Backstage mit Casino Blackout

Casino Blackout, die Helden des deutschen Pop-Punks, haben gerade die Bühnen der Rambazamba- und Randale-Tour der Rogers zum Beben gebracht. Jetzt bereiten sie sich auf ihre eigene Headliner-Tour mit Kopfecho im Herbst vor: der epischen “Casino Blackout & Kopfecho – Wie Tag und Nacht Tour 2024″. Bevor die Festival-Saison startet, haben wir die Jungs geschnappt und zum Interview gebeten. Wie war’s als Eröffnungsact für Rogers? Welche wilden Stories und Lifehacks nehmen sie für ihre eigene Tour mit? Und wie geht’s ihnen, wenn das Feedback mal nicht so nett ist oder die Technik streikt? Die Antworten auf diese und weitere Fragen findet ihr im Interview.

 

Ihr wart eben erst mit Rogers auf Tour. Wie habt ihr euch auf die Tour vorbereitet, insbesondere als Eröffnungsact?

Wir haben uns natürlich richtig reingehängt! Als Eröffnungsact war es für uns entscheidend, von Anfang an aufs Gaspedal zu treten und das Publikum mit unserer Energie zu packen. Also haben wir viel geprobt, unser Set perfektioniert und an unserem Sound gefeilt. Und natürlich hatten wir auch den ein oder anderen Apéro dabei, mit dem wir uns zusammen mit den ROGERS auf den Abend eingestimmt haben – gute Stimmung ist schließlich die halbe Miete, oder?

 

Welche Erfahrungen habt ihr während der Tour gesammelt und wie haben diese euch als Band beeinflusst?

Es war eine echt intensive Zeit voller Höhen.
Vor allem voller unvergesslicher Momente auf und hinter der Bühne. Die Möglichkeit, vor neuen Leuten aufzutreten und unsere Musik einem breiteren Publikum vorzustellen, war unglaublich bereichernd. Und wie immer lernt man natürlich auch allgemein viel dazu. Auf Tour ergeben sich oft große Zeitfenster, wo man viel über Musik, Technik usw. reden kann. Es ist echt schön, mit Leuten unterwegs zu sein, die quasi alle irgendwie gleich ticken. Die Tour hat uns als Musiker und als Menschen weiterentwickelt und die Motivation auf den Festival-Sommer und auf unsere erste eigenen (Doppel-)Headliner-Tour im Herbst ins Unermessliche gesteigert.

 

Eure Musik ist energiegeladen und hat eine punkige Note. Wie schafft ihr es, eure Energie auf der Bühne zu kanalisieren und das Publikum zu begeistern?

Auf der Bühne geht es für uns nicht nur darum, Songs zu spielen, sondern um ein kollektives Erlebnis zu schaffen, das im Idealfall jeden und jede in der Menge mitreißt. Eine wilde Mischung aus Emotionen und viel Schweiß. Ein Rezept haben wir dafür nicht. Aber mit dem Ziel, eine Einheit mit dem Publikum zu werden und diese unvergesslichen Momente zu schaffen, die noch lange nach dem Konzert in Erinnerung bleiben, haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Es hat fast etwas Magisches, wenn die Musik laut ist, der Bass pumpt, die Lichter blenden und man spürt, dass gerade alle zusammen in diesem Augenblick aufgehen.

 

Habt ihr bestimmte Rituale oder Vorbereitungen vor einem Auftritt, die ihr gerne teilen würdet?

Es gibt da schon ein paar Rituale und Vorbereitungen, die uns etwas helfen, uns vor einem Auftritt in die richtige Stimmung zu versetzen und uns auf die Bühne vorzubereiten. Das kann aber auch von Abend zu Abend variieren. Eine 100%tige Routine hat sich daher noch nicht etabliert. Was aber immer passiert ist die Gruppenumarmung: Wir kommen vor dem Auftritt zusammen, quatschen kurz und machen eine Gruppenumarmung, um uns gegenseitig zu motivieren, den Stress abzuwerfen und als Einheit auf die Bühne zu gehen.

 

Welche Rolle spielt das Feedback von Fans und Veranstaltern während der Tour für euch als Band und wie integriert ihr dieses Feedback in eure Performance?

Das Feedback von Fans und Veranstaltern während der Tour ist für uns als Band von schon wichtig. Es ist eine direkte Rückmeldung darüber, wie unsere Musik und unsere Auftritte aufgenommen werden und hilft, uns kontinuierlich zu verbessern und zu wachsen – insofern es konstruktive Rückmeldung ist. Sowas im Laufe einer Produktion bzw. einer Tour zu integrieren ist allerdings nicht ganz einfach. Es kommt immer etwas darauf an. Manche Dinge lassen sich schnell umsetzten, manches braucht viel Vorbereitung. Auf der letzten Tour haben wir fantastische Rückmeldung erhalten. Das beflügelt einen natürlich und motiviert, jeden Abend so abzuliefern.

 

Wie geht ihr mit unvorhergesehenen Herausforderungen oder Problemen während der Tour um, z. B. technischen Schwierigkeiten oder logistischen Engpässen?

So etwas ist immer unangenehm. Leider ist es aber auch so, dass man nur damit umzugehen lernt, wenn man es live erlebt hat. Man kann so viel Vorbereitungen und Backups treffen wie man möchte, irgendwann wird der Punkt kommen, wo etwas Unvorhergesehenes passiert oder etwas ausfällt.

In solchen Situationen ist Flexibilität entscheidend. Wir versuchen, ruhig zu bleiben und als Team zusammenzuarbeiten. Improvisation ist oft erforderlich, um schnell Lösungen zu finden und die Show am Laufen zu halten. Zum Glück haben wir Leute dabei, die professionell arbeiten und uns mit technischem Know-how zur Seite stehen. Das beruhigt ungemein.

Auch wenn es logistisch mal eng wird, heißt es: Ruhe bewahren. Es ändert oft ja nichts an der Situation, wenn alle durchdrehen. Meistens findet sich immer irgendeine Lösung.

 

Wie pflegt ihr eure Gesundheit und Energie während der Tour, insbesondere bei dem stressigen Zeitplan und den langen Reisetagen?

Wir versuchen, ausgewogene Mahlzeiten zu uns zu nehmen und nicht ausschließlich Fast Food zu essen. Ausreichend Schlaf ist ebenfalls entscheidend, auch wenn das manchmal echt schwierig ist. Bewegung ist ein weiterer wichtiger Aspekt, um das Energie-Level zu halten. Selbst wenn es nur kurze Spaziergänge oder Stretching-Übungen auf dem Hotelzimmer sind. Alles – um auf Tour in Bestform zu bleiben… haha.

 

Welche besonderen Momente oder Erlebnisse während der Tour bleiben euch besonders in Erinnerung?

Da hat wohl jeder seine ganz eigenen Momente. Wenn es eine tolle Show war, ist sicherlich das Finale, also der letzte Song ein besonderes Highlight. Oder auch die erste Tour-Show. Der Nervenkitzel und die Aufregung sind schon unvergesslich. Daneben gibts natürlich noch die Backstage-Momente: Die Momente hinter den Kulissen mit anderen Bands und Crewmitgliedern sind oft genauso unvergesslich wie die Shows selbst. Es entstehen wunderbare Erinnerungen, die noch sehr lange nachhallen.

 

 

Weitere Informationen zur Band Casino Blackout findet ihr in den sozialen Medien. 

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Bild: Liliana Tragl

Soundcheck: CASINO BLACKOUT (Interview mit Frontman Florian Tragl)


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