Sebastian Radu Groß – Autor, Musiker, Montagslyriker

Heute gibt es ein besonderes Special: Obwohl wir Montagslyriker gerne andere unterstützen, haben wir alle auch unsere eigenen Talente, von denen wir nicht so gern laut erzählen. Wir sind eher schüchterne Typen. Trotzdem geben wir alle paar Jahre mal einen Einblick in einen von uns. Marvin war schon dran, und dieses Mal hat Sebastian das kürzeste Streichholz gezogen. Im Interview mit mir erzählt er einiges über sich. 

Es ist mir eine große Ehre und Freude, ihn heute als Teil der Montagslyriker und als Autor und Musiker vorzustellen. Im Interview spricht Sebastian, unser Herr der Feder bei den Montagslyrikern, über sein Schaffen als Autor und über seine Band ANIMA MORTALIS

 

 

Wann hast du angefangen zu schreiben und was hat dich dazu inspiriert, Autor zu werden?

Ich habe mir schon als kleiner Junge Geschichten ausgedacht und aufgeschrieben. Im jugendlichen Alter schrieb ich für unsere „Das Schwarze Auge“ Rollenspielgruppe einige Gruppenabenteuer (noch auf Schreibmaschine), später begann ich bei einem Online-Magazin über Musik zu schreiben. Als wir mit einigen Freunden eine Band gründeten, fütterte ich uns immer mit Texten und später kamen noch weitere Magazine dazu (u.a. über Games, Bücher & Filme). Mittlerweile habe ich auch einige Bücher als Self Publisher rausgebracht (Gedichte, Lyrik & Kurzgeschichten). Inspiration ist genug da; unsere Welt umgibt uns täglich mit großen und kleinen Wundern, Geschichten und Abenteuern. Außerdem herrscht in meinem Kopf die absolute Anarchie in Sachen Fantasie, so dass ich mich kreativ immer wieder neu austobe. 😊

 

Kannst du uns etwas über dein aktuelles Schreibprojekt erzählen?

Es hat sich einiges an Texten angesammelt und ich puzzle zurzeit alles zusammen und gieße es in verschiedene Formen. Es sind mehrere Projekte, die ich gerade parallel im Einklang bringe. Allerdings kristallisiert sich ein Buchprojekt gerade heraus. Allzu viel möchte ich natürlich nicht verraten, aber ich teaser mal etwas an: Man stelle sich einen Nerd vor, der die Kraft der Metal – Musik für sich entdeckt und sowohl skurrile Festivalanekdoten als auch emotional herausfordernde Momente des Lebens meistert. Weitere Infos folgen, sobald alles fertig ist, aber die Zeilenschmiede arbeitet zurzeit auf Hochtouren.

 

Welche Themen und Genres interessieren dich als Autor am meisten?

Ich habe viele Jahre mit Lyrik, Prosa und Kurzgeschichten verbracht. Auch eine Symbiose aus Gedichten und Geschichte mit Fotos waren am Start. Allerdings habe ich damit jetzt abgeschlossen und betrete komplett neues Terrain. Zurzeit liegen sowohl Schnipsel von Bandbiographien, Horrorgeschichten, Fantasy, Kinderbücher und Lebensratgeber bei mir auf Halde. Mal schauen, welches Genre ich mir nach Abschluss meines aktuellen Projektes vornehmen werde. Lediglich an Krimis würde ich mich nicht herantrauen, da mir der Blick fürs Detail fehlt.

 

Wie unterscheidet sich dein kreativer Prozess beim Schreiben von dem beim Musikmachen? Denn du bist ja auch Musiker. 

Beides sind sehr ähnlich. Bei den Texten schreibe ich wild drauflos und warte, bis sich einiges angesammelt hat, ehe ich es zu einem Projekt zusammenfüge. Bei der Musik spiele ich so lange auf der Gitarre rum, bis ein Riff hängen bleibt, an dem ich alles Weitere drumherum baue. Bei unserer Band bekomme ich meistens einen großen Teil der Songs serviert und arbeite dann den Gesangspart und den Text raus. Gelegentlich steuere ich noch Riffs dabei, ansonsten probieren wir gemeinsam verschiedene Strukturen des Songs aus. Kleiner Fun Fact am Rande: in unserer Band erstelle ich die Gesangspassage, kann aber überhaupt nicht Singen. Den Gesangspart übernimmt zum Glück meine Frau; ich rotze gelegentlich einige Growls oder Erzählpassagen rein.

 

Magst du mal ein wenig was von deiner Band erzählen?

Gerne. Unsere Band ANIMA MORTALIS („Sterbliche Seele“) wurde ursprünglich von meinem Kumpel Chris als Nebenprojekt unserer alten Deathmetal Band gegründet. Als diese dann in der Versenkung verschwand, konzentrierten wir uns komplett darauf; nach längerer Suche fanden wir mit meiner Frau Heike die perfekte Sängerin und veröffentlichten 2013 unsere EP „Enter My Darkness“. Nach längerem Dornröschenschlaf haben wir die EP dieses Jahr neu abgemischt und auf sämtlichen Streamingplattformen hochgeladen. Stilistisch sind wir grob in Richtung alte Katatonia und Paradise Lost unterwegs. Wir sind gerade dabei, weitere Songs zu schreiben, wobei wir den Stil weiter aufgebohrt haben; von Rock bis Death- und Doom- Metal Einflüssen ist bis jetzt alles dabei!

Es ist ein Familienprojekt, das sich ausschließlich auf das Aufnehmen von Musik konzentriert; Live-Auftritte sind nicht geplant, dafür sind wir beruflich und familiär zu sehr eingespannt. Dieses Jahr wird es definitiv neues Futter von uns geben. Schaut gern auf unserer Homepage vorbei und hört in unsere EP „Enter My Darkness“ rein; wir freuen uns auf euch. 😊

 

 

Gibt es Parallelen zwischen deiner Musik und deinen schriftstellerischen Arbeiten?

Definitiv! Ich hatte damals in unserer alten Band ausschließlich Texte verwendet, die ich für meine Gedichtbände geschrieben hatte. Mittlerweile teilen meine Frau und ich uns das Schreiben der Lyrics für ANIMA MORTALIS.

 

Hast du Pläne, deine Musik und dein Schreiben in einem Projekt zu vereinen, wie z.B. ein Konzeptalbum oder einen Roman, der auf einem Album basiert?

Sehr gute Frage; das ist bereits mit meinem Buch „Aschendämmerung“ passiert 😊. Ich hatte die Texte für unsere EP „Enter My Darkness“ geschrieben und gemeinsam mit einer Geschichte, unserer EP und Gedichten veröffentlicht. Leider ist das Buch mittlerweile vergriffen. Allerdings ist die Geschichte auch in meinem aktuellen Buch „Dämmerblicke“ enthalten. Bei der Geschichte geht es um einen Mann, der am letzten Tag seines Lebens aufwacht und erkennen muss, dass der Tod nicht das Ende, sondern der Beginn einer langen Reise ist….

 

Was sind deine langfristigen Ziele sowohl als Musiker als auch als Autor?

Ich möchte mit ANIMA MORTALIS eine weitere EP oder ein Album aufnehmen und weiterhin unterschiedliche Buchprojekte veröffentlichen. Außerdem geht es mir darum, die Menschen mit den Büchern und unserer Musik zu inspirieren, Kraft für schwierige Zeiten zu geben und einfach nur Spuren zu hinterlassen, wenn mein Körper bereits längst zu Staub zerfallen ist.

 

Welche Rolle spielen soziale Medien in deiner Karriere und wie nutzt du sie?

Ehrlich gesagt bin ich sehr pragmatisch, was die sozialen Medien angeht. Wenn mich etwas fasziniert oder etwas inspiriert, teile ich es gerne mit anderen Leuten. Ich poste grundsätzlich nur dann etwas über meine Projekte, wenn ich etwas zu sagen habe und ein Ergebnis vorweisen kann. Schreib Updates, Zwischenstände beim Songwriting oder Fotos vom Essen nach einer Bandprobe wird man bei mir nicht finden. Allerdings unterstütze ich gerne andere Bands, Buchautoren und Gamingentwickler; schließlich bereichern sie mein Leben. Besucht mich auch gerne auf meiner Homepage.Ich freue mich auf euch! DANKE für deine Unterstützung und das tolle Interview; es war mir eine Freude. 😊

 

Danke Sebastian für den Einblick und für deine Bereicherung bei den Montagslyrikern. 

 

Artikel von Sebastian Radu Groß findet ihr unter anderem auf meiner Website.

Bandvorstellung Untamed

Konzertbericht Dead Phoenix

Bandvorstellung Blackout Problems


Weitere Informationen zu Sebastian Radu Große findet ihr in den sozialen Netzwerken. 

Instagram

Anima Mortalis

Website 

 

 


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