis. Im Vergleich zur vorangegangenen Single „My Scars“ rechnet man dieses Mal nicht mit seinen inneren Dämonen ab, sondern unterstreicht, dass man sein eigenes Ding zur Not auch allein durchzieht. Wenn keiner mitzieht, wird eben allein gefeiert.

UNTAMED- „My Scars“ (Review)

Es ist erstaunlich, wie dieses Trio es schafft, die Energie zu bündeln und charismatisch in ihre Songs zu verpacken. Ein simples Riff läutet den Song ein, ehe die Drums und der Bass aus dem Hintergrund zuschlagen. Die Gitarre fährt eine gerade Linie und bleibt stets auf der Spur, während man lediglich kleine Details einstreut; der Gesang schraubt sich selbst von motiviert in angepisst hoch und unterstreicht hier klar die Rebellion, wofür der Rock ‘n Roll steht. Die Soloeinlagen machen einfach nur Spaß und es würde mich sehr wundern, wenn (besonders Live) niemand mit diesen Jungs feiern möchte. Egal, ob im kleinen Club oder auf einer großen Bühne; dieser Song dürfte seine Wirkung nicht verfehlen und das Publikum innerhalb seiner Spielzeit schnell auf Betriebstemperatur bringen.

Also köpft euer Bier, dreht die Lautstärke auf und ladet eure besten Kumpels ein! Sobald „Ready or Not“ einmal läuft, kommt die Party schnell in Gang und der Abend ist gesichert. Kleiner Tipp: knallt am besten gleich das gesamte Debütalbum von UNTAMED hinterher, dann seid ihr absolut safe und werdet hoffentlich einige schöne Stunden Spaß haben. Der Soundtrack dafür ist jedenfalls vorhanden.

8 von 10 Montagslyriker-Punkten! 

Sebastian Radu Groß (Instagram: @radunator77) ist nicht nur Journalist und Autor, sondern auch der Typ, der bei den Montagslyrikern die Verstärker aufdreht. Wenn’s um Bandvorstellungen geht, hat er den Riecher für frische Klänge – und auch Reviews und Interviews landen bei ihm nicht einfach auf dem Schreibtisch, sondern direkt im kreativen Dauerfeuer. Nebenbei steht er selbst bei Anima Mortalis auf der Bühne und weiß daher ganz genau, worüber er schreibt: aus der Szene, für die Szene.

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