Musiker Richie Arndt im Interview

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Ich begrüße euch ganz herzlich an diesem Sonntag:-)
Gestern stellte ich euch die neuste CD Back to Bad von Richie Arndt & Band vor.
Heute stellt sich Singer und Songwriter Richie Arndt meinen Fragen und erscheint zu einem kurzen Interview bei mia:-) Ich freue mich sehr, dass er Zeit gefunden hat und mich besucht:-)
Ein chinesisches Sprichwort besagt:
Sprich von Musik nur zu einem Musiker.

 

Das werde ich nun versuchen und begrüße ganz herzlich meinen heutigen Ehrengast Richie Arndt.

 

Vielen Dank, dass du hier bist und ich beginne auch gleich mit meinen Fragen:-)

 

1.Deine CD „Back to Bad“ ist seit dem 28. September erhältlich. Wie ist die bisherige Resonanz?
Ich habe bis jetzt fast nur positives Feedback bekommen! Bluesfans kaufen gerne noch CDs und der große Einbruch der Verkaufszahlen wirkt sich bei mir und meiner Musik nicht so sehr aus… Die Fans wollen ein schön gestaltetes Booklet mit Fotos und Infos zur Produktion… Das haben wir auch ganz gut und stimmig hinbekommen, finde ich..;-)!

 

–Absolut:-) Mir gefällt das Cover sehr gut und auch die Fotos von euch im Booklet sind sehr schön. Ich bin ein absoluter Freund von Bildern in schwarz-weiß. Hat alles sicher einiges an Zeit gekostet.
2.Wie lange habt ihr daran gewerkelt bis alles soweit fertig war? Bis alle Songtexte fertig waren und der Sound richtig war…etc.
Es war ehrlich gesagt eine langwierige und aufreibende Produktion. Es ist ja schon die 16. CD auf der mein Name steht und die dritte, die auch ausschließlich von mir produziert wurde. Im letzten Winter hab ich meine langjährige „alte“ Band aufgelöst, weil ich neue Wege gehen wollte. Ich brauchte neuen Input und neue Mitstreiter auf diesem Weg. Die habe ich gefunden und wir haben dann angefangen die ersten Tracks aufzunehmen. Leider ist mein Bassist dann sehr krank geworden und fiel aus. Ich musste einen neuen Bassisten suchen, der Zeit und Lust hatte sofort mit einzusteigen und auch musikalisch passt… Da hab ich mit Sascha Oeing wirklich einen fantastischen Musiker gefunden, der perfekt in die Band passt, aber dieser Umbruch hat Zeit und Nerven gekostet. Die Produktion hat somit fast ein Jahr gedauert, was für eine Blues-Rock Produktion in Deutschland wirklich sehr lange und dadurch auch teuer ist… Aber es hat sich letztendlich wirklich alles zum Guten gewendet.

3.Du bist sowohl Musiker als auch Autor. Ist das Schreiben von Songs ein anderer Prozess als das Schreiben von Literatur oder ähnelt es sich doch?
Ich sehe mich gar nicht als so sehr als Autor. Musik schreibe ich schon seit vielen Jahren aber in dieser Zeit nur wenige Texte. Ich suche mir immer Texter die meine inhaltlichen Vorstellungen umsetzen. Ich kann sehr gut lange, bildhafte und erzählerische Texte schreiben, aber es kurz und knapp für einen Songtext auf den Punkt zu bringen, dass ist nicht so meine Stärke. Da suche ich mir kompetente Texter. Das funktioniert für mich bisher sehr gut so.

4.Ich habe ja eine Lesung von dir besucht und du paarst Musik mit Literatur. Du liest, dann lieferst du auch etwas Musik ab. Ich finde das fantastisch. Wie entstand diese Idee zu einem solchen Konzept?
Wie gesagt, sehe ich mich nicht so sehr als Literat. Ich erzähle allerdings gerne Geschichten. Das hab icch schon immer bei meinen Konzerten gemacht und versucht den Zuschauern auch etwas über die Songs, die ich ja auf englisch singe, zu erzählen. Sie sozusagen in meine Gefühlswelt mitzunehmen.
Im Jahre 2009 habe ich dann die CD „Train Stories“ aufgenommen. Eine CD voller amerikanischer Trainsongs. Ich habe recherchiert und gesammelt und aus Blues, Folk, Jazz und Countrymusik Trainsongs zusammengetragen und berichte in einem Hörbuch darüber, warum es in den USA so viele Songs zu diesem Thema gibt, aber in Europa eher wenige. Sozusagen Musikgeschichte, Bildungsentertainment und (Zug-)Romantik in einer Story… Das hat mir viel Spaß gemacht und mir völlig neue Zuhörer beschert. Das setzt sich in meinem Reisebericht über meine Reise an den Mississippi dann quasi konsequent und sehr erfolgreich fort. Wie gesagt : Ich erzähle gerne;-)!
(Anmerkung von mia:-)—Hierbei handelt es sich um das Werk „Mississippi-Eine Reise in den tiefen Süden der USA.“)

5.Im Januar 2019 bist du mit deiner Band in Memphis und ihr tretet bei der International Blues Challenge für Deutschland auf. Laufen die Proben und Vorbereitungen gerade auf Hochtouren oder bist du schon ein alter Hase im Geschäft und siehst alles ganz entspannt?
Das ist wirklich eine sehr spannende Geschichte. Ich freue mich riesig darauf und es geht ums Dabeisein und nicht ums Gewinnen!
Dehalb gehen wir es auch ganz entspannt an. Das Programm steht und die Band ist in Topform..;-)! Alles Weitere werden wir sehen!

6.Nun aber mal eine ganz gemeine Frage: Musik oder Literatur? Wofür schlägt dein Herz mehr?:-)
Als Künstler : Ich bin Musiker! Ganz klar!!!… und Hobbyerzähler;-)!
Als Konsument: Ich höre viel und sehr unterschiedliche Musik. Von Schottischer Folkmusik, über Blues und Jazz, von Van Morrison bis Strawinski…und lese am liebsten Südstaatenkrimis..;-)! Im Moment gerade „Krumme Type, Krumme Type“ von Tom Frankllin

7.Und jetzt ganz blank: Der wahre Richie Arndt? Neben Musik und Literatur, welche Dinge sind dir im Leben noch wichtig?
Reisen, unterwegs sein, nicht stillstehen, gutes Essen, guter Wein, die Liebe… Mein Leben dauert schon länger, als es noch dauern wird! Ich möchte es genießen;-)!

 

Ich danke dir wirklich sehr, dass du hier warst und wünsche euch weiterhin ganz viel Erfolg, auch in Memphis:-) Ich werde Daumen drücken:-)

phonto

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