April Nierose: VERFALL Band 3 (Rezension)

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April Nierose : Verfall- Band 3

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ALLGEMEIN:
Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 2198 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 362 Seiten
Sprache: Deutsch

INHALT:
Hannas Welt zerfällt immer weiter und auch David scheint sich von ihr zu distanzieren. Die Geheimnisse um sein Verschwinden sind noch nicht geklärt, doch fest steht, dass Konstantin mehr mit der Sache zu tun hat, als ursprünglich zu erwarten war.
Hanna bleibt nun nur noch Mira, ihre letzte Verbündete im Kampf gegen einen unbekannten Feind. Doch auch Mira muss sich ihrer Vergangenheit stellen, die verknüpft ist mit einem Menschen aus Hannas Leben.
Während Hanna immer weiter dem Abgrund entgegen wankt und von ihrer Vergangenheit eingeholt zu werden scheint, beginnt Marylin mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Auch sie muss sich den Dämonen vergangener Tage stellen, doch schafft sie, im Gegensatz zu Hanna, noch den Absprung vor dem eigenen Kontrollverlust.

FAZIT:
Die Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche gehen weiter. Der dritte Teil von April Nierose ähnelt dem zweiten, denn auch hier finden wir viele Rückblenden und Erinnerungen, die die Figuren näher beleuchten und näher erklären. Die Sprünge zwischen den verschiedenen Zeitzonen bleiben ebenfalls erhalten, allerdings hat sich der Leser mittlerweile an dieses Konzept gewöhnt und der Wechsel fällt leichter als im zweiten Teil.
Im dritten Teil geht Nierose noch ein wenig tiefer in die Abgründe hinein und liefert einen erschreckenden Einblick in die Psyche ihrer Figuren. Speziell die Rückblenden klären sehr gut auf und geben den Figuren eine überdimensionale Tiefe, sodass der Leser Verhaltensweisen besser nachvollziehen kann. Nierose lässt hierbei auch kein Horrorszenario aus, doch schafft es auch wieder den Leser nicht zu überfordern und serviert nur schrittweise Einblicke in die Erinnerungen.
Während viele Fragen im dritten Teil geklärt werden, so werden auch viele neue aufgeworfen. Nierose schaft es die Spannung konstant auf einem Level zu halten, auch wenn einige Szenen doch etwas in die Länge gezogen werden. Zudem verfällt Nierose doch oft auch in den Erklärungsmodus und liefert dem Leser oftmals medizinische oder juristische Informationen. Durchaus nachvollziehbar bei solch komplexen Themengebieten, allerdings hat dies auch eine etwas steife und leicht überhebliche Art. Nierose wählt hierfür oftmals Hanna als Sprachrohr und Erklärerin, was sie sehr passend gestaltet, denn gerade Hanna ist diese Überheblichkeit auf den Leib geschrieben.
Der dritte Band führt endlich Hannas und Marylins Leben zusammen. Nicht im wahrsten Sinne des Wortes, aber Nierose liefert hier den Schnittpunkt, wo sich beide Leben kreuzen. Dieser Teil ist stark auf die Figurenentwicklung konzentriert, was Nierose sehr gut gelingt. Als einzigen Kritikpunkte möchte ich hier allerdings doch erwähnen, dass Nierose häufig in die Beschreibung verfällt und das Schreiben vernachlässigt. Show, don’t tell sollte die Devise beim Schreiben sein, was Nierose in diesem Teil nur bedingt gelingt.
Sie kann den Leser jedoch auch in diesem Teil von sich und ihrer Geschichte überzeugen, denn die Storyline ist gut und Nierose schlichter Schreibstil passt hervorragend zu den ungeschönten Darstellungen und der Thematik des Buchs.
Alles in Allem allerdings ein sehr guter Teil, der definitiv wieder zum Weiterlesen verführt.

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