April Nierose: VERFALL Band 2 (Rezension)

Dieser Beitrag enthält Werbung, unbezahlt*
In dieser Woche beschäftige ich mich mit der Buchreihe VERFALL von der Autorin April Nierose.


Diese haben wir euch letzte Woche bei den Montagslyrikern vorgestellt:-)
Montagslyriker 8: April Nierose_Über menschliche Abgründe, den VERFALL und kompromisslose Eigenständigkeit

Am Montag gab es hier die Vorstellung von Band 1:
BAND 1

Heute geht es hier um Band 2:

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Parallel hierzu findet ihr auf dem Blog von meinem werten Kollegen Matthias Breimann eine passende Leseprobe zu Band 2:-)

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April Nierose
VERFALL
Band 2

ALLGEMEIN:
Taschenbuch: 344 Seiten
Verlag: Independently published (14. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1980745633
ISBN-13: 978-1980745631
Größe und/oder Gewicht: 14 x 2,2 x 21,6 cm

INHALT:
Sonja ist tot, doch Hanna ist sich sicher, dass es kein Selbstmord war.
Davids Verschwinden ist nach wie vor ungeklärt und Hannas Welt scheint weiter zu zerbrechen. Ausgerechnet in Mira findet sie eine Verbündete und Vertraute. Ist diese Vertrautheit nur ein Zufall oder liegt die Erklärung in der Vergangenheit, einer Vergangenheit, der sich Hanna nicht stellen will.
Konstantin bleibt weiterhin ein Mysterium für Hanna und ihre dunkle Seite kann sie nicht mehr zügeln.
Als dann auch noch ein alter Familienfreund seine Maske fallen lässt, beginnt die Fragerunde erneut:
Wer ist Freund und wer ist Feind?
Währenddessen geht das Leid von Marylin weiter, obwohl sich ihre Situation eigentlich hätte verbessern sollen. Und auch sie stellt sich die Frage: Wem kann sie überhaupt noch trauen?

FAZIT:
Im zweiten Band legt April Nierose richtig los und zeigt dem Leser, was sie kann. Die Geschichte nimmt Fahrt auf und der Leser lernt nun auch die anderen Figuren etwas besser kennen. Nierose geht hier auch wirklich in die Tiefe, beleuchtet verschiedene Facetten, gibt aber nur soviel Preis, wie unbedingt nötig. Nierose bleibt ihrem Konzept treu, denn ihre Figuren sind keine Helden, sondern allesamt Persönlichkeiten, die mehr Dunkelheit als Licht in sich zu tragen scheinen. Allen voran Hanna, die in diesem Teil ihre Kontrolle verliert und letztlich bereits jetzt als gescheiterte Person zu bezeichnen ist. Nierose nimmt kein Blatt vor den Mund und schildert, teilweise auch sehr bestialisch, Lebensabschnitte der Figuren.
Wir haben wieder zwei Handlungsstränge, nämlich Hannas und Marylins Leben. Beide Figuren bekommen in diesem Teil eine Vergangenheit, die düster ist und die Dunkelheit zieht sich weiter durch beide Lebenswege.
Während die Handlungsstränge sich auch stets abwechseln, springt Nierose auch in der Zeit. Wir haben es mit vielen Rückblenden und Erinnerungen zu tun. Nierose nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Vergangenheit ihrer Figuren. Stellenweise ist es manchmal etwas schwer dem zu folgen, allerdings ist Nierose Schreibstil sehr geeignet, da sie kurz und trocken wiedergibt, klar formuliert, einem roten Faden folgt und weder abschweift noch Unnötiges erwähnt.
Dieser Teil berührt emotional und der Leser fühlt und leidet mit. Es muss hier allerdings dringend erwähnt werden, dass Nierose mit Recht eine Trigger-Warnung ausgesprochen hat. Es ist ein schweres Thema, dem sich Nierose hier widmet, aber auch ihre Darstellungen sind ungeschönt. Die Autorin beweist jedoch ein herausragendes Talent den Leser nicht mit diesen Szenen zu erschlagen, sondern sie ihm häppchenweise zu servieren, womit sie Raum zum Verdauen lässt.
Dieser Teil ist Nierose wirklich gelungen, auch weil sie die Spannung bis zur letzten Seite durchgehend halten kann.
Harte Kost hin oder her, aber es ist gute und lesenswerte Kost.

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