Montagslyriker 9: Philipp Skoeries_über das Wunder der Kommunikation

Liebste Abendgrüße an euch:-)


Mein werter Kollege Matthias Breimann und ich stehen bereit, denn es ist wieder Zeit für die Montagslyriker.
Heute Abend dürfen wir einen Autor bei uns begrüßen, der uns einen Einblick in sein neustes Werk gewährt und uns einen aufschlussreichen Überblick über sein Leben und seine Lebensgeschichte gibt.
Seit seiner Kindheit hat er sich schon über die Welt gewundert und sie hinterfragt. Oftmals verfing er sich im Vergleich und die Selbstzweifel führten auch zu depressiven Gedanken, doch letztlich war er stets auf der Suche nach seinem Platz im Universum oder dem Platz an der Sonne.
Er behauptet, dass er ein notorischer Diskutierer sei, der in jedem Gespräch sein Gegenüber gerne verstehen würde. Laut seiner Ansicht liegen Streitigkeiten an Missverständnissen. Um diesen zu entgehen, lohnt es sich zuzuhören und es lohnt sich Zeit zu investieren, um andere Menschen besser verstehen zu können.
Eine sehr sympathische Einstellung, wie ich finde:-)
Sein Interview, wie auch die Vorstellung seines Buches, mit Klappentext, Vorwort und Leseprobe findet ihr nun hier:-)
Und nun darf er selbst das Wort ergreifen!
Herzlich willkommen und herzlichen Dank an Philipp Skoeries

Instagram

 

NENNE DEN SCHMERZ BEIM NAMEN. WER IST DER DÄMON, DER DICH ZUR KUNST VERFÜHRTE?

Seit ich ein Kind bin, habe ich mich eigentlich immer über unsere verrückte Welt gewundert. Nicht nur, warum der Himmel blau ist und die Sterne nur abends leuchten, sondern auch warum wir eigentlich so sind, wie wir sind. Warum wir uns streiten, warum wir uns nicht vertragen können und warum wir uns ständig vergleichen – mich eingeschlossen.

Ich habe eine handwerkliche Ausbildung durchlaufen. Das hat mich – bis heute, „geerdet“. Ich habe mich damals gefragt ob ich nicht nur zwei linke Hände habe, sondern auch sonst einfach unbelehrbar und minderintelligent bin. Intelligenz war tatsächlich einer meiner Haupt-„Dämonen“, wenn man das so bezeichnen möchte. Ich habe mich diesbezüglich ständig mit anderen verglichen.

Mit 16 Jahren habe ich mir das erste Mal alles dazu von der Seele geschrieben. Ich glaubte nicht an unser Schulsystem, ich glaubte nicht an meine Ausbilder, ich glaubte nicht an Noten, IQ Tests und Prüfungen. Trotzdem war ich in Selbstzweifeln bis zur Depression niedergeschlagen, denn eines hatte ich bis dahin noch nicht gefunden: Meinen Platz im Universum – oder an der Sonne, wenn man das so ausdrücken möchte 😊

Später im Studium, hatte ich dann nahezu Überlegenheitsgefühle – alles viel auf einmal so leicht. Letztendlich musste ich feststellen, dass ich gerne im geistigen/künstlerischen Bereich tätig bin: Schreiben, Musizieren, Malen, Singen – ich hatte fast vergessen, dass ich dies als Kind geliebt hatte.

Aber machte mich das nun zu einem reifen Menschen? Intelligenter, talentierter, wichtiger? Ich erinnerte mich an meine Jugendzeit. Das Auf und Ab in meinem und im Selbstwert des Menschen generell, wurde mir deutlich bewusst. Manch ein gescheiterter Manager hat sich schon das Leben genommen, weil er einen beruflichen oder finanziellen, tiefen Fall nicht ertragen konnte. Wenn also gut ausgebildete und Stress-gewöhnte Manager schon Probleme mit ihrem Selbstwert haben – dann scheint das in unserer Welt durchaus ein Massenphänomen zu sein. In Psychologie habe ich mich sehr mit der Philosophie von Carl Gustav Jung und seinen Theorien zur Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt. Dem Bild eines perfekt „integren“ Menschen. Es hat mich fasziniert und ich habe es nie vergessen.

Auch heute frage ich mich immer noch alle möglichen Dinge und wundere mich über unsere verrückte Welt. Warum der Himmel blau ist (auch wenn ich die physikalische Antwort darauf mittlerweile kenne), warum wir uns nicht vertragen können und warum wir uns ständig vergleichen – mich immer noch eingeschlossen. Es gibt so viele Fragen und selbst wenn man glaubt sie gerade beantwortet zu haben, fällt einem doch recht schnell wieder eine neue ein. Und wenn das die gleiche Frage noch einmal ist, weil einem die Antwort noch nicht ausreicht, hat man alles richtig gemacht – zumindest aus meiner Sicht.

WER DICH KENNENLERNEN WILL MUSS WISSEN, DASS DU…
Der muss wissen das ich ein notorischer Diskutierer und Klugscheißer bin. Jedes Gespräch halte ich für einen Dialog, bei dem es nicht darum geht, wer Recht hat, sondern darum den anderen zu verstehen. 90% aller Streitigkeiten liegen doch in Wahrheit an Missverständnissen und daran das wir uns und anderen nicht die Zeit geben einander zu verstehen. Rechthaberei und Eitelkeit prägen moderne Kommunikation, nicht Facebook und Twitter. Manchmal diskutiere ich aber auch aus Spaß an der Freude, als wäre es ein Sport. Was wäre denn eigentlich, wenn ich einen anderen Standpunkt einnehmen würde, fragte ich mich schon als Kind. Ergebnis waren meist unendliche Diskussionen mit meinem Bruder, den ich damit durchaus zur Weißglut gebracht habe.

Ein dunkles Geheimnis habe ich hoffnungsvollerweise nicht. Aber wer weiß? Am gefährlichsten wäre wohl der sogenannte „blinde Fleck“. Also etwas das weder ein Fremder noch ein Freund noch ich selbst über mich weiß. Etwas, das erst aufkommt, wenn ich in einer bestimmten Situation wäre, die noch nicht erfolgt ist. Wie würde ich mich dann verhalten? Darüber nachzudenken, kann einem durchaus Sorgen bereiten.

WELCHE GÖTTER VEREHRST DU?
Künstler, die dich prägten, die du magst oder empfehlen möchtest.

Uh – verehren ist ein großes Wort. Ich verehre Menschen generell nicht – ich glaube wir haben alle Fehler, riesige Macken und ganz gehörige Dellen im Gehirn. Aber manchmal bin ich schon neidisch. Auf die tollen Tanzmoves die Michael Jackson in den 80ern erfand und die ich noch nicht mal nachahmen könnte, wenn ich ein ganzes Jahr dafür trainiere. Auf die kitschigen Texte von Chris Martin, die mich trotzdem berühren und die ich so gerne höre. Es gibt fast keinen Menschen, der mich nicht auch auf eine gewisse Art und Weise inspiriert – das müssen nicht nur Künstler sein. Es gibt natürlich auch tolle Bücher die mich inspiriert haben: Der kleine Prinz, Alice in Wunderland, Hector’s Reise, Die Verwandlung und ein sehr guter Tipp meiner Frau: der berühmte kolumbianische Schriftsteller Gabriel Garcia Marquez. Ich mag das metaphorische, das symbolhafte, die Andeutung als Stilmittel.

WAS TUST DU, UM DEIN WERK BEKANNT ZU MACHEN?
Das ist tatsächlich das schwierigste Thema. Ich bin dankbar und froh das es Journalisten wie euch gibt. Es fällt mir sehr schwer auf mich aufmerksam zu machen, aber Kunst lebt eben durch Aufmerksamkeit. Zumindest wenn man es zu seinem Beruf machen möchte und das würde ich tatsächlich gerne. Ich bin aktiv auf Instagram und Facebook .Auf meinen Accounts poste ich regelmäßig Details zu meinem Buchprojekt.

Außerdem nehme ich selbst Hörbücher auf, dich ich dann dort regelmäßig hochlade. Am aktivsten bin ich auf Facebook, dort gibt es einfach mehr Leser. Früher habe ich sehr viel Musik gemacht, aber ich habe es in letzter Zeit stärker vernachlässigt, da mein technisches Verständnis bzgl. perfekter Aufnahmen leider auf semi-professionellem Niveau hängen geblieben ist. Aber immerhin habe ich einen (semi-professionellen) Song zu meinem Buch – das ist doch mal Marketing! Ihr könnt ihn hier anhören: SONG

Lesungen, Poetry Slam, Veröffentlichen in Zeitschriften, Büchern, Internet, Ausstellungen, Konzerte, usw.

Im Moment bleiben tatsächlich erstmal die sozialen Netzwerke. Viele Veranstaltungen finden ja leider aufgrund der Corona Pandemie nicht statt. Ich habe in der Vergangenheit einige Live-Auftritte gemacht. In Bezug auf mein Buch, würde ich sehr gerne eine Lesung halten, das muss aber sicherlich richtig getimed und abgestimmt sein. Wer würde schon zu einer Lesung eines völlig unbekannten Autoren gehen, dessen Buch noch nicht veröffentlicht wurde? Und wer soll das organisieren? Ich glaube da wäre tatsächlich die Grenze meiner Selbstvermarktungsfähigkeit erreicht. *lach

 

UND NUN, ZEIGE DICH!

Erst einmal das Cover zu meinem Buch „Berlin liegt in Frankreich“ – es ist nur ein Entwurf und wohl leider auch semiprofessionell, da ich noch keinen Verlag habe.

UM WAS GEHT ES?
Beim Roman „Berlin liegt in Frankreich“ handelt es sich um eine moderne Fabel (Bildungsroman), die in der heutigen Zeit spielt und gesellschaftskritische Themen durch eine einfache, bildhafte Sprache über einen Erzähler reflektiert. Im Vordergrund steht der Protagonist „Rico“, der mit seinem Leben unzufrieden ist und nach höherem Ansehen und Respekt strebt.

Alle Figuren im Roman sind entsprechend ihres Charakters mit unterschiedlichen Tieren besetzt. Ansonsten gibt es keinen Unterschied zu der heutigen Gesellschaft, es handelt sich größtenteils nicht um eine Fantasie-, sondern um eine reale Welt. Der Großteil der Handlung spielt im heutigen Berlin, während sich Rico zu Beginn der Erzählung in einem „Wald“ befindet, der symbolhaft für die (geistige) Provinz, aber auch für ärmere, weniger privilegierte Regionen anderer Kontinente sowie bildungsferne, ärmere soziale Umgebungen stehen könnte.

 

KLAPPENTEXT
Manche finden, Rico ist ein richtiger Affe. Nicht nur wegen seines Verhaltens, sondern auch wegen seines Äußeren. Er sieht nämlich nicht nur aus wie ein Gorilla – er ist einer!

Unfair, denn schließlich kann niemand etwas für sein Aussehen. Wenn es nach Rico ginge, wäre er ein französischer Edelmann, der seinen Respekt nicht über Fäuste, sondern über einen herausragenden Intellekt erlangte.

Die Wahrheit ist aber auch: Er ist ungeduldig, eitel, aggressiv und seinen Gefühlen hoffnungslos ausgeliefert.

Eine Reise nach Frankreich soll all dies verändern und ihn zu einem ganz neuen Wesen machen. Diese Reise führt ihn durch eine Welt, die der unseren sehr ähnlich ist, voller Vielfalt, aber auch Hass und Vorurteilen.

Wird Rico seinen Weg finden?

Vorwort
Der Wald und die Stadt sind zwei Orte, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotzdem ähneln sie sich in gewisser Weise. Ein Wald strotzt nur so vor Vielfalt. So viele verschiedene Lebensformen, jede auf ihre Art schön. So viele Besonderheiten und Charaktere. Jeder für sich nützlich. Aber auch so viele Konflikte!

Manchmal könnte man meinen, Tiere lernten nicht vom Menschen, sondern umgekehrt. So wie der Wald, in seiner Vielfalt, eine Heimat für unterschiedlichste Tierarten ist und seine Bewohner sich in einem Zustand von Konkurrenz und fortwährendem Misstrauen befinden, spielt sich dies in ähnlicher Weise nämlich auch in der Stadt ab – dem Biotop des Menschen.

Manchmal mag man in den einfachen Bedürfnissen eines Tieres, in seinen Emotionen auch uns Menschen sehen. Manchmal kann das lustig sein und uns zum Lachen bringen. Manchmal mögen wir mitfiebern, denn es gibt auch unter Tieren allerhand Spannungen und Missverständnisse.

Manche sagen, dass das, was uns zu Menschen macht, der Unterschied zwischen den Tieren und uns sei. Dass wir eben nicht wie Tiere sind. Andere fühlen pessimistischer und halten Tiere grundsätzlich für ehrenwerter als Menschen.

Wer von diesen beiden Parteien auch immer Recht hat: Wenn wir genau hinsehen, können wir uns selbst in Tieren wiederentdecken – wie in einem Spiegel. Und vielleicht hilft uns das: wenn wir das nächste Mal wütend werden. Oder traurig. Oder wenn wir das nächste Mal denken: „Solche Affen!“

Denn so gebildet und reif wir auch sein mögen, scheitern wir doch so oft und regelmäßig an ganz ähnlichen Dingen: Wir vergleichen uns mit anderen, wir sprechen die Sprache von Neid und Missgunst gegenüber Stärkeren und Arroganz und Ignoranz gegenüber Schwächeren. Womöglich ist uns das nicht bewusst, womöglich denken wir: „So etwas mache ich doch nicht!“

Doch genau dann wäre es spannend einen Spiegel parat zu haben. Einen in dem man nicht sein Gesicht, sondern sein Verhalten reflektieren könnte, um zu lernen und seine Fehler zu sehen.

Denn ein bisschen von Rico, den Sie, liebe Leser, gleich kennenlernen werden, steckt in jedem von uns.

Auszug aus einem späteren Teil der Geschichte:

Der große Q
Rico zitterte vor Angst. Was würde passieren, wenn man herausfinden würde, dass er gar kein echter Franzose wäre? Wäre alles umsonst gewesen? Würde man ihn mit Schimpf und Schande nicht nur aus der Stadt, sondern aus dem ganzen Land jagen?

„Was machen wir jetzt?!“, flüsterte er Hannes verzweifelt zu.

Das erste Mal auf dieser Reise hatte Rico mehr Angst als Hannes. Denn der kleine Angsthase war deutlich weniger besorgt.

„Jean-Pierre, du bist ein echter Franzose, daher musst du dir doch gar keine Sorgen machen. Außerdem reden die die ganze Zeit von irgendeinem Chip und nicht von Frankreich. Ich wüsste jedenfalls nicht, dass ich irgendeinen Chip implantiert bekommen hätte und einen Bill Gates kenne ich ebenfalls nicht.“

Rico wurde schlecht. Was würde Hannes nur von ihm denken, wenn er erfahren würde, dass er gar kein echter Franzose ist? Einen Bill Gates kannte aber auch er nicht und zur Not müsste er eben wieder kämpfen. Es gab scheinbar keine andere Möglichkeit für ihn.

„Ruhe jetzt! So lange Q nicht geklärt hat, ob ihr gechipt seid, solltet ihr euch nicht irgendwelche Sachen gegenseitig verschwörerisch zuflüstern. Das akzeptieren wir nicht!“, grunzte das Wildschwein den beiden entschlossen entgegen.

Q? Wer war Q? Hannes und Rico konnten nur rätseln. Schließlich führten die Wildschweine sie einen kleinen Weg entlang. Die Gegend wurde grüner, die Häuser kleiner und schließlich lag da vor ihnen tatsächlich eine Kolonie mit Kleingärten. Es war bereits dunkel, die kleinen Häuser waren spärlich beleuchtet. Rico hatte kein gutes Gefühl. Die Wildschweine führten sie weiter abseits der Kleingärten, bis sie schließlich eine Wiese mit einem Gehege erreichten. Ein Bewegungsmelder aktivierte sich, nachdem sie nähergekommen waren, und ein Scheinwerfer erleuchtete das Gehege grell.

„Q?“, rief eines der Wildschweine. „Ähm, ich hoffe, du bist noch wach, du ähm, ich also, wir – wir wussten nicht, was wir mit diesen Neuankömmlingen hätten machen sollen.“

Das Gehege war groß, der Scheinwerfer konnte nur den vorderen Teil ausleuchten. Dahinter wurde die Wiese immer dunkler, bis sie schließlich komplett im Schwarz der Nacht verschwand. Das erzeugte eine finstere, unheimliche Atmosphäre.

Die Wildschweine waren sichtlich aufgeregt. Eines versuchte es noch einmal: „Q? Ähm, großer Q, wir brauchen deinen Rat wegen, wegen, wegen der also ähm, Neuankömmlinge.“

Keine Antwort.

Rico sah Hannes fragend an. Was wartete in diesem dunklen Eck des Geheges auf sie? Instinktiv spannte er seine Muskeln an, seine Hände formten sich zu Fäusten.

Dann nahmen sie eine Bewegung wahr. Aus dem Dunkel, trat langsam ein schwarzes Etwas hervor. Anmutig und elegant bewegte es sich vorsichtig und überlegt aus der Dunkelheit heraus und wurde sichtbar.

Es war ein schwarzes, seidig glänzendes Pferd. Rico entspannte sich. Ein Pferd war keine Bedrohung für ihn. Der Gedanke, seine Identität könnte auf irgendeine magische Art und Weise enttarnt werden, machte ihn aber immer noch sichtlich nervös.

„Q!“, rief das Wildschwein wieder, dieses Mal entzückt darüber, dass sich „Q“ nun endlich blicken ließ.

Das Pferd kam näher, bis es am Ende des Geheges angekommen war. Es sah gut aus und schien selbstbewusst.

„Willkommen in der Freiheit“, sagte Q.

Rico und Hannes waren unsicher. „Danke“, antwortete Hannes nervös. „Sie haben es scheinbar ganz gemütlich hier. Ich meine mit dem Licht. Also, es wirkt praktisch. Wenn man müde wird, kann man sich in den unbeleuchteten Teil des Geheges begeben. Oder man bleibt irgendwo in der Mitte stehen, dann ist es so halb beleuchtet. Quasi ein fließender Übergang. Es wirkt von hier aus ziemlich geheimnisvoll, also künstlerisch wirklich interessant, wenn Licht so in der Dunkelheit verschwindet. Also nicht verschwindet, sondern, ich meine…autsch!“

Rico hatte Hannes in die Seite gezwickt, denn das nervöse Gequatsche klang aus seiner Sicht nicht besonders hilfreich.

Das Pferd hatte die Augen geschlossen und atmete tief und hörbar ein.

„Ich spüre sowohl positive als auch negative Schwingungen“, sagte es konzentriert.

„Was schwingt?“, fragte Hannes.

Das Pferd öffnete ein Auge. „Alles schwingt“, erwiderte es ernst und schloss das Auge wieder.

Rico sagte lieber nichts. Die ganze Situation schien ihm immer noch bedrohlich. Vielleicht konnte dieses verrückte Pferd Gedanken lesen?

„Die Regierungen versuchen, uns zu kontrollieren. Schließt eure Augen, damit ich eure Gedanken lesen kann.“

Rico fing an zu schwitzen. Er versuchte, zwanghaft in seinem Kopf immer und immer wieder zu wiederholen, dass er ein Franzose wäre und auch wirklich „Jean-Pierre“ hieße.

„Entspannt euch“, sagte das Pferd mehrmals. Hannes war bereits leicht eingenickt und gab leise Schnarchlaute von sich. Es war ein langer Tag gewesen.

Schließlich öffnete das Pferd überrascht die Augen.

„Ich habe es – ich weiß, wer ihr seid!“

2 Gedanken zu „Montagslyriker 9: Philipp Skoeries_über das Wunder der Kommunikation

  1. Ein bemerkenswert und spannend +schöner Auftritt von Philipp beim diesmaligen Montagslyriker. Der Gedanke, sich mehr zuzuhören, da das Gegenteil oft ursächlich für Streitigkeiten und Missverständnisse sei, ist klug wie sympathisch. Ansonsten ist es immer gut sich an sich selbst zu messen und sich nicht von anderen sein Verhalten diktieren zu lassen. Das macht nur traurig oder gar depressiv. D.h. nicht, dass man auch Vorbilder haben soll. Was Phlipp literarisch anbietet hat auch was. Am Ende scheint die Moral der Geschichte zu sein; das Tier ist klüger als der Mensch (manchmal zumindest). Weiter so und viel Erfolg.

  2. Scheint es interessantes Buch mit nicht weniger interessanten Vergleichen zu sein.
    Und man soll niemals aufhören Fragen zu stellen.
    Viel Erfolg weiterhin.
    Olga

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