Backstage-Geplauder: Interview mit Tobias Alt aka Tobi Vintage

Tobias Alt aka Tobi Vintage – ein Mann, zwei Bands und jede Menge zu erzählen! Zwischen Mit ohne Strom, kurz MOS und 9 mm Headshot jongliert er nicht nur mit Gitarren, sondern auch mit Insider-Tipps und Musikgeschichten. Aber halt, das ist noch nicht alles! Nebenher züchtet er als Ein-Mann-Musikmeister bei 9 Music Creation den nächsten Rockstar-Nachwuchs heran. Und als wäre das nicht schon wie ein gigantisches Feuerwerk, hat er sich jetzt auch noch seine eigene VIP-Ecke bei den Montagslyrikern geschnappt: Backstage-Geplauder!

Mit einem Hintergrund in Musik- und Sportwissenschaften sowie fast zwanzig Jahren Erfahrung an der Gitarre und einer Klavierausbildung ist Tobi ein Musiker durch und durch.

In unserem exklusiven Interview gewährt er uns einen Einblick hinter die Kulissen, erzählt von seinen Bands, seinem Soloprojekt und seiner neuen Rubrik. Lasst euch von Tobis Geschichten und seinem musikalischen Know-how begeistern – mehr erfahrt ihr in unserem Interview.

Backstage-Geplauder: Interview mit Tobias Alt aka Tobi Vintage

Foto: Ralf Mack

 

Hi Tobi, du gehörst zu den Musikern, die nicht nur eine Band haben, sondern zwei.  Einmal Mit ohne Strom und einmal 9mm Headshot. Die sind auch beide doch ein wenig unterschiedlich. Kannst du uns mal ein bisschen was über beide Bands erzählen? 

Hallo, ja, das sind tatsächlich zwei Bands, die kaum unterschiedlicher sein können und sich dennoch im Genre teilweise überschneiden.
Mit ohne Strom, kurz MOS, ist ein Unplugged-Duo das sich vom Stil her am ehesten noch mit Tenacious D vergleichen lässt. Zumindest sagt man uns das ab und zu nach und das hören wir sehr gerne. Wir covern viel rockiges Zeug, Metal-Songs und basteln hier und da auch eigene Songs, sog. Originals, mit ein.
9mm lässt sich vom Stil her eher grob mit Manowar und Motörhead vergleichen, jedoch mit deutschen Texten. Ab und zu kommt auch mal etwas Punk und Schlager mit ins Geschehen – ja das kann tatsächlich eine lustige Mischung sein, ich habe es selbst anfangs kaum geglaubt. Dazu Bühnenoutfits in Lederoptik, Ironie und ab und zu etwas übertreiben – Hashtag Zwinkersmiley. Hier tut sich jedoch aktuell einiges. 

 

Zwei Bands sind ja schon sehr zeitaufwendig. Zudem unterrichtest du auch. 9 Music Creation ist dein Soloprojekt. So kann man es wahrscheinlich sagen. Kannst du uns kurz schildern, worum es da geht und was das genau ist?

Ja, es kommt tatsächlich auch selten vor, dass ich alleine live unterwegs bin. Darüber hinaus gebe ich privaten Unterricht in Gitarre und Klavier und leite eine AG (School of Rock) an einer Grundschule. Ab und zu kommen auch Studio-Aufträge und andere Anfragen rein. Jedoch ist „9 Music Creation“ einfach ein Name/Synonym für meine freiberufliche Tätigkeit als Musiker, die diese Bereiche abdeckt. So steht nicht nur mein Name auf den Rechnungen oder auf der Website, sondern „9 Music Creation“. Das wirkt einfach professioneller und es ist mir immer wichtig, mit Veranstaltern, Kunden, Kooperationspartnern etc. einen professionellen Umgang zu pflegen.

 

 

Du hast Musik- sowie Sportwissenschaften studiert. Musik ist naheliegend, aber wieso Sport? Hängen Musiker nach ihren Auftritten nicht immer im Backstagebereich rum und trinken Bier? Man denkt bei Musikern nicht zwangsläufig an sportliche Athleten. 

Ich glaube, jeder Musiker kennt die Anstrengung auf der Bühne. Da können 30 Minuten schon fast ein sportlicher Wettkampf sein. Wie viele andere Menschen auch wusste ich anfangs nicht, was ich in meinem Leben machen soll und habe einfach mal drauflos studiert. Ich habe mir dann die beiden Bereiche herausgesucht, die mir am meisten Spaß machen; dann habe ich ein paarmal den Studiengang gewechselt und bi in der Musik gelandet. Und ja, ich trinke auch sehr gerne Bier. Das trifft aber auch auf viele Sportler zu. Darüber hinaus ist ein Backstagebereich nicht nur zum Feiern gut. Er kann auch gleichermaßen Rückzugsort oder ein Ort zum Kontakte knüpfen sein.

 

Du spielst seit fast zwanzig Jahren Gitarre und hast auch eine Klavierausbildung. Musik war also schon ziemlich früh ein wichtiger Teil deines Lebens. Wann war für dich klar, dass du eine Laufbahn als Musiker einschlagen willst und wann bist du diesen Schritt dann tatsächlich gegangen? 

Fun Fact: Ich spiele tatsächlich genau seit 20 Jahren Gitarre (Weihnachten 2003). Klavier habe ich mit 6 Jahren angefangen. Wie schon gesagt, war mir anfangs gar nicht klar, dass ich die Musik zum Beruf machen will oder kann. Damals, zu Zeiten, als es noch keine Smartphones gab und sich das Internet und die Podcasts etc. erst entwickelt haben, wusste ich tatsächlich nicht, dass ich einfach machen kann, was mir Spaß macht. Ich dachte, um Musik zum Beruf zu machen, muss ich ein Instrument studieren oder eine Ausbildung in dem Bereich machen. Dass man einfach mal machen muss und beim Machen sich verbessern und entwickeln kann, habe ich erst mit der Zeit gelernt, als ich Leute kennengelernt habe, die genau das machen. Da war ich etwa Mitte 20. Zusammengefasst: Musik vom Hobby zum Nebenjob zum Hauptjob und dann zum Beruf.

 

Du bist ja jetzt schon ziemlich lange im Business dabei. Der Zugang zu Musik hat sich ja in den letzten Jahren enorm verändert, durch soziale Medien und Co. Fluch oder Segen? 

Gute Frage. Es hat alles so seine Vor- und Nachteile. Das Business ändert sich immer und wird sich auch immer verändern. Man muss sich eben anpassen und alles im Blick haben. Rumheulen, weil beispielsweise keiner mehr CDs kauft, ist nicht. Man muss Möglichkeiten selbst erzeugen und dann versuchen diese zu nutzen. Nur so kann es vorwärtsgehen. Die Kreativität gehört nicht nur ins Songwriting.

 

Mit deiner Band Mit ohne Strom hast du bereits auf Wacken gespielt. Das ist jetzt nicht die Band, bei der man im ersten Moment denkt: Die gehören auf das Wacken Open Air. Wie kam das, dass ihr dort gelandet seid? Mittlerweile auch schon zwei Jahre in Folge. 

Das ist wirklich eine lange Geschichte. Aber um das etwas abzukürzen: Es geht sehr viel um Kontakte. Diese Kontakte würde ich jedoch nicht unbedingt als das sogenannte „Vitamin B“ bezeichnen, sondern als ein über Jahre aufgebautes Netzwerk. Darüber hinaus haben wir bemerkt, dass sich auch auf Festivals wie dem Wacken Open Air ein Rahmenprogramm etabliert. Sowas macht ein Festival noch interessanter und in diese Nische sind wir getreten. Übrigens waren wir auch mit 9mm schon mehrfach auf Wacken.

 

Foto: Ralf Mack

 

Deine Band 9mm Headshot hat sich in den letzten Wochen ein wenig neu formatiert. Und jetzt steht bei euch auch ein neues Album an. Was haben wir zu erwarten? Neue Kombination-neuer Sound? Worauf dürfen wir gespannt sein? Was kannst du jetzt schon verraten? 

Da muss ich etwas ausholen. 9mm war zunächst das Soloprojekt unseres ehemaligen Sängers: „Rock Rotten’s 9mm Assi Rock n Roll“. Ihm war es jedoch aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich, das Projekt so weiterzuführen, wie sich die Fans das wünschen würden (neue Platte, Tour, Festivals etc.). Da wir ein sehr gutes, freundschaftliches, quasi familiäres Verhältnis zueinander haben, hat er das Projekt nun an mich übergeben. Es soll sowohl 9mm bleiben, als auch etwas Neues entstehen. So kam es auch zum neuen Namen „9mm Headshot“. Was kann ich nun verraten? Ja, es wird ein neues Album geben. Ja, wir haben einen großartigen neuen Frontmann. Natürlich ändert sich auch der Sound – ganz klar, mit neuer Stimme. Wir bauen das Projekt von Grund auf wieder auf, neu auf. Wer sich dafür mehr interessiert, kann gerne mal bei unseren Social-Media-Kanälen vorbeischauen.

 

Foto: Tobias Alt

 

Last but not least. Du wirst bei den Montagslyrikern jetzt deine eigene Rubrik kriegen: Backstage-Geplauder: Tobi teilt Musikgeschichten und Insider-Tipps. Du hast viel Erfahrung als Musiker und zudem als Lehrer. Eigentlich die perfekte Wahl. Kannst du kurz sagen, was es da geben wird und was wir zu erwarten haben?

Ich werde wichtige Erfahrungswerte teilen, aber auch einige Grundprinzipien zum Thema Bandaufbau, Business, Wirkung etc. Dazu nehme ich mir jede Woche ein spezifisches Thema vor und erzähle in einem Video ein paar Minuten darüber. Dazu gehört dann meistens eine kleine Geschichte, wie ich selbst einen Fehler gemacht habe oder mir bei anderen Musikern etwas aufgefallen ist, dann natürlich das Learning daraus und meine persönliche Meinung zu dem Thema. Wichtig finde ich zu erwähnen, dass ich niemandem sagen will, wie er etwas zu machen hat. Ich möchte nur Anregungen geben, die dabei helfen, nicht unbedingt die gleichen Fehler zu machen. Man sollte sich immer die Informationen herausfiltern, die man für sein Projekt für richtig hält. Und wenn ich nur einem Musiker helfen kann, weiterzukommen, bin ich glücklich.

 

Die berühmten, letzten Worte gehören dir:

Ich muss sagen, ich freue mich sehr auf das Format. Das habe ich in der Form auch noch nicht gemacht und bin daher sehr gespannt, wie es wird. Ich gebe mein Bestes und bin natürlich auch gespannt auf eventuelles Feedback. Und natürlich vielen Dank für die Möglichkeit, hier etwas für die Musikszene, die Newcomer und den musikalischen (Rock- und Metal-) Nachwuchs tun zu können. So bleibt uns die Musikszene erhalten.

Danke Tobias Alt.

 

Weitere Infos zu Tobi Vintage sowie zu seinen Bands und Projekten findet ihr hier: 

 

9 Music Creation / Tobias Alt

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9mm Headshot

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